Samstag, 24. Juni 2017

[Rezension] Penny Pepper - Spione am Strand von Ulrike Rylance

dtv Junior
Mit Illustrationen von Lisa Hänsch
152 Seiten, ab 8 Jahren
ISBN: 978-3-423-76170-3

Erschienen: 9. Juni 2017


Klappentext:
Wie es der Zufall so will, trifft sich Pennys gesamte Detektivbande nebst Hunden Mailie und Dschastin im italienischen Fiorente, um dort die Sommerferien zu verbringen. Und das ist auch gut so. In dem Luxushotel, in dem Floras Familie logiert, gehen nämlich seltsame Dinge vor sich: Haufenweise verschwinden teure Handtücher und Bademäntel mit dem eingestickten Luxurioso-Emblem. Hat der trinkgeldgierige Kellner etwas damit zu tun? Oder die Rezeptionsdame mit dem hohen Haarturm? Oder Pennys Nachbarin aus Deutschland, die im Hotel einen Aushilfsjob als Zimmermädchen hat? Mit ihren beiden Spürhunden sowie den Zwillingsjungs vom Campingplatz legen Penny und Co. sich auf die Lauer …

Quelle: dtv Verlag


Rezension:

Als riesengroßer „Penny Pepper“ Fan habe ich mich auf dieses Buch schon sehr gefreut! Es handelt sich um den fünften Band dieser lustigen Kinderbuchreihe und schon allein das herrlich gelbe Cover hat mich richtig in Urlaubsstimmung gebracht. Auch die Story macht super gute Sommerlaune und unterhält einen bis zur letzten Seite.

Sommerurlaub in Italien! Dieses Jahr verbringt Penny zusammen mit ihren Eltern, ihrem großen Bruder Tim und ihrer Freundin Ida ihre Ferien am Campingplatz im italienischen Fiorente. Natürlich sind auch die beiden Hunde Dschastin und Mailie mit von der Partie und zufällig machen auch Ida und Flora zur gleichen Zeit dort Urlaub, sodass der Detektivclub komplett ist. Und das ist auch gut so, denn Penny und ihre drei Freundinnen sind kaum angekommen, da stecken die vier Mädchen auch schon mitten in einem neuen Abenteuer. In dem Hotel Luxurioso, in dem Floras Familie logiert, ereignen sich nämlich merkwürdige Dinge: Ständig verschwinden Unmengen teurer Handtücher und Bademäntel aus dem Hotel. Penny wittert sofort einen neuen Fall. Zu viert legen sich die Mädchen auf die Lauer und haben schon bald jede Menge Verdächtige. Ob wohl der Kellner Luigi hinter den Diebstählen steckt? Oder die Dame an der Rezeption? Oder steckt vielleicht sogar Pennys Nachbarin, die Blutbach-Tochter dahinter? Da sie zurzeit während der Ferien als Zimmermädchen in dem Luxushotel arbeitet, wäre es für sie sicher ein Leichtes, die hoteleigenen Bademäntel und Handtücher verschwinden zu lassen. Anstatt faul am Strand zu liegen, betätigen sich Penny und ihre Freundinnen mal wieder als Detektive und versuchen diesen kniffligen Fall zu lösen. Ob ihnen das wohl gelingen wird?

Passend zur Jahreszeit ermitteln Penny und Co im schönen sommerlichen Italien am Strand. Mich hat das Buch sofort richtig in Urlaubsstimmung versetzt und die Lust in mir geweckt, sofort nach Italien nach zu reisen, um dort die schöne warme Sonne am Strand zu genießen. Leider dauert es bei noch ein Weilchen bis zu den nächsten Ferien, aber dank dieses sehr unterhaltsames Buches konnte ich zusammen mit Penny und ihren Freundinnen das tolle Sommerfeeling in Italien genießen.

