Donnerstag, 1. Juni 2017

[Rezension] Luna und der Katzenbär gehen in den Kindergarten (Band 4) von Udo Weigelt

Ab 5 Jahren
Gebundenes Buch, Pappband
Mit Illustrationen von Joelle Tourlonias
ISBN: 978-3-570-17371-8
Erschienen: 22.05.2017

Klappentext:


Luna ist ganz aufgeregt – ihr erster Tag im Kindergarten! Schnell lernt sie neue Freunde kennen, mit denen sich auch gut zusammen spielen lässt. Karlo gefällt das gar nicht. Als er dann auch noch beim Mama-Papa-Kind-Spiel mitmachen muss, beschließt er, Luna von nun an lieber alleine in den Kindergarten gehen zu lassen. Doch da verabredet sich Luna mit Carola – bei ihm Zuhause!

Quelle: cbj Verlag




Rezension:



Ich bin wegen den niedlichen und wirklich schönen Buchcovern auf diese Reihe aufmerksam geworden. Von den Illustrationen von Joelle Tourlonias bin ich schon länger ein großer Fan. Die „Luna und der Katzenbär“-Reihe war daher ein absolutes Muss für mich. Die ersten drei Bände habe ich mir alle auf einen Schlag gekauft und diese dann innerhalb eines Tages durchgelesen. Ich bin von der Reihe hellauf begeistert und habe ich mich schon sehr auf den vierten Band gefreut!


In diesem geht Luna das erste Mal in den neuen Kindergarten. Sie ist schon ganz aufgeregt und voller Vorfreude auf ihren ersten Tag dort. Ihr Katzenbär Karlo dagegen ist alles andere als begeistert. Wer soll denn mit ihm spielen, wenn Luna weg ist? Und wird sie überhaupt noch mit ihm spielen wollen, sobald sie im Kindergarten neue Freunde gefunden hat? Luna versucht ihren Katzenbär zu besänftigen und nimmt ihn dann sogar, getarnt als Kuscheltier, mit in den Kindergarten. Dort schließt Luna auch sehr schnell Freundschaft mit dem Mädchen Carola. Das gefällt Karlo gar nicht. Auch das gemeinsame Mutter-Vater-Kind-Spielen begeistert ihn nicht. Er beschließt daher, Luna nicht mehr zu begleiten und daheim zu bleiben. Doch dann verabredet Luna sich mit Carola bei sich zu Hause. Und Carolas Teddybär soll auch mitkommen…

Auch der vierte Band dieser liebenswerten Reihe ist wieder super gut gelungen und hat mir riesengroße Freude beim Lesen bereitet. Leider war das Lesevergnügen für mich wieder recht schnell vorbei, da das Buch nur gut 60 Seiten besitzt und es sehr viele ganzseitige Illustrationen hat. Da es sich hier aber um ein Vorlesebuch für Kinder ab 5 Jahren handelt, ist diese Länge natürlich perfekt!
Zum Vorlesen bietet sich das Buch wirklich wunderbar an. Der Text auf den jeweiligen Seiten ist immer recht kurz und zudem sehr einfach und kindgerecht gehalten. Die vielen wunderschönen farbigen Illustrationen laden zum Staunen und immer wieder erneuten Betrachten ein. Sie sind immer stimmig zum Geschehen der Handlung und wirklich sehr niedlich gezeichnet. Besonders Karlo sieht richtig knuffig aus. Immer wenn ich ihn sehe, würde ich diesen putzigen Katzenbär ja am liebsten einmal ganz feste knuddeln.
Auf einer Zeichnung gibt es sogar ein witziges verstecktes Detail, dass einem beim ersten Mal lesen vielleicht nicht gleich auffällt. Mir aber ist es sofort ins Auge gesprungen und ich musste doch sehr darüber schmunzeln. Um was es sich handelt, verrate ich nicht, ich möchte ja Niemandem die Spannung und den Spaß beim Suchen nehmen, aber ein kleiner Tipp: Spielzeugladen.

