Dienstag, 12. Dezember 2017

[Rezension] Die wirkliche Wahrheit von Dan Gemeinhart

Hardcover
256 Seiten
ISBN: 978-3-551-56015-5
Ab 12 Jahren
Erschienen: 02.10.2015

Klappentext:

Mark ist ein ganz normaler Junge. Eigentlich. Er hat einen Hund namens Beau und eine beste Freundin namens Jessie. Er fotografiert gerne und träumt davon eines Tages einen Berg zu besteigen.
Aber in einer Hinsicht ist er anders. Mark ist krank. Krankenhaus krank. So krank, dass er vielleicht nicht wieder gesund wird.
Mark haut ab – Beau immer an seiner Seite. Im Gepäck seine Kamera, sein Notizbuch und einen Plan, wie der den Gipfel von Mount Rainier erreichen kann. Und wenn es das Letzte ist, was er tut.
Eine Geschichte über einen Jungen, der einen Berg besteigt und über ein Mädchen, das zurückbleibt. Eine Geschichte über große Fragen und kleine Augenblicke. Und über stillen Mut, Entschlossenheit und den treusten Hund der Welt.


Rezension:

Im Oktober hatte ich „Ein weiter Weg“ von Dan Gemeinhart gelesen und da ich von diesem Buch hellauf begeistert war, wollte ich nun auch unbedingt sein erstes Werk „Die wirkliche Wahrheit“ lesen. Das Cover konnte mich zwar nicht so ansprechen, dafür aber der Klappentext umso mehr. Mich hat bisher noch kein Königskind enttäuscht, daher war ich mir sehr sicher, dass mir auch „Die wirkliche Wahrheit“ richtig gut gefallen wird.

Eigentlich ist Mark ein ganz normaler Junge. Er hat einen Hund, der sein allerbester Freund ist, eine Freundin namens Jessie, die er von klein auf kennt und einen großen Traum, den er unbedingt verwirklichen möchte: Er möchte einen großen Berg besteigen. Und zwar nicht irgendeinen, er möchte den Gipfel des Mount Rainier erklimmen. Allerdings ist Mark leider kein normaler Junge. Er ist krank, sehr krank und wird vielleicht bald sterben. Anstatt erneut ins Krankenhaus zu gehen, haut Mark ab. Mit seinem Hund Beau macht er sich auf den Weg zum Mount Rainier. Obwohl er schwach ist und vielleicht nicht lebend von seiner Reise zurückkehren wird, zieht Mark mutig und entschlossen los. Es dauert nicht lange und die Polizei sucht nach ihm. In den Nachrichten wird von ihm berichtet und neben der Unwetterwarnung scheinen die Medien kein anderes Thema mehr zu kennen als den vermissten Jungen. Unbemerkt zum Berg zu gelangen ist daher nicht leicht, doch Mark hat ein Ziel und dieses möchte er auch erreichen, egal wie schwierig dies auch sein mag.

Mit „Die wirkliche Wahrheit“ ist dem Autor Dan Gemeinhart ein ganz wundervolles Buch gelungen, welches mich sehr berührt und nachdenklich gestimmt hat.

Ich habe nun schon einige Bücher gelesen, die von krebskranken Protagonisten handeln. In den meisten steht die Krankheit im Vordergrund; in diesem Buch jedoch ist das anders. Natürlich nimmt Marks Krebs auch einen gewissen Teil der Geschichte ein; das Hauptthema dieses Romans ist aber Marks Traum, welcher uns Lesern nur zu deutlich vor Augen führt, dass das Leben kurz sein kann und man keine Ewigkeiten Zeit hat, sich seine Träume und Wünsche zu erfüllen.

Mark ist schlimm krank und müsste sich eigentlich wieder in Behandlung begeben. Er ist es aber so langsam leid, immer wieder gegen den Krebs anzukämpfen. Anstatt also im Krankenbett zu liegen, zieht der Junge mit seinem Hund los, um den Mount Rainier zu besteigen, etwas, wovon er schon lange geträumt hat.

Ich war beim Lesen etwas hin und her gerissen. Einerseits konnte ich Mark natürlich verstehen, dass er sich, in seinem vielleicht nur noch kurzen Leben, seinen größten Traum unbedingt noch erfüllen möchte, andererseits war ich auch groß in Sorge um ihn, dass diese anstrengende Reise zu viel für ihn wird. Auch habe ich sein Handeln manchmal als etwas egoistisch empfunden. Ohne jemandem Bescheid zu geben, haut er einfach ab und lässt seine Eltern und seine beste Freundin Jessie in großer Sorge um ihn zurück.