Mir hat ja bisher jeder Band der „Penny Pepper“-Reihe sehr gut gefallen und auch dieser Teil ist einfach nur spitze! Das einzige, was ich zu bemängeln habe: der Lesespaß ist viel zu schnell vorbei! Da ich eine recht geübte Leserin bin und es durch die vielen tollen Illustrationen auch oft nur wenig Text auf einer Seite gibt, habe ich einen Penny Pepper Band an einem Nachmittag durchgelesen. Für Leseanfänger sind Text- und Seitenlänge natürlich perfekt und auch für Lesemuffel ist diese Reihe wunderbar geeignet!
Die gesamte Aufmachung der Bücher begeistert mich ja immer wieder aufs Neue. Auch in diesem Band wurde wieder toll mit verschiedenen Schriftarten und -größen gespielt und Lisa Hänsch beweist mal wieder ihr Können und hat lauter lustige und sehr detailreiche Illustrationen gezeichnet. Das Buch wirkt daher fast schon wie ein Comic und bietet einem ein tolles Leseerlebnis.
Die Story ist witzig, spannend und steckt voller lauter einfallsreicher Ideen. Die Illustrationen passen perfekt dazu und bringen mich ja immer sehr zum Lachen und Schmunzeln. So finde ich die Zeichnungen zu der punkigen Blutbach-Tochter richtig genial und die beiden Spürhunde Dschastin und Mailie sehen mit ihren großen Kulleraugen zum Knuddeln süß aus.

Dadurch, dass sich das Buch wie ein Tagebuch liest, ist auch die Sprache sehr kindlich und einfach gehalten. Zudem werden komplizierte Wörter, die Penny nicht kennt, so geschrieben, wie man sie ausspricht wie zum Beispiel „Är Kondischening“. Sehr gut fand ich, dass diese und auch andere schwierige Wörter wie „Profit“ oder „Migräne“ mit Sternchen versehen sind und unten noch einmal sehr einfach erklärt werden. Da das Buch für Kinder ab 8 Jahren ist, finde ich solche Worterklärungen wirklich schön, da jüngere Leser hier auch noch so einiges Sinnvolles lernen können.
Als Kind hätte ich diese Reihe ja über alles geliebt. Natürlich finde ich sie auch jetzt noch, als Erwachsene, richtig super, aber da ich früher, wie Penny, sehr gerne Detektiv gespielt habe, ist es wirklich schade, dass es diese Reihe damals zu meiner Kindheit noch nicht gegeben hat. Denn gibt Penny immer tolle und hilfreiche Tipps, wie man ein guter Detektiv sein kann. So auch hier. Zum Beispiel gibt es diesem Band eine Anleitung dafür, wie man sich gut tarnen kann, um unentdeckt spionieren zu können. Die Zeichnungen dazu sind wirklich sehr unterhaltsam!

Eines meiner Highlights war ja mal wieder Pennys Diktiergerät. Dieses hat so seine Macken und gibt Sätze etwas anders wieder, als sie eigentlich gelautet haben. Über diese neuen Satzkreationen amüsiere ich mich ja immer köstlich. Ich frage mich ja immer wieder, woher die Autorin Ulrike Rylance nur immer diese genialen Einfälle nimmt. Lisa Hänsch liefert zu denen immer die perfekten Zeichnungen. Auch in Band 5 haben die beiden wieder super Teamarbeit geleistet. Ich freue mich ja schon sehr auf den sechsten Band, der demnächst erscheinen wird und hoffe sehr, dass noch viele weitere Bände folgen werden!


Fazit: Erneut ein super Penny Penner Band, der mich bestens unterhalten hat! Für Jungen und Mädchen, die gerne Detektiv spielen, ist dieses Buch sehr zu empfehlen! Aber auch Erwachsene werden hier aus dem Kichern nicht mehr herauskommen. Man kann diesen Band auch sehr gut ohne die Kenntnisse aus den Büchern davor lesen. Für den Sommer ist „Penny Pepper – Spione am Strand“ einfach nur perfekt, da es einen richtig in Urlaubsstimmung versetzt. Dieses Buch bietet sehr großen Lesespaß und erhält von mir nur zu gerne volle 5 von 5 Sterne!