Das Thema des Buches finde ich für ein Kinderbuch dieser Altersklasse auch sehr gut gewählt. Es geht um Eifersucht und den ersten Besuch im Kindergarten. Zudem behandelt das Buch Freundschaft und macht wunderbar deutlich, wie wichtig und schön diese ist. Dass Karlo eifersüchtig wird, als seine Luna in den Kindergarten gehen soll und dort neue Freunde finden wird, ist wohl auch für kleinere Kinder sehr gut nachvollziehbar. Ich finde es auch sehr schön, dass Luna keinerlei Angst vor dem ersten Tag im neuen Kindergarten hat und auch so schnell eine neue gute Freundin findet. Das macht ängstlicheren Kindern, bei denen der Kindergarten vielleicht bald ansteht, hoffentlich etwas Mut und nimmt ihnen die Scheu vor dieser großen Veränderung.

Am Ende des Buches, als Luna abends im Bett liegt, erzählt Karlo ihr dann mal wieder eine Geschichte über seine Herkunft. Dies ist bereits die vierte und alle vier waren sie komplett unterschiedlich. Dafür aber sehr kreativ und fantasievoll. Was wohl alles an den Geschichten stimmen mag? Selbst Luna ist immer wieder am Überlegen, wie es denn sein kann, dass ihr Katzenbär so vieles schon gewesen ist. Ob Kuscheltier oder eine Figur aus verschiedenen Märchen. Obwohl da bestimmt so einiges nicht ganz wahr ist, sind diese Erzählungen immer wundervolle Gute-Nacht-Geschichten.

Ich kann die „Luna und der Katzenbär“-Reihe wärmstens empfehlen! Für Jungen und Mädchen ab 5 Jahren sind die Bücher sehr gut zum Vorlesen geeignet. Für Leseanfänger bietet sich der Reihe auch hervorragend an. Die Schrift ist schön groß und die Sätze sehr kurz und leicht verständlich. Zudem besitzen die Bücher insgesamt nicht viel Text, sodass ein Buch sehr gut von Erstlesern zu bewältigen ist.
Da es sich um immer abgeschlossene Geschichten handelt, muss man die Reihe auch nicht unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen. Schöner wäre es natürlich, aber Verständnisprobleme sollten keine auftreten, wenn einem das Wissen aus den Bänden davor fehlen sollte.

Fazit: Traumhaft schön! Ein wunderbares Buch über eine ganz besondere Freundschaft!Herzallerliebste Story, die auch für kleine Kinder sehr gut zu verstehen ist. Die Illustrationen sind mal wieder klasse! Die könnte ich mir ja immer wieder aufs Neue anschauen, ohne mich dabei zu langweilen. Mich hat auch der vierte Band der „Luna und der Katzenbär“-Reihe von Udo Weigelt und Joelle Tourlonias bestens unterhalten und ich freue mich schon sehr auf Band 5, welcher im Oktober 2017 erscheinen wird.
Von mir erhält das Buch nur zu gerne volle 5 von 5 Sterne!



Vielen Dank an das Bloggerportal und den cbj Verlag, die mir dieses schöne Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben! 








[Rezension] Wundervogel von Mike Revell

Gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3-7373-5374-8
336 Seiten
Ab 10 Jahren

Klappentext:


Liams Familie zieht nach Swanbury, in das Haus seiner Großmutter. Dass dem Ort etwas Magisches anhaftet, merkt Liam schnell. Denn hier begegnet er Wundervogel, der geflügelten Steinfigur vom Dach der Kirche. Wundervogel entpuppt sich als Beschützer und Bewacher über Liams neues Leben, in dem er noch nicht richtig angekommen ist. Und er scheint dem Jungen unerklärliche Mächte zu verleihen. Mit Wundervogels Hilfe kann Liam Dinge geschehen lassen, die vorher nur in seiner Phantasie möglich waren. Als Liam schließlich das alte Tagebuch seiner Großmutter in die Hände fällt, stellt er fest: Auch Großmutter hat Wundervogel gekannt – und er scheint gleichzeitig der Schlüssel zu einem großen Geheimnis zu sein, das sie hütet ...