Da das Buch sehr besonders aufgeteilt ist, bekommt man die Verzweiflung von Marks Eltern und Jessie sehr gut mit. Das Buch besitzt nämlich einmal die normalen Kapitel, welche aus Marks Sicht erzählt werden – dann gibt es aber auch noch die halben Kapitel, die aus der Perspektive von Jessie in der dritten Person geschrieben sind.

Mir hat diese ungewöhnliche Aufmachung richtig gut gefallen. Durch diese wird eine tolle Spannung erzeugt, die es mir sehr erschwert hat, das Buch wieder aus der Hand zu legen.

Wie man sich denken kann, sucht bald schon die Polizei nach Mark und dank der halben Kapitel erfahren wir Leser immer ganz genau, wie viel die Polizei weiß und wie nah sie Mark schon gekommen ist.

So groß meine Sorge um Mark auch war, ich wollte dennoch die ganze Zeit über, dass die Polizei ihn nicht aufspürt, damit er es bis zum Mount Rainier schafft. Mark zeigt eine so große Entschlossenheit und Willensstärke, dass man den Jungen nur dafür bewundern kann und es ihm zutiefst gönnt, dass sein Traum Wirklichkeit wird.

Zum Glück ist Mark auf seiner Reise nicht alleine. Sein treuer Hund Beau ist stets an seiner Seite und verteidigt ihn vor jeder noch so großen Gefahr. Mark begegnet auf seinem Weg zum Mount Rainier freundlichen, aber leider auch nicht so freundlichen Menschen und bei letzteren hätte es ohne seinen heldenhaften Beau übel enden können.

Ich habe den kleinen Hund sofort fest in mein Herz geschlossen und in meinen Augen macht gerade diese wundervolle und sehr innige Beziehung zwischen Beau und Mark dieses Buch zu etwas ganz Besonderem.

Neben der bewegenden Story ist auch der Schreibstil sehr gefühlvoll und liest sich klasse. Bei mir flogen die Seiten nur so dahin. Besonders zum Ende wurde das Buch richtig spannend und ich bin aus dem Hoffen und Mitfiebern gar nicht mehr ausgekommen.

Nun kenne ich also auch Dan Gemeinharts anderes Werk aus dem Königskinder Verlag und auch von diesem bin ich hellauf begeistert! Ich kann euch „Die wirkliche Wahrheit“ sehr ans Herz legen! Eine so schöne und berührende Geschichte muss man einfach gelesen haben.

Fazit: „Die wirkliche Wahrheit“ erzählt eine wunderschöne und zutiefst berührende Geschichte, welche einen mitten ins Herz trifft. Die Freundschaft zwischen einem krebskranken Jungen und seinem treuen Hund wird wundervoll warmherzig beschrieben und hat mich sehr bewegt. Dieses Buch führt einen vor Augen, was wirklich wichtig ist im Leben und ich kann es absolut empfehlen. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!






Sonntag, 10. Dezember 2017

[Rezension] Winger von Andrew Smith

Hardcover
464 Seiten
ISBN: 978-3-551-56027-8
Ab 14 Jahren
Erschienen: 29.09.2016

Klappentext:
*** Sex und Liebe ***
Wenn man Ryan Dean West heißt, Klassenbester und dazu noch zwei Jahre jünger als alle anderen ist, wird einem der Kopf manchmal ins Klo gehängt. Aber Ryan Dean hat größere Sorgen: Wie soll er verhindern, dass sein neuer Zimmergenosse im Internat ihn nachts erwürgt? Noch wichtiger: Wie soll er Annie, die er wahnsinnig liebt, davon überzeugen, dass er nicht zu jung für sie ist? Ohne seinen Freund Joey aus dem Rugby-Team wäre dieses Schuljahr die Hölle. Dass Joey schwul ist, ist Ryan Dean völlig egal. Schließlich liebt er Joey. Auf total unschwule Art, versteht sich. Dann passiert das Undenkbare. Und Ryan Dean West begreift, was wirklich wichtig ist.