Donnerstag, 22. Juni 2017

[Rezension] Zombie-Zahnarzt von David Walliams

Hardcover
ISBN: 978-3-449-21743-2
Seitenzahl: 416
Ab 10 Jahre
Erschienen: 23.06.2017


Klappentext:

Dunkelheit hatte sich über die Stadt gesenkt. Merkwürdige Dinge geschahen. Kinder legten beim Zubettgehen einen Zahn für die Zahnfee unter ihr Kopfkissen, doch am nächsten Morgen fanden sie ... eine tote Schnecke, eine lebende Spinne, Aberhunderte Ohrwürmer, die unter dem Kissen herumkrabbelten.
Hier war Böses am Werk.
Aber wer oder was steckte dahinter?

Quelle: Rowohlt Verlag


Rezension:

Auf dieses Buch habe ich mich schon sehr gefreut. Bisher haben mir alle Bücher von David Walliams sehr gut gefallen und ich war schon ganz gespannt darauf zu erfahren, was für skurrile und lustige Dinge sich der britische Autor wohl diesmal hat einfallen lassen. Der Titel klingt auf jeden Fall sehr originell und auch der Klappentext verspricht eine unterhaltsame Geschichte.

Das Buch handelt von dem 13-jährigen Jungen Alfie. Dieser hat, als er sechs Jahre alt war, eine ziemlich schreckliche Erfahrung beim Zahnarzt gemacht, sodass er seitdem nie wieder eine Zahnarztpraxis von innen gesehen hat. Dementsprechend sehen seine Zähne auch aus. Alfie ist wohl mit Abstand der Junge, der die ungepflegtesten Zähne in ganz England hat.
Dann aber kommt eine neue Zahnärztin in die Stadt und Alfie wird gezwungen, sich von ihr untersuchen zu lassen. Alfie ist entsetzt und versucht alles Mögliche, um den Zahnarzttermin zu umgehen. Mit der Zahnärztin stimmt etwas nicht, da ist sich der Junge ganz sicher. Nicht nur, dass die Zahnpasta, die sie verteilt, Löcher in Steine ätzt, es geschehen seit ihrem Auftauchen auch merkwürdige Dinge in der Stadt. Anstatt eine nette Kleinigkeit von der Zahnfee zu erhalten, wenn Kinder ihre Zähne abends unter das Kopfkissen legen, befinden sich am nächsten Morgen grausige Sachen darunter wie tote Schnecken, Warzen oder lebende Spinnen. Hier sind eindeutig böse Mächte am Werk. Zusammen mit dem Mädchen Gabz versucht Alfie, diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen…

Wie üblich bei den Büchern von David Walliams, werden am Anfang der Geschichte alle auftretenden Charaktere in dem Buch mit lustigen Zeichnungen vorgestellt. Diese Idee finde ich wirklich super, da man sich so schon einmal einen guten Überblick verschaffen kann und auch ein bisschen darauf vorbereitet wird, was einem in „Zombie-Zahnarzt“ erwarten wird.

Ich war ja bereits von den ersten Seiten an ganz begeistert von dem Buch. Es geht schon im ersten Kapitel ziemlich makaber los, als der traumatische Zahnarztbesuch des sechsjährigen Alfie beschrieben wird. Dieser Humor ist nicht Jedermanns Sache und ich empfehle denjenigen, die nichts mit Schwarzem Humor anfangen können, dieses Buch lieber nicht zu lesen.
Ich mag den Humor von David Walliams ja sehr gerne und auch in „Zombie-Zahnarzt“ konnte er mich mit seinen skurrilen und witzigen Einfällen bestens unterhalten.

Der Schreibstil ist wirklich toll, ich habe das Buch ja, trotz seiner fast 400 Seiten, in nur etwas über einem Tag durchgelesen. Das lag aber nicht nur an der witzigen Story, auch die vielen Illustrationen haben dazu beigetragen. Denn wie es sich für ein Buch von David Walliams gehört, wurde auch „Zombie-Zahnarzt“ von Tony Ross illustriert. Dieser hat seine Sache mal wieder klasse gemacht. Seine Zeichnungen zu der Geschichte sind irre komisch und haben mich sehr zum Schmunzeln gebracht. Da es sehr viele tolle Zeichnungen gibt, befindet sich auf einer Seite oft nur wenig Text oder auch gar keiner, da es auch oft ganzseitige Bilder gibt. Durch diese vielen tollen schwarz-weiß Illustrationen ist der Lesespaß wirklich sehr groß!