Quelle: Fischerverlage


Rezension:



Der 11-jährige Liam zieht mit seiner Mutter und seiner älteren Schwester Jess in das Städtchen Swanbury. Dort wohnen sie in dem alten Haus von der Großmutter. Diese lebt aufgrund ihrer Demenz in einem Pflegeheim. Da ihr Zustand immer schlechter wird, wollte Liams Mutter gerne in ihrer Nähe wohnen. Liam ist über den Umzug nicht besonders glücklich. Ihm graust es davor, der Neue in der Schule zu sein. Vor seinem ersten Schultag entdeckt der Junge einen großen Steinvogel, einen Gargoyle in einer alten Kirche. Schnell merkt Liam, dass dieser magisch ist. Er wird zu seinem Beschützer und verleiht ihm ganz außergewöhnliche Fähigkeiten: erzählt Liam eine Geschichte, so wird diese wahr. Noch ganz überwältigt von diese Tatsache, macht Liam eine weitere Entdeckung: er findet ein altes Tagebuch seiner Großmutter. Und aus diesem wird deutlich, dass auch sie den Steinvogel, den Liam den Namen Wundervogel gegeben hat, gekannt hat. Wundervogel umgibt ein großes Geheimnis, welches Liam unbedingt lösen möchte…

Die Bewertung dieses Buches fällt mir etwas schwer. Es hat mir zwar gut gefallen und die Idee finde ich auch super, aber dann gibt es da eben doch noch so einige Dinge, die mich beim Lesen gestört haben.
Zum einen mochte ich die Art des Erzählens nicht so wirklich. Der Schreibstil ist zwar schön flüssig und liest sich sehr angenehm und da wir die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Liam erfahren, kann man sich auch sehr gut in ihn hineinfühlen – was mich aber etwas gestört hat, ist, dass mir Liam stellenweise wie ein Kleinkind vorgekommen ist. Liam ist elf und ab diesem Alter würde ich auch dieses Buch empfehlen, aber manchmal konnte man fast den Eindruck gewinnen, ein Sieben- oder Acht-jähriger erzähle die Geschichte. Ich denke, dass der Autor stets bemüht gewesen ist, immer kindgerecht zu schreiben und Liam nicht zu erwachsen wirken zu lassen. Nur hat er es meiner Meinung nach etwas übertrieben und Liam so öfters wie einen Erstklässler wirken lassen. Aber das ist auch nur meine Meinung, andere werden das vielleicht nicht so empfinden.

Was ich auch etwas schade fand, war, dass das Potenzial hier nicht ganz ausgeschöpft wurde. Ich denke, aus dieser Geschichte hätte man noch mehr machen können. Auch hatte ich mit deutlich mehr Fantasy gerechnet. Dieser Anteil ist wirklich sehr gering. Fantasy-Freunde werden bei „Wundervogel“ also vermutlich enttäuscht werden.

Da ich gar nicht so der Fan von Fantasy bin, empfand ich dessen kleinen Part als nicht so schlimm. Anhand des Klappentextes hatte ich, wenn ich ehrlich bin, mit einer ganz anderen Geschichte gerechnet. Das Buch hat sich als erstaunlich ernst herausgestellt: es geht um Demenz und wie Familienmitglieder damit umgehen. Dann um Alkoholkonsum, denn dass Liams Mutter Alkoholikerin ist, wird schnell deutlich. Liam bezeichnet dies als die „Rotweinzeit“. Dieser Ausdruck hat mir sehr gut gefallen, da so sehr kindgerecht die Trinksucht beschrieben wird.
Dann geht es auch noch um Mobbing. Denn wie von Liam schon befürchtet, fällt es ihm schwer, an der neuen Schule Freunde zu finden. Die drei Jungen Matt, Cheesy und Joe erleichtern ihm das auch nicht gerade. Schon vom allerersten Schultag an ärgern und mobben sie ihn.
Dann geht es auch noch ein bisschen um den Zweiten Weltkrieg. Allerdings fällt dieses Thema eher am Rande und es wird auch nicht so sehr ins Detail gegangen. Das meiste erfährt man aus dem Tagebuch der Großmutter. Diese musste in ihrer Kindheit aufgrund des Krieges Frankreich verlassen und nach Swanbury ziehen.

Mich hat das Buch eigentlich sehr gut unterhalten. Ich hatte auch an keiner Stelle Langweile, obwohl ich das Buch als nicht wirklich spannend bezeichnen würde. Die vielen ernsten Themen finde ich auch sehr gut, allerdings waren es dann auch schon wieder fast zu viele Probleme, mit denen man in hier konfrontiert wird. Das Ende kam mir für meinen Geschmack auch ein bisschen zu schnell und war auch zu offen. Das hätte ich mir etwas anders gewünscht.

