Samstag, 27. Mai 2017

[Rezension] Meja Meergrün von Erik Ole Lindström

Hardcover
ISBN: 978-3-649-62346-5
128 Seiten
Ab 6 Jahren

Klappentext:

Meja Meergrün lebt ganz allein in dem runden Haus mit der meergrünen Glocke auf dem Grund des Ozeans, denn ihre Eltern sind dauernd in geheimer Mission unterwegs. Da entdeckt Meja eines Tages ein seltsames Päckchen vor ihrer Haustür. Neugierig, wie sie nun mal ist, öffnet sie die Kiste … und steht kurz darauf der ziemlich eigentümlichen Meeresschildkröte Padson, Gattung Kümmerkröte, gegenüber, die Meja von nun an auf Schritt und Tritt folgen wird. Zum Glück! Denn Meja schlittert schon bald in ein waghalsiges Abenteuer, in dem es um nichts Geringeres als die Rettung der Unterwasserstadt Lyckhav geht. In diesem Kinderbuch ist die Meerjungfrau mal ganz anders - frech, vorwitzig und abenteuerlustig.


Rezension:

  
In das Cover dieses wunderschönes Buches hatte ich mich sofort verliebt! Die tollen Farben, das freche Gesicht mit den großen grünen Augen und dann auch noch die glitzernden Fische und Luftblasen, die einem überall auf dem Einband entgegen funkeln. Als ich mir dann den tollen Klappentext durchgelesen habe und ich von dem Titel ebenfalls hellauf begeistert war, wusste ich, dieses Buch musste ich einfach lesen!

In dem Buch geht es um die kleine Nixe Meja Meergrün, die gerade mal wieder alleine zu Hause ist, da ihre Eltern auf Forschungsreise sind. Da taucht eines Tages ein seltsames Päckchen vor ihrer Haustür. auf Da Meja ein sehr neugieriges Meermädchen ist, öffnet sie es und und heraus kommt der Schildkrötenmann Padson, der eine Kümmerkröte ist. Er wurde von Mejas Eltern geschickt, um ein Auge auf deren freche und aufgeweckte Tochter zu haben. Und das ist auch gut so, denn die Unterwasserstadt Lyckhav ist in Gefahr und unsere liebe Meja schlittert mitten hinein in ein gefährliches Abenteuer…

Ich war schon nach den ersten Sätzen ganz verzaubert von diesem großartigen Kinderbuch! Die Geschichte ist liebenswert, phantasievoll und rundum perfekt gelungen! Meja Meergrün habe ich sofort in mein Herz geschlossen! Ich liebe ihre freche Art über alles und kann der Aussage nur zustimmen, dass dieses abenteuerlustige Meermädchen die Pippi Langstrumpf der Ozeane ist! Der Autor hat mit dieser liebenswerten Protagonisten ein magisches und wunderschönes Kinderbuch geschaffen, dass ganz klar mein Lese-Highlight 2017 ist und nun auch zu meinen Lieblingsbüchern zählt!

Nicht nur Meja, auch alle anderen Charaktere muss man einfach gern haben. Besonders die Kümmerkröte Padson mag ich sehr. Er hat es wirklich nicht leicht, dass Kindermädchen von Meja zu sein, denn diese hat nichts als Flausen im Kopf und pfeift auf Schule oder gesundes Essen. Auch die übrigen Meereswesen werden mit so viel Liebe dargestellt - ich war von ihnen allen mehr als begeistert.
Was natürlich auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, sind die traumhaft schönen Illustrationen von Wiebke Rauers. Alle sind sie grandios und so liebevoll gezeichnet, ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Ich kann es wirklich kaum in Worte fassen, wie begeistert ich von diesen erstklassigen Illustrationen bin! Farbenfroh, sehr oft ganzseitig und wirklich wahre Meisterwerke!

Ich kann dieses wundervolle Kinderbuch jedem für wärmstens empfehlen! Für junge Mädchen ist es die perfekte Leselektüre, aber auch männlichen und deutlich älteren Lesern kann ich „Meja Meergrün“ nur ans Herz legen. Zum Selberlesen ist es für Erstleser vielleicht noch ein wenig schwierig, da die Schrift etwas klein ist, aber etwas erfahrenere Leser werden keinerlei Probleme mit dem Buch haben. Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und liest sich wunderbar angenehm. Zum Vorlesen ist dieses Buch prima geeignet und es ist somit ein tolles Buch für die ganze Familie!

Hier gibt es wirklich nichts zu bemängeln, wenn ich könnte, würde ich dem Buch viel mehr als nur 5 Sterne geben. Da diese habe leider die höchste Bewertungszahl sind, muss ich mich mit dieser zufrieden geben. „Meja Meergrün“ von Erik Ole Lindström erhält von mir also volle 5 von 5 Sterne!

Vielen Dank an den Coppenrath Verlag, der mir dieses wunderschöne Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat! 