Ich rate allerdings, Kindern, die sich schnell gruseln, dieses Buch lieber nicht lesen zu lassen oder wenn, dann nicht alleine. Die Ideen des britischen Autors sind schon manchmal etwas speziell, er gilt ja nicht umsonst als der würdige Nachfolger von Roald Dahl.
Ich mag die Bücher von ihm zwar sehr gerne, nur bin ich mir bei manchen Stellen ja schon etwas unsicher, ob sie für etwas jüngere Kinder nicht etwas ungeeignet sind. So auch bei diesem Buch: zum Zahnarzt geht wohl niemand gerne, ganz besonders nicht Kinder, und dieses Buch trägt vielleicht nicht unbedingt dazu bei, dass diese Furcht und Abneigung geringer wird.

Ich bin ja nun erwachsen und fürchte mich nicht so leicht, daher habe ich mich beim Lesen köstlich amüsiert. Aus Kindersicht aber halte ich manche Dinge in „Zombie-Zahnarzt“ allerdings schon für etwas zu grausam.
Man sollte sich also bei Büchern von David Walliams schon besser vorher gut informieren, wie hoch der makabere Anteil ist. Hier ist er schon recht hoch, aber es gibt auch viele harmlosere Witze, die ganz besonders Kindern sehr gut gefallen werden. Zum Beispiel bekommt eine Sozialarbeiterin nach dem Verzehr von Kaffee ziemliche Darmprobleme und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese Szene gerade Kinder sehr zum Lachen bringen wird.

Neben dem lustigen Anteil gibt es auch einen ernsteren in „Zombie-Zahnarzt“. So hat der arme Alfie kein leichtes und schönes Leben. Seine Mutter ist bei seiner Geburt gestorben und sein Vater ist schlimm krank und kann nicht arbeiten gehen. Putzen, Kochen, Einkaufen gehen, all diese Dinge bleiben an dem 13-jährigen Jungen hängen. Zudem muss sich der Junge um seinen kranken Vater kümmern, was er aber gerne und sehr liebevoll tut. Alfie ist wirklich ein richtig lieber Junge; ich habe ihn sofort fest in mein Herz geschlossen. Daher tut er einem als Leser ja schon leid, da es bei ihm zu Hause so unschön ist. Denn da nur wenig Geld vorhanden ist, besitzen Alfie und sein Vater kaum Geld, der Strom wurde ihnen schon vor Jahren abgestellt und auch Möbel und Nahrungsmittel sind eher Mangelware.

So schrecklich das klingt, dem Autor ist es wunderbar gelungen, dies nicht zu furchtbar rüberkommen zu lassen. Man hat zwar Mitleid mit dem armen Alfie, aber dadurch, dass vieles so übertrieben beschrieben wird, wirkt es schon fast wieder komisch. Mir hat Alfie bei der Beschreibung seines traurigen Lebens zwar sehr leid getan, aber durch die vielen witzigen Stellen im Buch wird dieser Ernst wieder etwas abgemildert und man lacht deutlich mehr, als dass man Trauer oder Mitleid empfindet.

Spannung ist in dem Buch natürlich auch vorhanden. Und gruseln tut man sich auch. Besonders am Ende wird es sehr spannend und man ist richtig am Mitfiebern. Ich würde „Zombie-Zahnarzt“ daher als ein lustiges, unterhaltsames und sehr skurriles Gruselbuch bezeichnen.
Vom Verlag wird das Buch ab 10 Jahren empfohlen und dieser Empfehlung schließe mich an. Allerdings sind manche Szenen nichts für Weicheier. Die Kinder aber, die sich gerne gruseln, werden hier ganz auf ihre Kosten kommen!

Fazit: Mich konnte „Zombie-Zahnarzt“ hellauf begeistern! Wenn man den schwarzen Humor von David Walliams liebt wie ich, dann sollte man dieses Buch unbedingt lesen! Hier hat man viel zum Lachen, zum Gruseln und zum Mitfiebern. Durch die genialen Illustrationen von Tony Ross ist der Spaßfaktor beim Lesen sehr hoch. Mich konnte das Buch bestens unterhalten und es bekommt von mir volle 5 von 5 Sterne!