Fazit: eigentlich kommt diese Rezension viel zu negativ rüber. Ich kann es nur nicht anders beschreiben. Das Buch hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Ich wurde von der Story doch sehr überrascht, aber das im positiven Sinne. Es gibt zwar Dinge in „Wundervogel“, die ich als störend empfinde, aber über die kann man hinwegsehen.


Da ich viel Spaß beim Lesen hatte und mir auch Liam sehr ans Herz gewachsen ist, gebe ich dem Buch 3,5, gerundet auf 4 von 5 Sterne!



Mittwoch, 31. Mai 2017

[Rezension] Terror-Tantchen von David Walliams

Laufzeit: 6 Stunden und 5 Minuten
5 Cds in der Multibox
Art: ungekürzte Lesung mit Musik
ISBN: 978-3-8398-4120-4
ET: 22. September 2016

Klappentext:

Stella Saxby ist die Alleinerbin von Saxby Hall, doch ihre schreckliche Tante Alberta mitsamt ihrer riesigen Eule Wagner schreckt vor nichts zurück, um sich die Erbschaft unter den Nagel zu reißen. Wie gut, dass Stella Freunde hat – den kleinen Schornsteinfegerjungen zum Beispiel, der allerdings ein Geist ist. Oder den uralten, stocktauben und praktisch blinden Butler Gibbon. Aber ob das reicht, um Tante Alberta ein für alle Mal zu vertreiben?

Quelle: Argon Verlag



Rezension:


Bisher habe ich mich bei den Werken des britischen Autors David Walliams stets für die Bücher entschieden, da ich in denen die Illustrationen von Tony Ross immer besonders klasse finde. Bei Terror-Tantchen dagegen habe ich dieses Mal das Hörbuch gewählt, da ich die Sprecherin Mechthild Großmann nun schon von so einigen anderen Hörbüchern kenne und ich schon sehr gespannt darauf war, wie so wohl eine Geschichte von David Walliams vorlesen wird.

In „Terror-Tantchen“ geht es um das Mädchen Stella, welche nach einem lange Koma erwacht und von ihrer Tante Alberta erfahren muss, dass ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Stella ist nun also plötzlich die Erbin des Anwesens Saxby Hall. Doch ihre grauenvolle Tante Alberta will sich diese Erbschaft unbedingt unter den Nagel reißen und schreckt dabei vor nichts zurück. Eine große Hilfe ist ihr dabei ihr riesiger Berg-Uhu Wagner, der genauso böse ist wie seine Herrin. Gut, dass Stella nicht alleine dasteht. Denn in dem alten blinden Butler Gibbon und dem Geist Ruß hat sie gute Freunde gefunden, wenn diese auch etwas ungewöhnlich sind. Ob es ihnen gelingen wird, das Terror-Tantchen loszuwerden und so das Schloss Saxby Hall zu retten?

Ich hatte wirklich sehr viel Spaß mit diesem Hörbuch! Die Geschichte ist, wie zu erwarten bei Davis Walliams, wunderbar skurril, witzig und voller schwarzer Humor. Jedermanns Sache ist es ganz bestimmt nicht. Man muss so einen Humor schon mögen, damit einem „Terror-Tantchen“ gefällt. Denn was Tante Alberta ihrer Nichte alles antut, ist zum Teil wirklich furchtbar und für meinen Geschmack vielleicht auch etwas zu brutal für ein Kinderbuch. Zum Beispiel in der Szene, in der Stella von ihrer Tante auf eine Streckbank geschnallt wird, habe ich mich gefragt, ob das für ein Buch dieser Altersklasse dann nicht doch etwas zu grausam ist.
Da ich aber ein Fan von David Walliams herrlichen britischen Humor bin, hat mir „Terror-Tantchen“ von Anfang bis Ende sehr gut gefallen. Die Geschichte ist spannend, witzig und hat mich bestens unterhalten. Die Charaktere haben mir allesamt sehr gut gefallen, selbst die schreckliche Tante Alberta. Sie ist einfach ein MUSS für diese Geschichte, mit ihr wird sie erst so richtig klasse.