Freitag, 26. Mai 2017

[Rezension] THE AMATEURS - Wer zuletzt stirbt von Sara Shepard

Taschenbuch, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-570-31130-1
Erschienen: 13.02.2017

Klappentext: 


Die Wahrheit ist zum Sterben schön…
Aerin Kelly war elf, als ihre ältere Schwester Helena verschwand. Fünf Jahre später wird Helenas Leiche gefunden. Sechs Jahre später legt die Polizei den Fall zu den Akten, ohne einen Spur vom Mörder. Aerin macht sich auf eigene Faust auf die Suche. Über die Website Case Not Closed nimmt sie Kontakt zu zwei Teenagern auf, Seneca und Maddox, die ebenfalls Angehörige verloren haben. Gemeinsam versuchen sie, den Fall Helena zu lösen. Doch als ihre Nachforschungen voranschreiten, schwant ihnen, dass ihre Zusammenarbeit kein Zufall ist. Und dass etwas – oder jemand – alle drei Fälle verbindet …

Quelle: cbt Verlag


Rezension:


Als ein riesengroßer Fan von den Büchern von Sara Shepard war der erste Band der „The Amateurs“-Reihe ein absolutes Muss für mich! Auf den war ich wirklich schon richtig gespannt. Bisher haben mir alle Bücher der Autorin sehr gut gefallen, besonders die „The Perfectionists“-Reihe finde ich einfach nur genial. Das Cover vom erstem Band der „The Amateurs“-Reihe gefiel mir auf Anhieb, obwohl ich gar nicht so auf Rosa stehe. Dennoch hat mich das Buch sofort angesprochen, was vermutlich auch an dem sehr vielversprechend klingenden Klappentext gelegen hat.

Als Aerin elf Jahre alt ist, verschwindet ihre Schwester eines Tages plötzlich spurlos. Gerade eben haben die beiden Schwestern noch draußen im Garten gespielt und hatten endlich mal wieder Spaß miteinander. Dann schickt Helena ihre jüngere Schwester kurz ins Haus, damit sie ihre Handtasche für sie holt. Als Aerin nach fünf Minuten in den Garten zurückkehrt, ist Helena nicht mehr da. Die Polizei beginnt nach dem vermissten Mädchen zu suchen, aber erst nach fünf Jahren wird ihre Leiche gefunden. Die Polizei kommt mit den Ermittlungen nicht weiter und nach schließlich sechs Jahren nach Helenas Verschwinden wird der Fall zu den Akten gelegt; vom Mörder nach wie vor keine Spur. Aerin beginnt daraufhin selbst zu ermitteln. Sie stößt auf die Website Case Not Closed und nimmt dort Kontakt zu den beiden Teenagern Maddox und Seneca auf. Zusammen versuchen sie, den Fall Helena zu lösen. Während ihrer Recherche stoßen die Teenager auf verwirrende und auch schockierende Dinge. Die Lage spitzt sich immer weiter zu und wird immer mysteriöser…

Ich war schon von den ersten Seiten an ganz gefesselt von dem Buch. Dieses beginnt schon gleich im ersten Kapitel mit Helenas Verschwinden. Man ist also bereits von Anfang an mitten im Geschehen und muss sich nicht erst durch eine langatmige Einleitung quälen.
Der Schreibstil von Sara Shepard ist, wie auch zu erwarten gewesen war, einfach nur klasse! Locker, leicht und flüssig, das Buch liest sich weg wie nix. Da es sich um einen Jugendthriller handelt, ist natürlich auch dementsprechend die Sprache sehr jugendlich gehalten. Mir persönlich gefällt diese sehr und ich denke, dass besonders die für das Buch angedachte Zielgruppe von diesem Schreibstil begeistert sein wird.

Obwohl in dem Buch mal wieder sehr viele Protagonisten auftreten, hatte ich hier an keiner Stelle Probleme, diese auseinander zu halten. Ganz im Gegensatz zu „The Perfectionists“. Diese Reihe finde ich zwar großartig, aber bei der Fülle an Charakteren habe ich bei der Reihe eine Weile gebraucht, bis ich bei allen Hauptprotagonisten sagen konnte, wer nun nochmal wer war.
In diesem Punkt hat mich der erste Band von „The Amatuers“ also sehr positiv überrascht, da ich es sonst eher von Sara Shepard gewohnt bin, dass ich bei einer neuen Reihe von ihr immer so meine Anfangsschwierigkeiten mit den vielen Protagonisten habe.