Vielen Dank an den Rowohlt Verlag, der mir dieses witzige Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat! 

Montag, 19. Juni 2017

[Rezension] Mein Lotta-Leben: Eine Natter macht die Flatter von Alice Pantermüller

1 CD
ISBN: 978-3-8337-3756-5
Gesamtspielzeit: 01:22:25
Interpreten: Interpreten: Katinka Kultscher, Hendrik Kleinschmidt, Marlon Bartel, Stephanie
Kirchberger, Robert Missler, Christine Pappert, Dagmar Dreke, Niklas Heinecke, Lisann Matusek


Klappentext: Menno! Seit unsere Klasse das Programm für die große Turnhalleneinweihung einstudiert, geht echt alles schief. Frau Kackert hat nämlich ausgelost, wer mit wem zusammen was aufführen soll - und ich hab ausgerechnet Benni erwischt! Den Rocker! Während Cheyenne mit Lämmer-Girl Liv-Grete (Verrat!) eine echt coole Hunde-Dressur-Nummer probt und Rémi auf einem Einrad fahren darf, muss ich als Clown auftreten. Mit Benni! Voll unfair! Nur gut, dass meine Blockflöte und ich bei der ganzen Sache auch noch ein Wörtchen mitzureden haben!

Quelle: Jumbo Verlag

Rezension:


Auf den 12. Band der „Mein Lotta-Leben“-Reihe hatte ich mich schon sehr gefreut! Da ich ja von den Hörbüchern so begeistert bin, habe ich mich auch hier wieder für die Hörvariante entschieden. Die Lesungen mit den verschiedenen Stimmen und den lustigen Geräuschen sind einfach wahnsinnig toll gemacht! Bisher hat mir jedes Hörbuch richtig gut gefallen und auch „Eine Natter macht die Flatter“ bietet wieder einen grandiosen Hörspaß!

An Lottas Schule soll demnächst die neue Turnhalle eingeweiht werden und für diesen Anlass studiert Frau Kackert mit Lottas Klasse ein Unterhaltunsprogramm ein. Doch leider dürfen sich die Schüler ihre Partner diesmal nicht selbst aussuchen. Frau Kackert möchte, dass sich nicht immer wieder selben Grüppchen bilden und lost daher aus, wer mit ihm zusammenarbeiten wird. Lotta erwischt ausgerechnet Benni, den Rocker. Während ihre beste Freundin Cheyenne mit dem Lämmer-Girl Liv-Grete eine coole Hunde-Dressur-Nummer einstudiert und ihr Freund Rémi das Einradfahren übt, muss Lotta sich zusammen mit Benni etwas einfallen lassen. Dieser will doch dann tatsächlich eine Clownsnummer aufführen! Das ist ja wohl voll peinlich! Noch schlimmer wird das Ganze, als Lotta mitansehen muss, dass sich Cheyenne immer mehr mit der blöden Liv-Grete anfreundet und Lotta quasi links liegen lässt. Wie gut, dass ihr Cousin Lasse am Wochenende zu Besuch kommen wird. Auf den freut sich Lotta schon sehr. Und da sie ja eine wahre Expertin darin ist, peinliche Auftritte zu meistern, wird auch diese Clownsnummer sicher ein Klacks für sie werden!

Mir hat dieses Hörbuch richtig gut gefallen! Ich kenne ja bisher nur die Hörfassungen und habe noch kein Buch der „Mein Lotta-Leben“-Reihe gelesen. Die Bücher sind bestimmt auch mehr als super, da es in diesen viele witzige Illustrationen von Daniela Kohl gibt, wie ich beim Durchblättern bereits gesehen habe. Da ich aber diese lustige Reihe durch die tollen Lesungen kennengelernt habe, bin ich diesen treu geblieben und habe bei jedem neuen Band stets den Hörspaß gewählt.
Allerdings möchte ich die Bücher auch sehr gerne noch lesen. Zum einen, um mal zu vergleichen, was mir nun besser gefällt, Hörbuch oder Buch, und zum anderen, da mich die Bücher mit den vielen schönen Zeichnungen schon sehr reizen. Die Bücher stehen auf jeden Fall auf meiner Liste, mal schauen, wann ich dazu kommen werde, die „Mein Lotta-Leben“-Reihe endlich zu lesen.