Da es sich hier um das Hörbuch handelt, haben eben, wie oben bereits erwähnt, die tollen Illustrationen von Tony Ross gefehlt. Da aber Mechthild Großmann wirklich großartig liest, wurde das Fehlen der vielen Zeichnungen so wunderbar ausgeglichen. Mechthild Großmann hat eine einmalig tiefe und rauchige Stimme, die für so eine skurrile Geschichte einfach nur perfekt ist. Sie liest in einem tollen Lesetempo, betont genau richtig und sehr lustig und verleiht jeder ihrer Figur ihre eigene Stimme.
Jüngeren Zuhörern würde ich raten, dieses Hörbuch nicht alleine zu hören. Es ist schon stellenweise sehr makaber und gruselig und mit der Stimme von Mechthild Großmann wird dieser Grusel nochmal um einiges gesteigert. Ich empfehle „Terror-Tantchen“ daher eher ab einem Alter von 12 Jahren. Dieses Hörbuch ist wirklich nichts für schwache Nerven! Da ich mich aber nicht so leicht schocken lasse, hat mir „Terror-Tantchen“ gute 6 Stunden lang grandioses Hörvergnügen beschert. Bei dem nächsten Roman von David Walliams werde ich vermutlich lieber wieder zum Buch greifen, da ich mir die Illustrationen von Tony Ross dann doch nicht noch einmal entgehen lassen möchte, aber falls mal wieder ein Buch von David Walliams von Mechthild Großmann gelesen wird, werde ich mir, egal wenn ich das Buch schon kenne, auch noch das Hörbuch anhören. Bücher von David Walliams zusammen mit Mechthild Großmanns Stimme passen einfach super gut zusammen!

Fazit: Ist wahrscheinlich nicht Jedermanns Geschmack, aber mein Humor wurde hier vollkommen getroffen. „Terror-Tantchen“ ist witzig, skurril, spannend und wird großartig von Mechthild Großmann vorgelesen. Für Zuhörer ab 12 Jahren, die sich gerne gruseln, ist dieses Hörbuch sehr zu empfehlen!

Von mir erhält „Terror-Tantchen“ volle 5 von 5 Sterne!


Sonntag, 28. Mai 2017

[Rezension] Liliane Susewind - Schwarze Kater bringen Glück von Tanya Stewner

Gebundene Ausgabe
Mit Illustrationen von Florentine Prechtel
ISBN: 978-3-7373-4053-3
80 Seiten
Ab 6 Jahren

Klappentext:

Das Mädchen, das mit den Tieren spricht:
Leseglück auf Samtpfoten für alle Liliane-Susewind-Fans ab 6 Jahren!
Schwarze Katzen bringen Pech, sagt man. Auch der schwarze Kater Mino ist überzeugt, Unglück zu bringen. Selbst Lilli kann ihm das nicht ausreden – obwohl sie mit Tieren sprechen kann! Ob es Lilli gelingt, Mino wieder glücklich zu machen?

Dieses wunderbare Abenteuer zeigt allen kleinen Tierfreunden: Am schönsten ist das Leben, wenn man es mit Freunden teilen kann.







Rezension:

Als großer Liliane Susewind Fan war es für mich selbstverständlich, dass ich auch die Bücher für Erstleser lese. Dies ist nun bereits der sechste Band aus der Susewind-Reihe für jüngere Leser. Da es sich hier aber um immer abgeschlossene Abenteuer handelt, kann man die Bücher ruhig wild durcheinander lesen. Auf das neue Buch war ich nun schon sehr gespannt. Das Cover hat meine Neugier auf jeden Fall schon einmal sofort geweckt. Mal wieder ist es herrlich farbenfroh und weckt in einem die Lust, sofort nach dem Buch zu greifen, es aufzuschlagen und mit dem Lesen zu beginnen.
Lilli kann man mit Tieren sprechen und erlebt zusammen mit ihren Tierfreunden und dem Jungen Jesahja immer die tollsten Abenteuer! Gerade haben Lilli und ihre Freunde noch im Garten gespielt, da taucht plötzlich ein schwarzer Kater auf. Er fängt die Aufziehmaus auf, mit der die Katze Frau von Schmidt gerade noch gespielt hat. Doch leider beschädigt er die Maus dabei. Der Kater ist untröstlich: immer wo er auftaucht, bringt er nichts als Unglück. Am besten wäre es wohl, so denkt er, wenn er ganz alleine für sich leben würde, damit andere durch ihn nicht ständig unglücklich werden. Lilli versucht den Armen zu trösten und erfährt dabei von einer Freundin vom Kater. Sie ist eine Katze und heißt Murmelchen. Angeblich bekommt sie von ihrem Herrchen nicht genug zu fressen. Lilli und Jesahja beschließen dem nachzugehen. Ob Lilli auch hier wieder einem Tier in Not helfen kann?