In „The Amatuers“ haben wir es mit fünf Hauptfiguren zu tun: Aerin, Seneca, Maddox, Brett und Maddox‘ Stiefschwester Madison. Hier konnte ich leider nicht mit allen warm werden. Am sympathischsten fand ich eindeutig Seneca. Stellenweise hat sie mich ein bisschen an Spencer aus Pretty Little Liars erinnert. Da Spencer zu meinen Lieblingscharakteren aus dieser Reihe gehört, ist es daher vermutlich kein Wunder, dass mir in „The Amateurs“ Seneca am besten von dem fünf Teenagern gefallen hat. Aerin dagegen war bis zum Schluss eher weiter unten auf meiner Sympathieskala. Mir hat es einfach nicht gefallen, wie sie sich auf Partys verhält, mit Jungen wild rummacht und immer wieder gerne ihren BH zeigt. Vermutlich ist ihr Verhalten auch mit Helenas Verschwinden zu erklären. Dieser Vorfall hat Aerin wirklich sehr schwer getroffen und sie hat ihn selbst nach sechs Jahren noch nicht verkraftet. Obwohl wir die Geschichte relativ oft aus Aerins Sicht erfahren, blieb sie mir unnahbar. So richtig einschätzen kann ich sie nicht und ich kann daher nur vermuten, dass ihr etwas unschönes Verhalten auf den traumatischen Vorfall in ihrer Vergangenheit zurückzuführen ist.
Auch mit Maddox und Brett konnte ich nicht so wirklich warm werden. Bei Maddox hat es bei mir immer wieder von mögen zu Augenrollen geschwankt. Eigentlich ist er ja ein netter Kerl, aber dann hatte ich wiederum manchmal den Eindruck, dass er sich extrem cool findet und so etwas kann ich bei Jungen ja gar nicht leiden.
Brett fand ich oft etwas komisch und auch sehr verschlossen. Von ihm erfahren wir nur sehr wenig, Auch Madison gehört von den fünf wohl eher zu den kleineren Rollen. Sie kam mir ja sehr oft ziemlich kindlich vor und zudem wie so ein typisches Mädchen, dass nur Jungen und Klamotten im Kopf hat.
Obwohl mir die meisten der Protagonisten also nicht so wirklich gut gefallen haben, habe ich das dennoch Buch förmlich verschlungen und hatte richtig viel Spaß beim Lesen. Eigentlich stört es mich beim Lesen ja immer sehr, wenn ich die Hauptfiguren nicht leiden kann, aber hier war das seltsamerweise überhaupt nicht der Fall gewesen.

Wie immer bei Sara Shepards Büchern wird auch hier die Geschichte aus verschieden Perspektiven erzählt. Wer dabei den größten Part hatte, kann ich gar nicht so richtig sagen. Vermutlich Aerin, aber auch Seneca und Maddox kommen oft zu Wort. Mir gefallen solche Wechsel immer sehr, es macht das Lesen abwechslungsreich und interessant, da man so die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erfährt. Zudem kann so wunderbar Spannung aufgebaut werden, was der Autorin auch in diesem Buch wieder sehr gut gelungen ist.

Allerdings muss ich sagen, dass es von dieser gerne etwas mehr hätte sein können. Man ist zwar beim Lesen ständig am rumrätseln und mitfiebern, aber so richtig spannend wurde es erst zum Schluss. Die letzten Kapitel waren echt großartig! Sara Shepard ist wirklich eine Meisterin darin, den Leser zu verwirren und immer wieder neue Puzzleteile aufzudecken, sodass man, wenn man gerade denkt, man weiß nun, wer der Mörder ist, man wieder ganz am Anfang steht und von neuem damit beginnen kann zu überlegen, wer wohl als Täter noch in Frage kommen könnte. Auch bei diesem Buch hat mich die Autorin völlig baff zurückgelassen. Ganz ehrlich? Mit dieser Auflösung hätte ich im Leben nicht gerechnet! Solche Überraschungsmomente am Ende eines Buches liebe ich ja sehr! Und auch sonst gibt es immer wieder überraschende Wendungen im Verlaufe des Buches und man ist ständig dabei, eine Theorie nach der nächsten aufstellen, um sie nur kurz darauf wieder zu verwerfen.
Die anderen Reihen von Sara Shepard haben mir zwar besser gefallen, aber auch der Auftakt von „The Amatuers“ ist absolut lesenswert und für alle Fans der Autorin auf jeden Fall ein großes Muss! Nach dem spannenden Ende des ersten Bandes lechze ich ja richtiggehend nach Band Zwei. Zum Glück erscheint der noch Ende diesen Jahres, auf den freue ich mich wirklich schon sehr!

Fazit: Leider nicht das beste Buch der Autorin, aber dennoch klasse. Die Charaktere waren mir zwar eher unsympathisch, aber das hat mich beim Lesen kaum gestört. Der Schreibstil ist super und die vielen tollen und überraschenden Wendungen sind sehr gut gelungen. Eben typisch Sara Shepard. Alle, die ihre Bücher so lieben wie ich, sollten auch unbedingt diese Reihe von ihr kennenlernen. Ich bin ja nun schon mega gespannt auf die Fortsetzung!

Von mir erhält „The Amateurs – Wer zuletzt stirbt“ 4,5 von 5 Sterne. Gerundet auf 5!