Was mir ja an den Hörbüchern so gut gefällt, sind die verschiedenen Sprecher und die vielen lustigen Geräusche. Von Hörbüchern kann man daher auch gar nicht so wirklich sprechen. Ich würde die „Mein Lotta-Leben“-Hörerlebnisse als eine Mischung aus Hörbuch und Hörspiel bezeichnen. Es wird zwar schon zum größten Teil alles aus Lottas Sicht erzählt, also gelesen, aber es ist eben keine reine Lesung, da alle anderen Charaktere von anderen Sprechern gesprochen werden und es auch viele Geräusche im Hintergrund gibt.
Das Zuhören ist hier auf jeden Fall das reinste Vergnügen! Katinka Kultscher eignet sich mit ihrer sehr jung klingenden Stimme einfach perfekt als Lotta und auch alle anderen Sprecher gefallen mir sehr gut in ihren Rollen. Besonders unterhaltsam finde ich Robert Missler als Lottas Vater oder die Stimme von Cheyenne. Deren Lachen ist einfach nur köstlich, da muss ich ja immer sofort laut mitlachen.

Im zwölften Band erwarten einen wieder lauter verrückte und witzige Einfälle. Ich frage mich ja oft, woher die Autorin Alice Pantermüller die immer her nimmt. So muss ich ja immer sehr schmunzeln, wenn Lotta ein Wort nicht ganz richtig verstanden hat und es so wiedergibt, wie sie meint, dass es richtig ist. So wird zum Beispiel aus Mecklenburg-Vorpommern Meckernburg-Vorpommern. Es gibt aber natürlich auch altbekannte Dinge in diesem Band. So hat die Blockflöte von Lotta wieder ihren großen Einsatz und meine geliebte Lehrerin Frau Kackert ist auch wieder mit von der Partie. Wenn ich ihren Namen höre, kann ich mir ja jedes Mal kaum ein Grinsen verkneifen.

Mir hat hier auch sehr gut gefallen, dass Lotta während der Gruppenarbeit mit den neuen Partnern merkt, dass sie mit ihren Vorurteilen in Bezug auf ihre Mitschüler doch sehr falsch gelegen hat. So blöde die Schüler die Idee ihrer Lehrerin mit dem Auslosen auch fanden, Erfolg hatte diese auf jeden Fall damit. Auch ist mir aufgefallen, dass Lotta mittlerweile ein bisschen anders auf Jungs reagiert als in den Bänden davor. Sie verspürt immer wieder ein seltsames Kribbeln im Bauch. Diese Neuheit finde ich richtig gut, da es ja nur logisch und realistisch ist, dass auch Lotta älter wird und sich beginnt, für Jungs zu interessieren.

Ich habe das Hörbuch an einem Nachmittag durch gehört. Da es mit gut 82 Minuten nicht allzu lang ist, lässt es sich auch gut an einem Stück hören. Die einzelnen Tracks sind auch schön kurz, sodass es kein Problem ist, zwischendurch kleine Pausen einzulegen.
Das Booklet ist auch hier wieder klasse gestaltet. Zur Übersicht wird einem auf der Rückseite angezeigt, wie lang jeder einzelne Track ist und im Innenteil befindet sich eine Auflistung aller auftretenden Charaktere sowie ein Steckbrief von Lotta. Alles ist wirklich sehr liebevoll gestaltet und gibt einem vermutlich einen kleinen Vorgeschmack auf die Innengestaltung der Bücher.


Fazit: Auch das Hörbuch des 12. Bandes dieser witzigen Reihe bietet einem ein grandioses Hörerlebnis. Man kann dieses auch sehr gut ohne die Kenntnisse aus den elf Bänden davor in vollen Zügen genießen. Ich hatte sehr viel Spaß beim Zuhören und kann dieses Hörbuch Kindern und auch Erwachsenen wärmstens empfehlen. Dieses Hörbuch ist wie Lottas Cousin Lasse: Total witzig und echt cool! Daher gibt es von mir volle 5 von 5 Sterne!



Vielen Dank an den Jumbo Verlag, der mir dieses witzige Hörbuch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!