Rezension:

Ich liebe die Bücher aus dem Königskinder Verlag und kenne nun schon so einige wirklich großartige Werke! Auf „Winger“ war ich schon richtig gespannt gewesen. Der Klappentext verspricht eine sehr unterhaltsame Geschichte, welche genau in mein Beuteschema im Jugendbuchbereich passt.

Ryan Dean Wests Leben ist momentan nicht so, wie es der 14-jährige gerne hätte. Er ist zwei Jahre jünger als seine Klassenkameraden, ist Klassenbester (total uncool) und wird zudem von ein paar seiner Mitschüler schikaniert. So kommt es, dass sein Kopf eines Tages in einer Kloschüssel landet. Ziemlich eklig und alles andere als schön, aber Ryan Dean plagen noch andere, wichtigere, Dinge, welche für ihn sogar noch schlimmer sind, als ein Klo von innen zu sehen: Er ist unsterblich in Annie verliebt, nur weiß er nicht, wie er ihr seine Liebe gestehen soll. Schließlich ist er zwei Jahre jünger als sie, also viel zu jung. Zudem sieht sich Ryan Dean selbst als der totale Loser an, wie soll man also jemanden mit so einer Einstellung von sich überzeugen? Zum Glück steht er aber nicht alleine da, sondern hat einen guten Freund an seiner Seite. Joey ist zwar schwul und zusammen mit ihm abzuhängen ist nicht wirklich förderlich für Ryan Deans Ruf, dennoch würde er niemals auf diese wunderbare Freundschaft verzichten. Auch das Rugby Team bedeutet ihm viel. Als sich dann aber ein furchtbarer Zwischenfall ereignet, begreift Ryan Dean erst so richtig, was wirklich wichtig im Leben ist.

Die Erzählform von „Winger“ erinnert ein bisschen an ein Tagebuch. Wie erfahren alles aus der Sicht des 14-jährigen Ryan Dean und wie es in einem Tagebuch öfters geläufig ist, so wird auch hier nicht mit Umgangssprache und Schimpfwörtern gespart. Allerdings bekommen wir es hier mit wirklich sehr viel umgangssprachlichen Wörtern zu tun und wenn ihr euch an so etwas stören solltet, dann rate ich euch davon ab, „Winger“ zu lesen, denn Worte wie „Eier“, „Schwuchtel“ oder das F-Wort werden hier gerne und oft verwendet. Auch muss man auf diesen typischen „Jungs-Humor“ stehen. Ryan Dean geht mit seinen Kumpels und Mitschülern locker und ziemlich derb um. Es wird über heiße Mädchen gequatscht, über männliche Geschlechtsteile und vor Prügeleien wird hier auch nicht halt gemacht.

Mich hat das alles überhaupt nicht gestört. Mir war Ryan Dean sofort richtig sympathisch. Sein Spitzname Winger kommt übrigens von seiner Position im Rugby Team. Es ist eine Art eine Tradition im Internat, dass die Mitschüler nach ihren Spielpositionen benannt werden. Es geht in dem Buch also auch um Rugby, aber keine Sorge: Auch wenn man null Ahnung von dieser Sportart hat, so wie ich, versteht man trotzdem alles problemlos.

Ryan Dean oder eben kurz, Winger, besitzt einen großartigen Humor! Ich kam oft gar nicht mehr aus dem Schmunzeln heraus und habe ich immer köstlich über die saloppe Umgangsweise der Jungen und Wingers eigene Meinung über sich selbst amüsiert. Winger betont nämlich ziemlich oft, was für ein Loser er doch ist und die Dinge, die dazu führen, dass er so von sich denkt, sind teilweise zum Schießen komisch.

So ist auch der Schreibstil richtig witzig und liest sich klasse. Ich habe das Buch, trotz seiner gut 460 Seiten, in nur etwas über zwei Tagen durchgelesen, da ich es kaum noch aus der Hand legen konnte. Was mir auch sehr gut gefallen hat, waren die vielen Comic-Zeichnungen. Winger zeichnet nämlich leidenschaftlich gerne und gibt uns von seinen Werken sehr viele Kostproben. Zum Glück, denn diese sind sehr unterhaltsam und geben auf super komische Art die peinlichen Situationen in Wingers Leben wieder.
Und davon gibt es so einige. Ich möchte euch ja nicht zu viel verraten, denn vielleicht wollt ihr das Buch ja auch noch lesen, aber so viel: Winger lässt wahrlich kein Fettnäpfchen aus und stolpert von einer peinlichen (und für uns höchst amüsanten) Situation in die nächste.