Donnerstag, 25. Mai 2017

[Rezension] Wir zwei gehören zusammen von Michael Engler

Hardcover
32 Seiten 
ISBN: 987-3-8339-0371-7
Ersterscheinung: 12.02.2016



Klappentext: 


An einem warmen Frühlingsmorgen entdeckt der Hase den Igel. So etwas Stacheliges hat er noch nie gesehen. Ihm gefällt der Igel. Und dem Igel gefällt das weiche Fell des Hasen.
Von nun an treffen sich die beiden jeden Morgen auf der Lichtung am Bach, spielen Fangen und Verstecken und beschließen: »Wir wollen Freunde fürs Leben sein!« Doch eines Tages ist der Igel plötzlich verschwunden ...

Quelle: Baumhaus Verlag


Rezension:


Ich liebe schöne Bilderbücher und besonders gerne habe ich die, die von meinen Lieblingsillustratoren illustriert worden sind. Dazu zählt auch eindeutig Joelle Tourlonias, deren unverkennbarer Zeichenstil mich immer wieder aufs Neue hellauf begeistern kann. Das Bilderbuch „Wir zwei gehören zusammen“ von Michael Engler war daher ein absolutes Muss für mich. Schon das Cover finde ich unglaublich niedlich und es hält auch das, was es verspricht: nämlich eine süße und herzallerliebste Geschichte über eine ganz besondere Freundschaft, die mit wunderschönen Bildern von Joelle Tourlonias versehen worden ist.

An einem schönen Frühlingsmorgen entdeckt ein Hase ein stacheliges kleines Tierchen. So ein Wesen hat der Hase noch nie gesehen und neugierig beginnt er es zu beschnuppern. Es handelt sich um einen Igel und dem Hasen gefallen die Stacheln sofort. Der Igel wiederum findet das glatte weiche Fell des Hasen wunderbar. Von diesem Tag an treffen sich die beiden jeden Morgen auf der Lichtung. Sie spielen zusammen, lachen miteinander und können nachts manchmal kaum schlafen, weil sie sich schon so auf den nächsten Tag freuen, wenn sie sich endlich wiedersehen können. Die beiden werden die allerbesten Freunde und sind unglaublich froh darüber, dass sie sich gefunden haben. Doch als die kalte Jahreszeit anbricht, meint der Igel plötzlich, dass er den Hasen verlassen muss. Der Hase denkt zuerst, dass der Igel nur einen Scherz gemach hat, aber als er dann am nächsten Tag nicht auftaucht und auch in den darauffolgenden Tagen nicht wie gewohnt auf der Lichtung erscheint, begibt sich der Hase auf die Suche nach seinem stacheligen Freund…

Ich finde dieses Bilderbuch einfach nur traumhaft schön! Die Geschichte ist sehr berührend und macht einem nur zu deutlich, wie wundervoll Freundschaft sein kann und dass auch ganz unterschiedliche Tiere die besten Freunden werden können. Das trifft ja auch nur zu oft auf Menschen zu, wie auch das bekannte Sprichwort: Gegensätze ziehen sich an“ sagt.
Die besondere Freundschaft zwischen dem Hasen und dem Igel wird sehr liebevoll und bewegend beschrieben. Als der Igel den Hasen verlässt, weil er Winterschlaf halten muss, ist der Hase zuerst wütend, weil der Igel ihn einfach so verlassen hat. Die Wut wird schließlich von Trauer abgelöst. Diese Gefühle sind nur zu gut nachvollziehbar und zeigen auch perfekt, dass eine Freundschaft nur dann eine wahre ist, wenn man sich auch in Krisenzeiten aufeinander verlassen kann. Der Hase gibt seinen besten Freund nicht auf und arbeitet an einer Lösung des Problems, sodass die beiden auch während des Winters zusammen bleiben können.
Ich finde diese Freundschaft richtig süß und bewundernswert. So gute Freunde wünscht sich wohl jeder. So weiß man immer, dass man auch in schlimmen Zeiten niemals alleine ist und immer jemanden an seiner Seite hat.

Die Illustrationen sind wunderschön! Erneut beweist Joelle Tourlonias hier ihr Können. Der Hase und der Igel sind beide super niedlich gezeichnet, in die beiden habe ich mich ja sofort verliebt. Selbst den Igel würde ich, trotz seiner Stacheln, am liebsten einmal ganz fest knuddeln.
Die Bilder sind in eher gedeckten Farben gehalten, was aber auch zum Stil der Illustratorin gehört. Mir gefällt dieser sehr. Was ich auch toll finde, ist, dass man die beiden Freunde durch das ganze Jahr, also durch alle vier Jahreszeiten, begleitet. Auch diese sind großartig gezeichnet worden. Frühling und Sommer mit schönen grünen Wiesen, der Herbst mit seinem bunten Laub und schließlich der Winter, mit seinen kahlen Bäumen und dem weißen Schnee.
Dieses schöne Bilderbuch werde ich mir ganz sicher noch viele Male anschauen und durchlesen. Zum Vorlesen eignet es sich übrigens perfekt! Es ist ein Buch für die ganze Familie. Hier wird ganz sicher jeder seinen Spaß beim Lesen und Betrachten haben!