Mir hat auch dieser Liliane Susewind Band für Erstleser richtig gut gefallen! Anders als in der Susewind-Reihe für fortgeschrittene Leser stammen hier die Illustrationen von Florentine Prechtel. Diese sind wirklich wunderschön und sehr farbenfroh. Manche sind sogar ganzseitig und alle sind sie sehr liebevoll und detailreich gezeichnet. Nach dem Lesen habe ich das Buch gleich ein weiteres Mal durchgeblättert, um mir diese herrlichen Zeichnungen aufs Neue anzuschauen.
Aber nicht nur von den vielen Bilder, auch von der Geschichte bin ich hellauf begeistert! Über die vornehme Katze Frau von Schmidt amüsiere ich mich ja in jedem Liliane Suswind Band immer köstlich und auch der Hund Bonsai sorgt bei mir mit seiner überdrehten Art immer für so einige Lacher. In diesem Band hat mir die Katze Murmelchen sehr gut gefallen. Die Zeichnung zu ihr, wie sie in der Katzenklappe stecken bleibt und uns Lesern ihren Katzenpopo entgegen streckt, ist wirklich herzallerliebst.
Besonders schön finde ich die Botschaft, die dieses Buch vermittelt: Dass ältere Menschen oft nicht mehr gut alleine zu Hause zurechtkommen und die jüngeren Generationen sich um diese gut kümmern sollten. Alte Menschen sind oft viel alleine zu Hause und langweilen sich vielleicht auch. Über Besuch von Nachbarn würde sich ganz sicher so Mancher sehr freuen.  

Mit einem tollen Happy End am Schluss war für mich das Buch leider wieder viel zu schnell vorbei. Für mich als sehr geübte Leserin ist so Erstleserbuch mit gut 80 Seiten natürlich im Nu gelesen, aber für Leseanfänger ist diese Seitenlänge optimal. Dazu ist die Schrift eine gut lesbare fettgedruckte Fibelschrift, sodass noch etwas unerfahrenere Leser mit diesem Buch keine Schwierigkeiten haben sollten. Die Sätze sind immer schön kurz und die Wortwahl sehr einfach. Die Geschichte ist spannend, witzig und auch sehr lehrreich. Dazu kommen die vielen wunderbaren Illustrationen von Florentine Prechtel, die den Lesespaß perfekt machen. Für mich zählt die Liliane Suswind Reihe für Erstleser eindeutig zu meinen Lieblingsbuchreihen für Leseanfänger. Vom Verlag wird diese für Kinder ab 6 Jahren empfohlen und dieser Altersempfehlung schließe ich mich gerne an.

Fazit: Erneut hat Bestseller Autorin Tanya Stewner ein tolles Buch für Erstleser geschrieben! So macht der Leseeinstieg auf jeden Fall sehr viel Spaß! Für Jungen und Mädchen ab 6 Jahren ist dieses witzige und liebenswerte Buch sehr zu empfehlen!

Liliane Susewind – Schwarze Kater bringen Glück“ erhält von mir volle 5 von 5 Sterne!



[Rezension] Der schaurige Schusch von Charlotte Habersack und SaBine Büchner

Gebundene Ausgabe
Ab 3 Jahren
32 Seiten
ISBN: 978-3-473-44670-4


Klappentext: Er ist noch gar nicht eingezogen - und trotzdem sind sich alle Tiere einig: So einer wie der Schusch gehört nicht hierher! Riesig groß, muffig und zottelig soll der sein. Und außerdem küsst er wie ein Wilder! Zu seiner Einweihungsparty traut sich nur der Party-Hase - aber wieso taucht er stundenlang nicht wieder auf? Was hat der schaurige Schusch bloß mit ihm angestellt? Ein witziges Bilderbuch über Fremdsein und Mut.



Quelle: Ravensburger Verlag


Rezension:


Da mir die Kinderbuchreihe „Pippa Pepperkorn“ von der Autorin Charlotte Habersack so gut gefällt, wollte ich nun auch gerne ein Bilderbuch von ihr kennenlernen. Das Cover des Schuschs gefiel mir auf Anhieb und weil ich auch die Illustrationen von SaBine Büchner immer wieder toll finde, war ich auf die Geschichte schaurigen Schuschs schon sehr gespannt!