Das Buch handelt allerdings nicht nur von den Themen Liebe, Sex und alltäglichen Jungs-Problemen. „Winger“ besitzt auch einen erstaunlichen Tiefgang und behandelt noch so vieles mehr wie die Werte Vertrauen, Toleranz und Freundschaft sowie die Themen Mobbing, Alkohol und Homosexualität.
Besonders das Ende regt sehr zum Nachdenken an und hat mich auch ziemlich schockiert. Das Buch unterhält einen also nicht nur, es stimmt einen auch nachdenklich, in meinen Augen eine tolle Mischung.

Winger“ war mein erstes Buch von Andrew Smith und es wird definitiv nicht mein letztes gewesen sein. „Auf Umwegen“ steht bereits in meinem Regal und wird demnächst von mir gelesen werden. Nach diesem grandiosen Werk bin ich auf weitere Bücher des Autors schon mehr als gespannt!


Fazit: Absolute Leseempfehlung! Mit „Winger“ ist dem Autor Andrew Smith ein großartiges Jugendbuch gelungen, welches ich mir auch sehr gut als Schullektüre vorstellen könnte. Der Humor ist klasse und der Protagonist Winger super sympathisch. Neben dem Unterhaltungswert besitzt das Buch auch Tiefgang und behandelt wichtige Themen wie Mobbing, Homosexualität, Freundschaft und Vertrauen. Mir hat das Lesen hier sehr großen Spaß gemacht und wenn man sich an Umgangssprache und einen derben Jungs-Humor nicht stört, dann sollte man „Winger“ unbedingt lesen. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen! 






Samstag, 9. Dezember 2017

[Blogger-Adventskalender] 9. Türchen




Herzlich Willkommen zum 9. Türchen unseres Adventskalenders! Letzte Woche habe ich euch schöne Weihnachtsbücher für Kinder vorgestellt; heute zeige ich euch tolle Hörbücher und Hörspiele, die mir persönlich richtig gut gefallen!
Sehr ans Herz legen kann ich euch die Hörspiele von Titania Medien! Ich bin der totale Fan dieses Labels und liebe ganz besonders die Hörspiel-Reihe „Anne auf Green Gables“. Ich stelle euch hier nun zwei Weihnachtshörspiele dieses Labels vor. Richtig klasse ist „Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge“. Meiner Meinung nach eine der besten Hörspielumsetzungen von Charles Dickens Weihnachtsgeschichte.
Drei Hörbücher, die ich euch hier zeige, habe ich erst vor kurzem rezensiert. Wenn ihr öfter auf meinem Blog vorbeischaut, dann werden euch diese vermutlich sehr bekannt vorkommen. ;-) Ganz besonders empfehlen kann ich euch „Der Weihnachtosaurus“! Ich liebe dieses wundervolle Hörbuch. Die Story ist super niedlich und Simon Jäger liest mal wieder grandios!
Auch die beiden Hörbücher von Matt Haig sind erstklassig und werden großartig von Rufus Beck gelesen.
Kommt er bald?“ habe ich als Kind total gerne mit meinen beiden Schwestern zusammen gehört. Diese süße Weihnachtsgeschichte ist sehr witzig; wir drei hatten damals einen riesigen Spaß beim Zuhören! :D
Ach, ich kann euch einfach alle hier aufgeführten Hörbücher und Hörspiele wärmstens empfehlen! Ich liebe sie alle!

So, ich wünsche euch nun ganz viel Spaß beim Stöbern! :-)

Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge! von Charles Dickens
Der berühmte Weihnachtsklassiker von Charles Dickens in einer Star-besetzten Hörspiel-Version für Jung und Alt.
1843 am Heiligen Abend im viktorianischen London
Für den grimmigen Geldverleiher Ebenezer Scrooge ist Weihnachten nicht mehr als verabscheuungswürdiger „Humbug“! Erst die Besuche seines verstorbenen Teilhabers Jacob Marley, sowie der Geister der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Weihnacht bewirken eine Wandlung. Scrooge beginnt, den wahren Sinn des Weihnachtsfestes zu erkennen ...