Fazit: Eine sehr berührende Geschichte über eine einzigartige und wundervolle Freundschaft. Dieses Buch zeigt einem, was wahre Freundschaft ausmacht und wie schön diese sein kann. Ich kann „Wir beide gehören zusammen“ jedem nur wärmstens empfehlen und gebe dem Buch volle 5 von 5 Sterne!


Dienstag, 23. Mai 2017

[Rezension] Scarlet und der Zauberschirm - Die wundersame Reise durch die Nacht von Cerrie Burnell

Hörbuch CD
Laufzeit: 1h 19
ISBN: 978-3-8371-3816-0
Ab 5 Jahren
Erschienen: 22.05.2017

Klappentext:

Scarlet lebt bei ihrer Großtante in der Wolkenstadt. Seit sie entdeckt hat, dass sie mit ihrem roten Schirm fliegen kann, erlebt sie aufregende Abenteuer. Eines Tages reisen Scarlet und ihre Freunde mit dem Zauberschirm durch die Nacht und treffen auf eine Seiltänzerin, die am Himmel ihre Kunststücke vollführt und sie zum Zirkus der Träume geleitet. Die Kinder lernen eine Meerjungfrau, einen phantastischen Zirkusbäcker und einen mysteriösen Wahrsager kennen. Von ihm erfährt Scarlet endlich etwas über ihre geheimnisvolle Herkunft. Denn sie weiß gar nichts über ihre Eltern, weil sie schon als Baby zu ihrer Tante in die Wolkenstadt gekommen ist.

Quelle: cbj Verlag


Rezension:


Nachdem ich von dem ersten Band der „Scarlet und der Zauberschirm“-Reihe so begeistert gewesen war, hatte ich mich auf die Fortsetzung schon richtig gefreut. Auch bei dieser habe ich erneut das Hörbuch gewählt. Ich weiß zwar, dass sich im Buch viele schöne Illustrationen befinden, aber da mir die Lesung des ersten Teils mit Cathlen Gawlich und der magischen Musik im Hintergrund so gut gefallen hatte, habe ich mich auch bei Band 2 wieder bewusst für die Hörvariante entschieden. Man muss den ersten Teil übrigens auch nicht unbedingt kennen, um Band 2 problemlos folgen zu können. Alles Wichtige zum Verstehen der Geschichte wird hier sehr gut erklärt.

Zusammen mit ihrer Tante und ihrem Kater Mitternacht lebt die kleine Scarlet in der Wolkenstadt. Als sie eines Tages entdeckt, dass sie mit ihrem tollen roten Regenschirm fliegen kann, erlebt Scarlet mit ihren Freunden ein fantastisches Abenteuer. Alle zusammen fliegen sie mit dem Zauberschirm durch die Nacht und treffen auf eine Seiltänzerin. Diese nimmt sie mit zu dem Zirkus der Träume. Die Kinder sind von diesem ganz begeistert. Sie lernen eine Meerjungfrau kennen, einen Zirkusbäcker und sogar einen geheimnisvollen Wahrsager. Und von diesem erfährt die kleine Scarlet etwas ganz Erstaunliches: über ihre Eltern weiß sie nämlich nichts; seit sie denken kann lebt sie bei ihrer Tante. Nun aber, fernab der Wolkenstadt, erfährt sie endlich mehr über ihre Herkunft…

Dieses Hörbuch lädt zum Träumen ein. Die Geschichte ist herzallerliebst und durch die märchenhaft schöne Musik wird eine tolle Atmosphäre geschaffen. Ein bisschen mehr Musik hätte ich mir zwar gewünscht, aber da ich in diesem Punkt schon ein klein wenig im ersten Band enttäuscht gewesen war, hatte es mich hier jetzt nicht weiter gewundert, dass auch im zweiten Teil die Musik überwiegend leise im Hintergrund zu hören ist. Aber auch das ist sehr schön und da Cathlen Gawlich ihre Stimme erstklassig gut verstellen kann, hat man zusammen mit ihr und den Geräuschen im Hintergrund schon fast den Eindruck, man höre ein Hörspiel. Cathlen Gawlich liest wirklich großartig! Ihre Stimme ist einfach nur bewundernswert! Normal hat sie eine sehr angenehme und ruhige Stimme, mit der sie auch überwiegend dieses Hörbuch liest. Aber Cathlen Gawlich kann auch ganz anders sprechen. Sie kann jung und sehr mädchenhaft klingen, sodass man im ersten Moment wirklich denken kann, dass Scarlet und ihre Freunde von kleinen Kindern gesprochen werden. Jede Figur erhält ihre eigene Stimme und es macht richtig viel Spaß dieser Geschichte zu lauschen.
Die Musik ist immer passend zum Geschehen und sehr abwechslungsreich. So spielt eine typische Zirkusmelodie im Hintergrund, als die Kinder im Zirkus der Träume sind. Als es etwas spannender und dramatischer wird, ist auch die Musik dynamischer und ernster.
Es gibt sogar einen Titelsong, der am Anfang und am Ende der Geschichte gespielt wird. Diesen konnte man schon im ersten Teil hören. Hier singt Cathlen Gawlich mit Scarlets Stimme selbst und Vorsicht, dieses Lied ist ein richtiger Ohrwurm! Da ich den Song so lustig finde, habe ich auch noch den Fehler begangen und ihn mir gleich mehrmals angehört. So konnte er sich richtig schön in meinem Kopf festsetzen und ich habe ihn noch Tage später ständig vor mich hingesummt und leise gesungen. Scaaarlet, Scaaarlet...Melodien im Wind… ;-)