Die tierischen Bewohner des Simmerlgebirges sind entsetzt! Jemand Neues zieht zu ihnen auf den Dogglspitz: Der schaurige Schusch. Um ihn kursieren die wildesten Gerüchte. Huhn, Hirsch, Gams, Murmeltier und der Party-Hase sind sich einig: so einen wollen sie nicht bei sich wohnen haben! Als der Schusch dann bei sich zu Hause eine Einweihungsparty gibt, wollen vier der fünf die Einladung zuerst nicht annehmen. Nur der Party-Hase beschließt hinzugehen. Nach kurzem Zögern überwinden Huhn, Hirsch, Gans und das Murmeltier schließlich ihre Scheu und Skepsis und tauchen auch auf der Party auf. Und auf dieser erleben die Tiere eine sehr große Überraschung…

Das Bilderbuch erzählt eine wunderschöne Geschichte über das Anderssein, die Angst vor dem Unbekannten und über Vorurteile. Sehr liebevoll und kindgerecht ist es der Autorin gelungen, diese Botschaften in die Handlung einzubauen, ohne dabei mahnend oder lehrhaft zu wirken. Das Buch ist sehr humorvoll und spannend. Als man noch nicht weiß, wer denn nun dieser mysteriöse Schusch ist, ist man als Leser ständig am rumrätseln, wie der neue Mitbewohner wohl aussehen mag. Da er den Gerüchten nach fast schon ein Monster sein soll, ist man richtig aufgeregt und gruselt sich auch ein wenig, als unsere tierischen Bewohner am Tag der Party vor der Tür des schaurigen Schuschs stehen und darauf warten, dass dieser ihnen öffnet.
Das Bilderbuch wird für Kinder ab drei Jahren empfohlen. In dem Alter verstehen die meisten die Botschaft der Geschichte wohl noch nicht, aber allein schon das Anschauen der vielen schönen Illustrationen macht irre viel Spaß und wird ganz besonders junge Kinder hellauf begeistern!

Die Illustrationen von SaBine Büchner sind wirklich klasse! Ihren Stil erkenne ich ja immer sofort. Mit sehr viel Liebe zum Detail wurden hier herrlich humorvolle und wunderschön farbige Bilder geschaffen! Die Tiere sehen allesamt herzallerliebst und witzig aus. Besonders gut gefallen hat mir das Gebirge, in dem die Tiere zu Hause sind. Alle Illustrationen sind sehr farbenfroh und stecken voller versteckte Kleinigkeiten. Auch nach mehrmaligem Lesen stößt man immer wieder auf ein neues Detail, sodass das Betrachten der Bilder nie langweilig wird.

Die Geschichte ist an keiner Stelle langweilig. Mir hat sie sehr gut gefallen. Die Autorin beweist auch hier mal wieder, was für tolle und kreative Ideen in ihr schlummern. Und sehr unterhaltsam sind diese meist auch noch. Über die Tiere habe ich mich ja köstlich amüsiert und besonders die überraschende Auflösung am Ende fand ich super.
Der schaurige Schusch“ ist ein wundervolles Buch für die ganze Familie! Zum Vorlesen eignet es sich perfekt. Die Sätze sind schön kurz, enthalten keine schwierigen Wörter, sodass auch jüngere Kinder alles gut verstehen können und auch wenn einige die Moral der Geschichte vermutlich noch nicht so ganz erfassen können, empfehle ich das Bilderbuch auch für die ganz Kleinen. Allein schon die tollen Bilder sind für Kinder einfach nur klasse! Auch ich als Erwachsene hatte beim Lesen sehr großen Spaß und ich werde das Bilderbuch ganz bestimmt noch öfters in die Hand nehmen und durchblättern.


Fazit: Mit viel Liebe und Humor erzählt dieses großartige Bilderbuch eine Geschichte über Vorurteile und Toleranz. Die schönen farbenfrohen und detailreichen Illustrationen laden zum mehrmaligen Betrachten ein. Auf dieses herrliche Lesevergnügen sollte niemand verzichten! Von mir erhält „Der schaurige Schusch“ volle 5 von 5 Sterne!