Nussknacker & Mausekönig von E.T.A. Hoffmann
Marie Stahlbaum hat eine rege Phantasie. Alles, was ihr begegnet, birgt für sie ein Geheimnis. Beim Rest ihrer Familie stößt sie damit auf größtes Unverständnis. Einzig der etwas wunderliche Onkel Drosselmeier scheint sein Patenkind zu verstehen. Zu Weihnachten schenkt er Marie einen Nussknacker. Postwendend gerät das junge Mädchen des Nachts in ein phantastisches Abenteuer, denn der Mausekönig und seine hinterlistige Mutter Frau Mauserinks haben mit eben jenem Nussknacker noch eine Rechnung offen…



Der Weihnachtosaurus von Tom Fletcher, gelesen von Simon Jäger
William liebt Weihnachten über alles. Doch seinen größten Wunsch kann niemand erfüllen: einen echten Dinosaurier. Da hat er die Rechnung aber ohne die Wichtel am Nordpol gemacht, die tief im Eis ein geheimnisvolles Ei entdecken. Der Weihnachtsmann persönlich brütet es aus. Zur Verblüffung aller schlüpft ein kleiner Dino: der Weihnachtosaurus! Als er und William sich in der Weihnachtsnacht begegnen, erleben sie nicht nur ein fantastisches, zum Brüllen komisches Abenteuer, sondern auch, was es heißt, seinem Herzen zu folgen – selbst wenn man dabei im Rollstuhl sitzt.

 Ein Junge namens Weihnacht von Matt Haig, gelesen von Rufus Beck
Wie war das eigentlich, als der Weihnachtsmann noch ein Kind war? Der kleine Nikolas wächst in großer Armut bei seinem Vater im Norden Finnlands auf. Er sammelt Beeren, spielt mit seiner Rübenpuppe und glaubt an das Gute in der Welt. Doch als der Vater ihn in die Obhut einer bösartigen alten Tante gibt, um das sagenhafte Elfenreich zu suchen, beginnt für ihn eine schwere Zeit. Nikolas beschließt, dem Vater zu folgen, und findet bald eine rote Mütze im Schnee, die er fortan nicht mehr absetzen wird. Eine zauberhafte Weihnachtsgeschichte, bevölkert von Elfen, Trollen und Rentieren, die uns davon erzählt, wie der Weihnachtsmann zum Weihnachtsmann wurde.


Das Mädchen, das Weihnachten rettete von Matt Haig, gelesen von Rufus Beck
Die achtjährige Amelia hat viele sehnliche Wünsche an den Weihnachtsmann. Doch der hat gerade alle Hände voll zu tun. Eine finstere Trollverschwörung bedroht das Wichtelreich, Rentiere fallen vom Himmel und aufgeregte Elfen künden davon, dass der Weihnachtszauber immer schwächer wird. Wenn das so weitergeht, droht Weihnachten auszufallen! Doch Amelia ist kein gewöhnliches Mädchen. Und der Weihnachtsmann findet bald heraus, dass das Fest der Liebe nur mit der Hilfe dieses besonderen Waisenmädchens gerettet werden kann.



Hinter verzauberten Fenstern von Cornelia Funke, gelesen von Eva Mattes
Julia ärgert sich! Warum hat ihr blöder kleiner Bruder Olli den schönen Schokoladenadventskalender bekommen und sie nur ein doofes Kalenderhaus aus Papier? Doch als sie das erste Fenster öffnet, traut sie ihren Augen nicht. Das Haus ist bewohnt und die Menschen, die darin leben, kann sie besuchen. Damit beginnt ein ganz ungewöhnliches Abenteuer …

 Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens, gelesen von Felix von Manteuffel
Der alte Scrooge ist ein unverbesserlicher Geizhals und Miesmacher. Weihnachten ist ihm ein Ärgernis, weil er seinem Schreiber einen freien Tag gewähren muss und fremde Menschen ihn um Almosen anbetteln. Doch am Abend erhält er Besuch, der sein Leben für immer verändern wird. Erst erscheint sein verstorbener Partner Marley, dann die drei Geister der Weihnacht. Sie machen ihm deutlich, wie wenig er bislang aus seinem Leben gemacht hat …
Ungekürzte Lesung mit viel Musik.



Kommt er bald? von Bjarne Reuter, gelesen von Boris Aljinovic
Es ist der 1. