Samstag, 10. Juni 2017

[Rezension] Ins Blaue hinein von Kristina Dunker


Klappenbroschur
ISBN: 978-3-649-66988-3
256 Seiten
Ab 12 Jahren

Klappentext:


Eigentlich hat Merle keine Lust auf Urlaub bei den Großeltern. Im Feriendorf trifft sie jedoch auf Felix, mit dem sie so herrlich den Waldsee erkunden und fantastische Geschichten erfinden kann. Auch mit Dana ist sie gern unterwegs, obwohl diese alle Jungs einschließlich Felix für »Kinder« hält. Eines Tages wird die Urlaubsstimmung am Waldsee gestört – muss Merle sich nun zwischen ihren Freunden entscheiden? Kristina Dunker beobachtet in diesem Jugendbuch mit träumerisch-sicherem Gespür die Verunsicherungen, denen Mädchen zwischen Kindheit und Teenager-Alter ausgesetzt sind. Ein feinfühliger Adoleszenzroman und eine Liebeserklärung an den Sommer!


Rezension:

Mich hatte das schöne blaue Cover sofort sehr neugierig auf das Buch gemacht. Der Klappentext klang richtig interessant und da ich bereits zwei andere Jugendbücher der Autorin kenne und mir die sehr gut gefallen haben, wollte ich ihr neues Werk „Ins Blaue hinein“ unbedingt lesen.

In dem Buch geht es um die 12-jährige Merle, die ihren Sommer bei ihren Großeltern verbringen soll, worauf sie zuerst so gar keine Lust hat. Zumal es noch nicht einmal ihre richtigen Großeltern sind, sondern nur die Eltern ihres Stiefvaters. Dann aber trifft sie auf den Jungen Felix, den sie mit seiner lieben und quirligen Art sofort fest ins Herz schließt. Mit ihm zusammen geht sie im See schwimmen, unternimmt Erkundungstouren in der Umgebung und erfindet fantasievolle Geschichten. Es könnte ein herrlicher Urlaub sein, doch leider wird der schöne idyllische Frieden am Waldsee gestört…

Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Besonders toll fand ich die schönen Beschreibungen. Der Autorin gelingt es wunderbar, Orte, Dinge und Personen so liebevoll und detailreich zu beschreiben, dass man sich von allem ein ganz genaues Bild machen kann und man beim Lesen richtiggehend das Gefühl hat, live dabei zu sein. Die Atmosphäre in dem Buch ist klasse! Man kann richtig gut in die Geschichte eintauchen und alles um sich herum vergessen.

Das Buch versprüht ein tolles Sommer- und Urlaubsfeeling und macht gute Laune. Allerdings werden auch ernste Themen angesprochen und das Buch besitzt durchaus Tiefgang. Die Mischung ist einfach perfekt und durch den locker-leichten Schreibstil kann man das Buch wunderbar genießen. Ich habe es in nur einem Tag durchgelesen; für mich war der Lesespaß also leider sehr schnell wieder vorbei gewesen.

Die Charaktere konnten bei mir alle punkten. Die Protagonistin Merle war mir mit ihrer offenen und netten Art auf Anhieb sympathisch und sehr ans Herz gewachsen ist mir ja Felix. Die beiden zusammen sind einfach nur niedlich. Sie verlieben sich während dieses Sommers ineinander und diese erste Liebe wird sehr gefühlvoll, realistisch und goldig beschrieben. Ich habe über die beiden ja sehr schmunzeln müssen. Beim Lesen kamen immer wieder Erinnerungen an mein erstes Mal Verliebtsein in mir hoch und ich habe mich noch einmal wieder richtig jung gefühlt.
Auch die Großeltern haben mir sehr gut gefallen. Besonders den Großvater mit seinen spannenden Geschichten über den Wels im Waldsee fand ich klasse.
Das Buch beinhaltet Themen wie Freundschaft, Urlaubsliebe, Pubertät und Streit in der Familie und unter Gleichaltrigen. All dieses Dinge hat die Autorin zu einem tollen Jugendbuch verarbeitet, welches durchgehend spannend ist und durch seinen träumerischen und poetischen Erzählstil auch sehr zum Nachdenken anregt. Mich hat das Buch bestens unterhalten und mir richtig Laune auf den Sommer und Badeurlaub gemacht.


Fazit: Ein wunderschönes und sehr warmherziges Buch, welches richtig Gute-Sommer-Laune macht. Für Kinder ab 12 Jahren ist es sehr zu empfehlen, aber auch deutlich älteren Lesern kann ich „Ins Blaue hinein“ sehr ans Herz legen. Dieses Buch ist für Jung und Alt eine große Leseempfehlung und erhält von mir 5 von 5 Sterne!

Mittwoch, 7. Juni 2017

[Rezension] Legendtopia - Im Bann der Zauberin von Lee Bacon

Gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3-7373-4060-1
288 Seiten
Ab 10 Jahren

Klappentext:

Als Kara einen Klassenausflug in das kitschige Märchenrestaurant ›Legendtopia‹ macht, stolpert sie zufällig durch einen kaputten Kühlschrank in die Märchenwelt. Dort lauern Drachen, Monster und eine böse Zauberin. Doch zum Glück begegnet sie dort auch dem abenteuerdurstigen Prinz Fred. Er weiß, wie man mit Zauberwesen umgehen muss, aber von der geheimnisvollen Welt der Menschen mit ihrer sogenannten »Technik« hat er keine Ahnung. Neugierig folgt er Kara durch eine magische Tür in dieses Land namens »Erde«. Doch die böse Zauberin ist ihnen auf den Fersen und bevor das Portal sich schließt, schlüpft sie hindurch …
Dunkle Magie dringt in die Welt der Menschen. Ein düsteres Zeitalter bricht an. Das Schicksal zweier Welten liegt in den Händen von Kara und Fred.
Ein lustiges Fantasyabenteuer in zwei Bänden voller Action, Humor und Magie!


Quelle: Fischerverlage



Rezension:


Mich hatte das Cover dieses Buches sofort angesprochen. Es wirkt geheimnisvoll und verspricht ein tolles und spannendes Fantasyabenteuer. Nur leider wurden meine Erwartungen etwas enttäuscht und ich hatte nicht so viel Spaß beim Lesen wie von mir erhofft.

Anders als ihre beste Freundin kann die 12-jährige Kara nicht viel etwas mit Fantasy und Märchen anfangen. Daher hält sich ihre Begeisterung sehr in Grenzen, als ihre Klasse einen Ausflug in das kitschige Märchenrestaurant „Legendtopia“ unternimmt. Auch die Freude ihrer Mitschüler sinkt rapide, als klar wird, dass das Restaurant total schlecht und billig in seiner gesamten Aufmachung ist. Doch für Kara wird dieser erst sehr langweilige Restaurantbesuch sehr schnell zu einem spannenden und aufregenden Abenteuer: eine Kellnerin verfängt sich aus versehen in ihrer Kette, reißt diese ab und schleppt sie, von der Kellnerin völlig unbemerkt, mit in die Küche. Kara muss ihre Kette unbedingt wiederhaben und schleicht sich in die Küche. Dort stolpert sie zufällig durch einen kaputten Kühlschrank und landet in einer Märchenwelt. In dieser wird sie von Drachen, Monstern und einer sehr bösen Zauberin empfangen. Letztere hat schon länger den Plan gefasst, in die unbekannte Welt, die sogenannte „Örde“ zu gelangen. Doch zum Glück trifft Kara auch auf den Prinzen Fred, den zwar etwas verhätschelt, aber auch sehr mutig ist. Die böse Zauberin und der Prinz gelangen zusammen mit Kara zurück nach „Legendtopia“. Und dort sorgen sie für jede Menge Chaos. Doch nicht nur dort, denn durch die böse Zauberin ist auch dunkle Magie auf unsere Erde gelangt. Ob es Kara und Fred gelingen wird, unsere Erde zu retten?

Eigentlich klingt das Buch total klasse! Am Anfang habe ich auch noch gedacht, dass mir der erste Band der „Legendtopia“-Reihe sehr gut gefallen wird. Der Schreibstil gefiel mir auf Anhieb, er ist flüssig und liest sich sehr angenehm. Auch die Schrift ist schön groß und die Kapitel recht kurz, sodass man mit dem Lesen sehr schnell und gut vorankommt.

Ich hatte aber leider so meine Schwierigkeiten mit der Protagonistin. Kara ist zwar ein sympathisches Mädchen, nur konnte ich ihre sarkastische Art nicht leiden. Für ihre zwölf Jahre war sie mir einfach stellenweise zu taff. Über Prinz Fred dagegen habe ich mich sehr amüsiert. Seine humorvolle Art hat mir gut gefallen. Besonders toll finde ich, wie gut es dem Autor gelungen ist, Freds Sicht auf die Dinge aus unserer Welt darzustellen. Denn da Fred aus einer Märchenwelt kommt, kennt er so etwas wie Mobiltelefone oder Autos natürlich nicht. Seine Eindrücke und auch die Wörter ( z. B. „Mogel-Sohn“ statt Mobiltelefon) mit denen Fred diese ihm fremden Dinge beschreibt, sind sehr gut und auch realistisch gewählt.
Ein weiterer Punkt, der mir gut gefallen hat, ist, dass viele schöne Fabel- und Märchenwesen in der Geschichte auftauchten wie Einhörner, Drachen und sogar Menschenfresser.

Nur leider gibt es in dem Buch eben auch so einiges, was mir nicht gefallen hat. Die fehlende Sympathie zur Protagonistin hatte ich ja bereits erwähnt. Hinzu kommt dann noch, dass mir das Buch einfach zu reich an Action war. Ich habe vieles als zu schnell und temporeich empfunden. Beim Lesen fühlte ich mich fast schon an einen Actionfilm erinnert, welche ja nicht so ganz mein Fall sind. Vielleicht gefällt mir das Buch auch deswegen nicht so gut.
Da das Buch ab 10 Jahren empfohlen wird, habe ich mit einer etwas anderen und vor allem einer etwas ruhigeren Story gerechnet. Ich würde das Buch auch eher ab 12 Jahren empfehlen, da ich manche Wörter dann doch als etwas zu schwierig für Zehnjährige halte und auch die rasante Action eher für etwas ältere und geübtere Leser zu empfehlen ist.

Prinz Fred mochte ich ja vom ersten Moment an, nur hat mich seine altmodische Art zu sprechen dann doch manchmal etwas genervt. Diese kam mir manchmal einfach zu gewollt witzig vor, dass ich sie schon fast wieder als nicht so wirklich lustig empfunden habe.

Ich denke, dass das Buch einfach nicht so ganz mein Fall ist. Für Kinder ab 12 Jahren, die Action, Abenteuer und Fantasy mögen ist es bestimmt eine super Buch. Ich muss gestehen, dass ich nicht so der große Fantasy-Fan bin und auch nur ab und an Bücher aus diesem Genre lese. Cover und Klappentext von „Legendtopia“ hatten mich einfach sehr neugierig auf das Buch gemacht, sodass ich es gerne lesen wollte. Schade, dass es meine Erwartungen nicht so wirklich erfüllt hat.

Langweilig war das Buch auf jeden Fall an keiner Stelle und ich hatte es auch sehr schnell zu Ende gelesen. Für Leser, die ansonsten etwas lesefaul sind, ist diese packende und temporeiche Story bestimmt super, da so die Lust am Lesen nicht verfliegt. Auch denke ich, dass der Humor wohl eher jüngeres Publikum ansprechen wird, meinen Geschmack hat er leider nicht so ganz getroffen.
Trotz des kleinen Cliffhangers am Schluss, der Lust auf Band zwei macht, werde ich die Reihe vermutlich nicht weiterlesen.


Fazit: Für Kinder ab 12 Jahren, die Fantasy, Action und Abenteuer mögen, ist das Buch sehr zu empfehlen. Langweilig ist das Buch an keiner Stelle und der Cliffhanger am Ende erweckt in einem Neugier auf Band zwei. Mein Fall war das Buch leider nicht, ich hatte leider nicht so viel Lesespaß wie erhofft. Da mir aber einige Dinge gut gefallen haben, bekommt das Buch 3 von 5 Sterne von mir!




Montag, 5. Juni 2017

[Rezension] Die verflixten Fletcher Boys machen Ferien von Dana Alison Levy

Ab 10 Jahren
Gebundenes Buch, Pappband
ISBN: 978-3-570-16402-0
Erschienen: 22.05.2017

Klappentext:

Die vier Fletcher-Boys und ihre zwei Väter freuen sich auf Rock Island, wo die Zeit stehen geblieben ist. Wie jedes Jahr warten dort herrliche vier Wochen auf sie: mit den Fahrrädern durch die Dünen düsen, Krabben jagen, Wellen reiten ... Allerdings sorgen diesmal ein sehr kippeliges Kajak, eine Videokamera, eine neue Eisdiele, eine (vielleicht) schwimmende Katze und nervige Ferien-Nachbarskinder gehörig für Aufregung. Und dann der Schock: Der Leuchtturm, ihr geliebter Abenteuerspielplatz, soll abgerissen werden?! Als die Jungs versuchen herauszufinden, wer und was eigentlich dahintersteckt, kommen sie einem Geheimnis auf die Spur, das sie einen ganzen Sommer lang in Atem hält.




Quelle: cbt Verlag


Rezension:



Letztes Jahr hatte ich mit jeder Menge Spaß den ersten Band der Fletcher Boys gelesen und als ich gesehen hatte, dass es dieses Jahr eine zweiten Teil geben wird, hatte ich diesen sogleich auf meine Wunschliste gesetzt und mich schon sehr auf ein weiteres lustiges Abenteuer mit den vier verflixten Fletcher Boys und deren zwei Vätern gefreut!


Die Sommerferien haben begonnen und es steht der traditionelle Urlaub auf Rock Island an. Herrliche vier Wochen lang können die Fletcher Jungen am Strand rumtoben, im Meer baden, Fahrradtouren unternehmen und einfach Dinge tun, die riesengroßen Spaß machen. Doch leider wird dieser Urlaub auf ihrer geliebten Insel ganz anders als normalerweise: anfangs sehr nervige Nachbarskinder vermiesen ihnen das Spielen am Strand und, das wohl Allerschlimmste: der Leuchtturm, der von den vier Jungen immer gerne als Spielplatz genutzt wird, ist gesperrt und soll sogar abgerissen werden! Angeblich soll er baufällig sein. Die vier Jungen können das aber nicht glauben und beginnen für ihren Leuchtturm erbittert zu kämpfen. Dabei kommen sie einem großen Geheimnis auf die Spur. Ein aufregender und turbulenter Sommer steht den vier Fletcher Jungen bevor!

Obwohl es bei mir nun ein Jahr her gewesen ist, dass ich den ersten Band gelesen habe, hatte ich keinerlei Schwierigkeiten wieder in die Welt der Familie Fletcher hineinzufinden. Ich rate aber, den ersten Band vor diesem hier zu lesen, da in Band zwei nicht allzu viel erklärt wird und es daher zu Verständnisproblemen kommen kann.
Wer es noch nicht weiß: die Fletchers sind eine ganz besondere Familie! Sie besteht aus zwei Vätern und vier Jungen, Sam, Jax, Eli und Frog, die alle adoptiert worden sind und die aus den verschiedensten Kulturen kommen. Das sieht man ja auch schon auf dem schönen farbenfrohen Cover, auf dem die vier Fletcher Jungen abgebildet sind. Auf die Kulturen wird sehr stark im ersten Band eingegangen; hier, im zweiten Abenteuer, so gut wie gar nicht, was ich etwas schade gefunden habe. In diesem Buch geht es mehr um den Sommerurlaub der Familie, der eben so ganz anders wird als er es sonst immer ist. Es geht um Veränderungen und wie die Familie damit klarkommt.
Denn die Jungen können nicht wie sonst im Leuchtturm spielen und auch am Strand haben sie nicht ihre gewohnte Ruhe. Denn dieses Jahr haben die Fletchers Nachbarn. Dazu zählen auch zwei Kinder, wovon die Jungen zuerst nicht sehr begeistert sind. Aber im Verlaufe der Ferien stellen sich die beiden als doch gar nicht so übel heraus und helfen den Jungen auch dabei, das Geheimnis rund um den Leuchtturm zu lüften.

Wie schon in Band eins geht es bei Familie Fletcher wieder turbulent und chaotisch zu. Darüber habe ich mich wieder köstlich amüsiert. Besonders den kleinen sechsjährigen Frog finde ich super niedlich. Er ist eindeutig mein Lieblings Fletcher Junge. Aber auch Sam, Jax und Eli sind klasse. Und auch die beiden Väter, die immer nur Papa und Dad genannt werden, sind sehr sympathisch. Ich mag die Fletchers total gerne und finde die Idee einer so kunterbunten Patchworkfamilie wirklich toll. Allerdings wird das Thema Familie wirklich mehr im ersten Band angesprochen, im zweiten Band wird dieses Wissen fast schon vorausgesetzt. Mir haben die vielen netten Erzählungen ja schon etwas gefehlt, da ich gerade diese im ersten Band so schön gefunden habe.

Mir hat das zweite Abenteuer der Fletcher Boys aber dennoch sehr gut gefallen! Es ist ein tolles Sommerbuch, das witzig, spannend und liebenswert ist. Erneut wird deutlich, wie wichtig Familienzusammenhalt ist und dass nicht immer alles nach Plan verlaufen kann.
In einem lockeren und leichten Schreibstil begleiten wir die vier Jungen durch ihren Sommer auf Rock Island. Das Buch liest sich wirklich super, ich habe das Buch mit seinen gut 270 in innerhalb von zwei Tagen durchgelesen. Sommerfeeling kommt hier auf jeden Fall auf und durch das Geheimnis um den Leuchtturm ist auch eine nette Krimigeschichte dabei.

Besonders gut gefallen hat mir, dass die Autorin auf das Thema Veränderung eingeht. Etwas, womit wohl viele nicht so gut umgehen können. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, wie es so schön heißt. Wenn Vertrautes und Altbekanntes plötzlich anders ist, lässt einen dies zuerst unsicher und auch traurig werden. Nur ist ein Leben ohne Veränderungen eben leider nicht möglich. Dieser Punkt wird hier wirklich sehr schön und auch realistisch in die Geschichte eingebaut.
Doch die Fletcher Familie hält in allen Situationen immer prima zusammen; ich habe diese liebenswerte Familie ja schon längst fest in mein Herz geschlossen.

Das Buch ist für Jungen und Mädchen gleich gut geeignet. Obwohl wir hier nur männliche Protagonisten haben, kann ich auch Mädchen die „Fletcher Boys“- Serie sehr ans Herz legen. Empfohlen wird diese ab 10 Jahren und dieser Altersempfehlung schließe ich mich an.


Fazit: Witzig, chaotisch und total liebenswert! Dieses Buch zeigt, dass man zusammen mit der Familie jede noch so große Hürde meistern kann. Eine wirklich schöne Fortsetzung, die einen schmunzeln, lachen und mitfiebern lässt. Zudem verströmt das Buch ein tolles Urlaubsfeeling! Von mir „Die verflixten Fletcher Boys machen Ferien“ 4 von 5 Sterne!



Sonntag, 4. Juni 2017

[Rezension] Gloria Glühwürmchen - Bezaubernde Gutenachtgeschichten (Band 1) von Kirsten Vogel und Susanne Weber

Hörbuch CD
Inszenierte Lesung mit Musik 
Laufzeit: 2h, 8
ISBN: 978-3-8371-3768-2
Ab 4 Jahren
Erschienen: 16.01.2017

Klappentext:

Tief im Wald wohnt das kleine, aufgeweckte Glühwürmchen Gloria zusammen mit ihren Freunden und ihrer Familie. Gloria zeichnet sich vor allem durch ihre Hilfsbereitschaft aus, besonders ihre Leuchtkraft setzt sie gerne dazu ein, um anderen unter die Arme zu greifen. So weist sie beispielsweise einem verirrten Tier den Weg zurück nach Hause, hilft einer Kindergartengruppe bei der nächtlichen Schatzsuche, springt als Taschenlampe oder Nachtlicht ein und nimmt so die Angst im Dunkeln.

Vielstimmig gelesen und gesungen von Sabine Bohlmann

Quelle: cbj Verlag




Rezension:



Auf Gloria Glühwürmchen bin ich im Buchladen durch das Buch aufmerksam geworden. Dort habe ich es ein wenig durchgeblättert, habe es mir aber nach kurzem Überlegen doch nicht gekauft. Dann habe ich entdeckt, dass es zu dem Buch auch ein schönes Hörbuch gibt, welches von Sabine Bohlmann vorgelesen wird und in dem auch viel Musik und Geräusche dabei sein sollen. Nun war meine Neugier geweckt und ich wollte Gloria Glühwürmchen nun doch unbedingt kennenlernen!

Gloria Glühwürmchen ist ein süßes kleines Glühwürmchenmädchen und lebt zusammen mit ihrem Bruder Gustav und ihren Eltern im Glitzerwald. Tagsüber schlafen sie in ihrer Linde. Erst wenn es abends zu dämmern beginnt, erwachen die Glühwürmchen und werden munter. Einmal in der Woche gehen alle Glühwürmchenkinder zur Schule, wo sie lernen, in verschiedenen Farben zu glühen. Das kann Gloria schon sehr gut, nur beherrscht sie dafür eine andere Sache leider nicht: das Fliegen! Denn leider können Glühwürmchenmädchen nicht fliegen, nur die Jungen können das. Doch dann zeigt sich, dass Gloria ein ganz besonderes Glühwürmchen ist: denn obwohl sie ein Mädchen ist, gelingt es ihr, das Fliegen zu erlernen! Von dem Moment an fliegt Gloria zusammen mit ihrer Freundin Lilly Belle, der Libelle, jede Nacht durch den Glitzerwald und erlebt ein schönes Abenteuer nach dem anderen.

Ich habe mir das Hörbuch alleine angehört, da ich noch keine Kinder habe. Für Kinder ist „Gloria Glühwürmchen“ wirklich sehr zu empfehlen, aber auch ich, als Erwachsene, hatte jede Menge Spaß beim Zuhören. Ich denke, dass „Gloria Glühwürmchen“ für jedes Alter perfekt ist. Da es sich hier um zehn Gute-Nacht-Geschichten handelt, bietet es sich wunderbar an, das Hörbuch zum Einschlafen zu hören. Die Abenteuer, die Gloria und mit ihrer Freundin Lilly Bille erlebt, sind natürlich auch nicht zu spannend und aufregend, sondern einfach nur super niedlich und haben eine tolle beruhigende Wirkung. Da die Geschichten sehr leicht zu verstehen sind, können auch ganz junge Zuhörer dem Hörbuch sicher problemlos folgen. Vom Verlag wird es für Kinder ab 4 Jahren empfohlen und dieser Empfehlung schließe ich mich gerne an. Obwohl das Cover wohl eher junge Mädchen ansprechen wird, kann ich auch Jungen diese süßen Gute-Nacht-Geschichten sehr ans Herz legen. Und auch für deutlich ältere Kinder oder auch Erwachsene ist „Gloria Glühwürmchen“ das perfekte Einschlafmittel! Nach einem stressigen Tag in der Schule oder auf der Arbeit kann man mit diesen bezaubernden Geschichten abends im Bett wunderbar zur Ruhe kommen und in den Schlaf finden. Zumindest ich konnte beim Lauschen von Glorias Abenteuern traumhaft gut einschlafen.

Das Hörbuch hat insgesamt eine Spieldauer von gut 2 Stunden. Diese wurde auf zwei CDs aufgeteilt. So hat eine einzelne CD mit gut einer Stunde eine optimale Länge, wie ich finde.
Gloria erzählt in diesen zwei Stunden zehn wunderschöne Gute-Nacht-Geschichten. Diese gehen maximal 10 Minuten, man kann also sehr gut zwischendurch unterbrechen und findet beim nächsten Einstieg wieder problemlos in Glorias Welt hinein.

Vorgelesen wird dieser tolle Hörspaß von Sabine Bohlmann. Als Sprecherin ist sie hier wirklich genau die richtige Besetzung. Manche werden ihre Stimme vielleicht als etwas nervig oder zu quietschig empfinden. Ich aber kenne ihre Stimme nur zu gut und empfinde sie keineswegs als gewöhnungsbedürftig oder anstrengend. Als großer Simpsons Fan habe ich den Klang ihrer Stimme sehr gut im Ohr. Schließlich spricht sie dort, als Lisa Simpsons, eine der Hauptrollen! Ich wusste natürlich schon vor Beginn mit dem Hören des Hörbuchs, dass Sabine Bohlmann die deutsche Stimme von Lisa Simpsons ist, aber spätestens nach den ersten Sätzen wäre es mir hier aufgefallen. Ihre Stimme ist wirklich unverkennbar! Und auch hier zeigt sie, was für ein Talent sie besitzt. Mit ihrer super jung klingenden Stimme nimmt man ihr die Rolle des kleinen Glühwürmchenmädchen total ab und könnte wirklich denken, dass ein junges Mädchen hier spricht. Es macht einfach irre viel Spaß mit dem Klang ihrer Stimme Gloria Glühwürmchens Abenteuer zu erleben. Dazu gibt es auch viele tolle Geräusche und auch Musik, die das Hörvergnügen noch einmal um einiges steigern.

Die Musik hat mir ja besonders gut gefallen. Schon ganz am Anfang geht es mit dem Titellied los, welches von Sabine Bohlmann als Gloria Glühwürmchen gesungen wird. Ich warne vor: dieses Lied ist der totale Ohrwurm und setzt sich auch sehr lange im Ohr fest! Da das Lied auch nach jeder einzelnen Geschichte immer wieder kurz gespielt wird, hat das Lied also auch eine sehr gute Chance, sich im Ohr einzunisten. Da das Lied aber sehr witzig und niedlich ist, finde ich das gar nicht schlimm. Bei Kindern wird es ganz bestimmt ein großer Hit sein! Im Booklet findet man sogar auch den Liedtext, wenn man das Lied gerne auswendig lernen möchte. Da es aber sehr einfach und eingängig ist, müssen vermutlich die wenigsten zum Text greifen.
Ein nettes kleines weiteres Extra sind dann noch zwei Gloria-Sticker, die im Dunklen leuchten. Eine wirklich tolle Idee, die dieses Hörbuch in seiner kompletten Aufmachung nur noch großartiger macht.

Ich bin ja wirklich restlos begeistert von „Gloria Glühwürmchen“. Die Geschichten gefallen mir alle sehr, besonders die Werte, die sie vermitteln, wie Freundschaft, Selbstbewusstsein und Hilfsbereitschaft. Und auch die vielen lustigen und fantasievollen Einfälle haben mich schmunzeln lassen. Da Glühwürmchen erst abends aufstehen und ihr Tag also die Nacht ist, nehmen Gloria und ihre Familie kein Frühstück, sondern ein „Spätstück“ zu sich. Auch feiern Glühwürmchen keinen Geburtstag, sondern den Tag, an dem sie das erste Mal richtig geglüht haben, also ihren sogenannten „Glühtag“. Mir haben diese kreativen Ideen sehr gefallen und dies waren auch nur zwei Beispiele von vielen weiteren lustigen Dingen aus der Glühwürmchen-Welt.

Hier wird einem wirklich ein tolles Hörerlebnis geboten! Bei mir wird Gloria Glühwürmchen ganz sicher noch so einige Zeit im CD-Player laufen und mich abends in den Schlaf begleiten.


Fazit: Traumhaft schön und absolut bezaubernd. Besonders für Jungen und Mädchen ab 4 Jahren sehr zu empfehlen! Hier stimmt einfach alles: super niedliches Cover, herzallerliebste Geschichten und eine grandiose Sprecherin, mit der dieser Hörspaß die reinste Freude ist. Dazu dieses tolle Ohrwurmlied, welches einem nicht mehr aus dem Kopf geht. Von mir erhält Gloria Glühwürmchen – Bezaubernde Gutenachtgeschichten“ volle 5 von 5 Sterne!



 Vielen Dank an das Bloggerportal und cbj audio, die mir dieses schöne Hörbuch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben!

[Rezension] Summer Girls 2: Emmy und die perfekte Welle von Martina Sahler und Heiko Wolz

Gebundene Ausgabe
240 Seiten
ISBN: 978-3-551-65166-2
Ab 12 Jahren

Klappentext:


In diesem Inselsommer wird ein Traum wahr für das Summer Girl Emmy: Sie bekommt eine Schreibstube im alten Leuchtturm! Dort arbeitet sie an ihrer ersten eigenen Geschichte, mit der sie an einem Wettbewerb teilnehmen will. Das Motto lautet: „Ferienliebe“.
Doch wie soll sie über die erste Liebe schreiben, wenn sie selbst noch nie einen Freund hatte, von ihrem guten Kumpel Daniel mal abgesehen? Emmy lässt sich von der Magie des Schreibens mitreißen und staunt, wie viel von ihr selbst in die Geschichte fließt. Ein Sturm zieht auf. Nicht nur an der Küste vor dem Leuchtturm, sondern vor allem in ihrem echten Leben. Und er wirbelt alles durcheinander, woran die bücherverliebte Emmy bis dahin geglaubt hat.

Quelle: Carlsen Verlag



Rezension:


Nach dem tollen ersten Band der „Summer Girls“-Reihe habe ich mich schon sehr auf die Fortsetzung gefreut. Wie schon beim ersten Band ist auch beim zweiten Teil das Cover wundervoll farbenfroh und sieht richtig klasse aus! Es weckt in einem sofort die Lust auf Sonne, Strand und Meer und verströmt ein super Sommerfeeling!

Für das Summer Girl Emmy wird dieser Inselsommer ein ganz besonderer: in einem alten Leuchtturm bekommt sie ein Zimmer, in dem sie ganz in Ruhe schreiben kann. Emmy möchte nämlich mit einer Kurzgeschichte unter dem Motto Ferienliebe an einem Schreibwettbewerb teilnehmen. Der Einsendeschluss ist schon in gut einer Woche, die Zeit drängt also. Das Schreibzimmer im Leuchtturm kommt daher wie gerufen, denn dort kann sich Emmy ganz in Ruhe auf ihre Geschichte konzentrieren. Doch wie soll man eine gute Liebesgeschichte schreiben, wenn man selbst noch nie richtig verliebt gewesen ist? Hinzu kommt, dass Emmy gerade sehr viel um die Ohren hat. Dazu zählt auch der Streit mit ihrem Kumpelfreund Daniel, der von der schönen Zoe sehr angetan zu sein scheint. Zoe macht auf der Insel Ferien und Emmy kann sie überhaupt nicht leiden. Ob sie vielleicht eifersüchtig ist? Aber Daniel ist doch nur ein Freund, der schon fast so etwas wie ein Bruder für sie ist. In ihn kann sie sich doch nicht verliebt haben, oder? In Emmy herrscht das totale Gefühlschaos. Wie gut, dass sie drei weitere Summer Girls an ihrer Seite hat, die mit ihr durch dick und dünn gehen…

Im zweiten Band dieser schönen Mädchenbuchreihe lernen wir nun also ein anderes Summer Girl besser kennen. Im ersten Band war ja Mathilda die Protagonistin, hier ist es nun also Emmy. Anhand der Leseprobe hinten im Buch erfährt man auch, dass in Band drei Merit an der Reihe ist mit dem Erzählen. Auf den bin ich ja schon sehr gespannt.

Emmy war mir ja sofort sehr sympathisch. Dadurch, dass sie genauso bücherbegeistert ist wie ich und auch gerne schreibt, konnte ich mich wunderbar mit ihr identifizieren und dass, obwohl ich einige Jährchen älter bin als sie. Mädchen ab 12 Jahren werden sicher hellauf begeistert von diesem Buch sein, aber auch so manche Erwachsene, wie ich, werden ganz bestimmt ihre Freude beim Lesen haben und sich wieder wunderbar jung fühlen.

Der Schreibstil ist einfach nur toll! Leicht, locker, flüssig und herrlich jugendlich erfrischend. Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen. Da das Buch mit gut 240 Seiten auch relativ dünn ist, war für mich das Buch leider wieder viel zu schnell vorbei.

Besonders gut gefallen hat mir, wie alles beschrieben wurde. Man kann sich die Insel bildlich vorstellen und hat beim Lesen richtiggehend das Gefühl, selbst im warmen Sand am Strand zu sitzen, die Wellen rauschen zu hören und die salzige Meeresluft zu riechen. Das Buch verströmt einfach richtig gute Sommerlaune und ist für diese schöne warme Jahreszeit die perfekte Lektüre! Mir hat es ja ganz besonders der Leuchtturm angetan! Ich liebe Leuchttürme und hier im Buch wird dieser wunderschön beschrieben.

Neben den tollen Beschreibungen haben mir auch die Charaktere wieder sehr gut gefallen. Zumindest die meisten. Die große Schwester von Emmy, Valerie, konnte ich ja schon im ersten Band überhaupt nicht leiden und leider hat sie sich im zweiten Band nicht groß verändert. Aber irgendwie braucht doch auch jedes Buch einen unsympathischen Charakter, finde ich, da kann man die fiese Valerie also noch gut verschmerzen. Emmy leidet zwar öfters unter den Sticheleien ihrer Schwester, aber sie hat ja zum Glück drei sehr gute Freundinnen. Zu viert sind die Mädchen die Summer Girls. Die Freundschaft der vier Mädchen finde ich echt klasse! Sie können über alles reden, helfen sich gegenseitig und machen sich Mut. Und hat ein Summer Girl mal Kummer, so wird sofort ein Treffen einberufen und Trost gespendet. Von so einer schönen Mädels-Clique träumen wohl die meisten jungen Mädchen.

Neben der Freundschaft geht es in dem Buch natürlich auch um die Liebe. Bisher hat Emmy eigentlich nur für ihre Bücher geschwärmt und hat sich mit Jungen noch gar nicht so wirklich groß beschäftigt. Erst als ihr guter Freund Daniel immer mehr Zeit mit der nervigen Zoe verbringt, erwachen in Emmy ganz neue Gefühle. Diese wirken sehr authentisch und nachvollziehbar. Auch, wie sich die Liebesgeschichte zwischen Emmy und Daniel entwickelt, wird sehr realistisch und zuckersüß beschrieben. Der zweite Band der Summer Girls ist wirklich sehr emotional und bewegend und durch den netten Humor lädt es einem zudem auch sehr zum schmunzeln ein. Obwohl ich das Buch nicht wirklich als spannend sondern eher ruhig bezeichnen würde, plätschert die Geschichte keineswegs einfach nur so vor sich hin. Im Gegenteil, man fiebert richtig mit und fragt sich, ob Emmy alles, was sie gerade zu bewältigen hat, auch wirklich gewuppt kriegt. Und natürlich möchte man auch unbedingt erfahren, wie sich die Beziehung zwischen ihr und Daniel entwickeln wird, Langeweile tritt also auf jeden Fall an keiner Stelle auf.

Das Buch zeigt nur zu gut, wie wichtig und schön Freundschaft ist. Und Emmy sollten sich viele Mädchen zum Vorbild nehmen: sie ist selbstbewusst, setzt sich klare Ziele und ist sich in einem ganz sicher: sie wird sich anderen zuliebe niemals verstellen. Wenn man mit ihr befreundet sein möchte, muss man sie so nehmen wie sie nun einmal ist. Wirklich eine super Message, die ich gerade für ein Mädchenbuch dieser Altersklasse für sehr wichtig und sinnvoll halte!

Mich hat das Buch bestens unterhalten! Mir persönlich hat der zweite Teil auch besser gefallen als Band eins. Vielleicht, weil es hier auch sehr viel um das Thema Bücher geht. Emmy ist eine große Buchliebhaberin, hat einen eigenen Video-Blog, auf dem sie Bücher empfiehlt, dann startet sie diesen Sommer damit, einen Bücherschrank im Leuchtturm einzurichten und organisiert sogar einen Bücherflohmarkt auf dem Bossenhof. Aber nicht nur das viele Gerede über Bücher, auch alles andere in dem Buch hat mir sehr gut gefallen, wie zum Beispiel die tollen Dialoge, die die Handlung richtig lebendig machen.
Ich rate übrigens, Band eins zu kennen, ehe man mit dem zweiten Band beginnt. Zwingend notwendig ist es vielleicht nicht, aber besser wäre es meiner Meinung nach schon.

Fazit: Einfach nur toll! Dieses Buch verströmt ein super Sommerfeeling und hat mir herrliche Lesestunden beschert. Für Mädchen ab 12 Jahren ist das Buch sehr empfehlen, aber auch Erwachsenen kann ich die „Summer Girls“-Reihe sehr ans Herz legen. Man fühlt sich beim Lesen einfach wieder wunderbar jung! Wirklich eine klasse Fortsetzung, die große Lust auf Band drei macht!
Von mir erhält „Summer Girls 2: Emmy und die perfekte Welle“ von Martina Sahler und Heiko Wolz volle 5 von 5 Sterne!