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Wie die Kinder mitten in der Nacht mit dem Zauberschirm hoch oben am Himmel fliegen und schließlich im Zirkus der Träume landen, wird wundervoll beschrieben. So einen tollen Zauberschirm hätte ich ja auch liebend gerne.
Für Scarlet habe ich mich gefreut, dass sie endlich erfährt, woher sie kommt. So hatte diese Ungewissheit für sie endlich ein Ende. Was genau sich aber hinter ihrer geheimnisvollen Herkunft verbirgt, verrate ich hier natürlich nicht. Ich möchte ja keinem die Spannung nehmen.
Ich hoffe ja, dass es noch weitere Bände der „Scarlet und der Zauberschirm“-Reihe geben wird und dass diese dann auch so schön von cbj audio als Hörbücher umgesetzt werden. Empfohlen wird die Reihe für Kinder ab 5 Jahren und dieser Altersempfehlung schließe ich mich an. Die Abenteuer sind sehr kindgerecht, leicht zu verstehen und sind sowohl für Mädchen als auch für Jungen sehr zu empfehlen. Auch wenn Scarlet ein Mädchen ist, bin ich der Meinung, dass auch so mancher Jungen seine Freude beim Zuhören haben wird. Und auch für Erwachsene ist die „Scarlet und der Zauberschirm“-Reihe hörenswert. Die wunderschönen Abenteuer von Scarlet und ihren Freunden muss man einfach gern haben.



Fazit: Ein märchenhaft schöner Hörspaß! Ein sehr fantasievolles Abenteuer, welches super von Stimmwunder Cathlen Gawlich vorgelesen wird. Dazu die liebevoll komponierte Musik im Hintergrund, die dieses Hörerlebnis zu etwas ganz Besonderem macht. Von mir erhält „Scarlet und der Zauberschirm – Die wundersame Reise durch die Nacht“ von Cerrie Burnell volle 5 von 5 Sterne!




Vielen Dank an das Bloggerportal und cbj audio, die mir dieses wunderschöne Hörbuch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben! 


Montag, 22. Mai 2017

[Rezension] Hope - Für immer und ewig von Carola Wimmer

Hörbuch CD
Laufzeit: 3 h 54
ISBN: 978-3-8371-3763-7
Ab 8 Jahren
Erschienen: 22.05.2017

Klappentext:


 Auf Mooraue gibt es viele neue Reitschüler, darunter auch Lara. Sie ist ein Jahr älter als Leo – und eine sehr gute Reiterin. Hope nähert sich ihr mit großem Interesse. Und auch Richard scheint fasziniert von dem dunkelhaarigen Mädchen. In Leo erwacht die Eifersucht. Da taucht überraschend ihr Vater auf, der die Familie früh verlassen hat. Er bietet ihr an, Hope zu kaufen. Leos sehnlichster Wunsch scheint in Erfüllung zu gehen, doch kurz darauf verschwindet Hope spurlos ...

Quelle: cbj Verlag


Rezension:


Es handelt sich hier bereits um den dritten Band der „Hope“-Serie von Carola Wimmer. Ich rate, die beiden Bänden davor zu kennen, da Band 3 ziemlich direkt an seinen Vorgänger anschließt und doch recht viel Wissen aus den Teilen davor verlangt wird. Ich selbst kenne natürlich Band 1 und 2, die ich mir ebenfalls als Hörbuch angehört habe und da es nun schon fast ein Jahr her ist, dass ich den zweiten Band gehört habe, habe ich eine Weile gebraucht, um wieder in die Welt von Leo und Hope einzutauchen. War dies aber erst einmal geschehen, konnte ich das Hörbuch in vollen Zügen genießen und hatte sehr viel Spaß beim Zuhören.

Die Zukunft für das Gestüt Mooraue sieht rosig aus. Endlich gibt es wieder Pensionspferde im Stall und viele neue Reitschüler haben sich angemeldet. Darunter ist auch Lara, die ein Jahr älter als Leo ist und sehr gut reiten kann. Als sich sogar zeigt, dass sie mit Hope zurecht kommt, beginnt in Leo die Eifersucht zu nagen. Was gäbe sie doch dafür, wenn Hope ihr ganz alleine gehören würde. Dann taucht plötzlich überraschend Leos Vater auf. Er hat die Familie früh verlassen und Leo hat keine Erinnerungen mehr an ihn. Bei einem Treffen erklärt Leos Vater ihr, warum er sie und ihre Mutter damals verlassen hat. Und dann macht er seiner Tochter ein wunderbares Angebot: er möchte Hope kaufen und ihr schenken. Für Leo würde ihr sehnlichster Wunsch in Erfüllung gehen. Doch die Freude hat schnell ein jähes Ende, als Hope kurz darauf spurlos verschwindet…

Schon das Cover macht auf einen Blick deutlich, dass einen hier eine wunderschöne Pferdegeschichte erwarten wird. Und das trifft auch zu; Pferdeliebhaber kommen auch beim dritten Band ganz sicher vollkommen auf ihre Kosten. Der Autorin gelingt es großartig die Bindung zwischen Leo und der Stute Hope zu beschreiben. Wunderbar gefühlvoll und authentisch. Die Beziehung zwischen den beiden steht auch in diesem Band wieder im Vordergrund. Obwohl Hope nicht ihr gehört, sieht Leo die Stute schon fast als die ihre an. Als dann die neue Reitschülerin Lara auf ihr reitet und sehr gut mit ihr zurecht kommt, reagiert Leo sofort eifersüchtig. Die Gefühle werden in Buch einfach immer wieder toll und sehr nachvollziehbar beschrieben. Sei es Leos Frust darüber, dass Hope nicht ihr gehört, ihre Liebe zu der Stute oder auch die anfänglichen Zweifel, als ihr Vater plötzlich überraschend auftaucht. Das alles macht die Geschichte sehr emotional und lebendig und ich empfand sie an keiner Stelle klischeehaft oder überzogen.

Vorgelesen wird das Hörbuch wieder von Marie Bierstedt. Ich habe nun schon so einige Hörbücher mit ihr als Sprecherin gehört und ich bin wieder hellauf begeistert. Marie Bierstedt, die auch eine sehr erfolgreiche Synchronsprecherin ist, hat eine sehr angenehme und ruhige Stimme. Zudem klingt sie auch sehr jung, sodass sie für dieses Hörbuch einfach nur perfekt ist! Es macht sehr viel Spaß ihr zu lauschen und durch ihre beruhigend wirkende Stimme fühlt man sich beim Zuhören richtig wohl.
Die Lesung ist eine ungekürzte Fassung mit einer Länge von knapp 4 Stunden. Ich habe das Hörbuch innerhalb drei Tage durch gehört und hätte ich mehr Zeit gehabt, wäre es vermutlich auch noch schneller gegangen. Mir hat das dritte Abenteuer von Leo und Hope sehr gut gefallen. Es ist sehr gefühlvoll, alles wirkt realistisch, die Charaktere sind sympathisch und werden, wie die Orte, sehr genau und toll beschrieben und zum Ende hin wird die Geschichte sogar noch richtig spannend. Alles grandios vorgelesen von Marie Bierstedt, die für die „Hope“-Serie wirklich ein wahrer Glücksgriff ist.
Vom Verlag wird das Hörbuch ab 8 Jahren empfohlen, aber ich persönlich würde es eher für Mädchen ab 10 Jahren empfehlen, da ich mir vorstellen könnte, dass es für jüngere Zuhörer dann vielleicht doch stellenweise etwas zu kompliziert sein könnte. Aber das ist auch nur mein Eindruck. Da Leo auch einige Jahre älter ist, halte ich ein etwas älteres Publikum für sinnvoller, da sich dieses vermutlich besser mit der Protagonistin identifizieren kann.



Fazit: Wunderschön! Auch vom dritten Band der „Hope“-Serie bin ich hellauf begeistert! Pferdenarren kommen hier ganz auf ihre Kosten. Aber auch den nicht so pferdebegeisterten Zuhörern kann ich dieses Hörbuch sehr ans Herz legen. Die Beziehung zwischen Mensch und Tier wird hier sehr schön dargestellt und die Geschichte wird hervorragend von Marie Bierstedt vorgelesen. Ich hatte wunderbare vier Stunden Hörvergnügen und gebe dem Hörbuch „Hope – Für immer und ewig“ volle 5 von 5 Sterne!


Vielen Dank an das Bloggerportal und cbj audio, die mir dieses wunderschöne Hörbuch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben! 

Sonntag, 21. Mai 2017

[Rezension] Frei wie der Wind 1: Kayas Pferdesommer von Gaby Hauptmann

Taschenbuch
ISBN: 978-3-551-31650-9
176 Seiten
Ab 12 Jahren

Klappentext: 

Kaya kann ihr Glück kaum fassen: Im Nobelort Kitzbühel tritt sie ihren ersten Ferienjob an. Und zwar im Hotel Stanglwirt, das für seine anspruchsvollen Gäste aus dem Jetset bekannt ist. Sogar der berühmte Sänger Lin Aston ist zu Besuch – und hat ein Auge auf sie geworfen. Aber vor allem fasziniert Kaya das hofeigene Lipizzanergestüt. Sie darf die edlen Pferde sogar reiten! Doch auf einem Ausritt macht Kaya mitten im Wald eine schreckliche Entdeckung...

Quelle: Carlsen Verlag


Rezension:


Pferdebücher lese ich immer wieder gerne. Auf den ersten Band der „Frei wie der Wind“-Reihe von Gaby Hauptmann war ich schon sehr gespannt gewesen. Diese Reihe hatte mich schon etwas länger interessiert. Sowohl die Cover als auch die Klappentexte der drei bisher erschienenen Bände haben mich sehr neugierig gemacht und nun bin ich endlich dazu gekommen, mit dem Lesen der Reihe zu beginnen.

In diesem Band tritt die 16-jährige Kaya ihren ersten Ferienjob in dem Luxushotel „Stanglwirt“ in Österreich an. Das Hotel ist weithin bekannt dafür, dass dort überwiegend die Reichen und Schönen einkehren. Auch für die Lipizzanerzucht ist das Hotel sehr populär. Kaya kann ihr Glück kaum fassen, als sie die Erlaubnis erhält, mit einem der stolzen Tiere auszureiten. Kaya reitet leidenschaftlich gerne und liebt Pferde über alles. Der Sommer wird dann noch perfekter für sie, als sie erfährt, dass der bekannte Sänger Lin Ashton zurzeit im Hotel gastiert. Dieser kann nicht nur toll singen, sondern sieht auch noch verflixt gut aus. Und er scheint ein Auge auf Kaya geworfen zu haben. Doch die schöne Zeit im „Stanglwirt“ bekommt jäh einen Dämpfer, als Kaya während eines Ausrittes eine schreckliche Entdeckung im Wald macht…

Als Hardcoverausgabe ist „Kayas Pferdesommer“ bereits 2014 im Planet Verlag erschienen. Ich habe erst nach dem Lesen des Buches erfahren, dass dieser Teil bereits der zehnte Band der Jugendbuchreihe „Frei und stark“ ist, die schon vor einigen Jahren erschienen ist. Ich kenne diese Reihe bisher nicht, hatte aber keinerlei Probleme das Buch „Kayas Pferdesommer“ zu verstehen, obwohl ich die Kenntnisse aus den neuen Bänden davor nicht hatte. Es wird zwar immer wieder kurz von früheren Erlebnissen berichtet, aber da die Geschichte in sich abgeschlossen ist, benötigt man das Wissen aus den Bänden davor nicht, um allem folgen zu können.

Mir hat das Buch im Großen und Ganzen sehr gut gefallen. Kaya war mir von Anfang an sympathisch und über die verwöhnten Hotelgäste mit ihren speziellen Wünschen habe ich mich bestens amüsiert. Das Hotel und die Landschaft drumherum werden wirklich schön beschrieben. Man kann sich von allem ein sehr genaues Bild machen und die Atmosphäre, die mit den Beschreibungen der idyllischen Landschaft geschaffen wird, ist richtig toll.
Auch der Schreibstil ist super! Er ist locker und flüssig und liest sich sehr angenehm. Langeweile kommt an keiner Stelle auf und die 170 Seiten sind im Nu gelesen.

Ich finde nur, dass viele Dinge zu schnell gingen und etwas ausführlicher hätten beschrieben werden können. So hätte ich gerne mehr von Kayas Arbeit im Hotel erfahren und auch das Thema Pferde kam mir etwas zu kurz. Das ist auch der Punkt, weswegen ich dem Buch leider einen Stern abziehen muss. Denn als ein „Pferdebuch“ würde ich „Kayas Pferdesommer“ nicht so ganz bezeichnen. Es kommen zwar Pferde vor und natürlich wird auch geritten, aber begeisterte Pferdefans, die sich aufgrund des Covers und des Titels eine richtige Pferdegeschichte erhofft haben, könnten hier etwas enttäuscht werden. Ich würde das Buch daher mehr als ein Jugendbuch bezeichnen, in dem es um Liebe, Abenteuer und Pferde geht. Nicht so begeisterte Pferdebuchleser werden von dem Cover vermutlich eher abgeschreckt werden, da sie mit einer Geschichte rund ums Thema Pferde rechnen. Meiner Meinung nach handelt das Buch aber viel mehr um die Liebe und Tiere im Allgemeinen. Denn auch Katzen spielen hier eine große Rolle.

Das ist aber auch meine einzige negative Kritik. Mir hat das Buch ansonsten sehr gut gefallen und ich werde die „Frei wie der Wind“-Reihe auch auf jeden Fall weiterlesen. Der erste Band hat mir einige nette Lesestunden beschert und auf die zwei weiteren Abenteuer mit Kaya bin ich schon sehr gespannt.



Fazit: Ein schönes Jugendbuch mit den Themen Liebe, Erwachsenwerden und Pferde. Kein typisches Pferdebuch, daher auch für Nicht-Pferdefans ab 12 Jahren sehr zu empfehlen. Von mir erhält „Frei der Wind 1: Kayas Pferdesommer“ 4 von 5 Sterne!



Vielen Dank an den Carlsen Verlag, der mir dieses schöne Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!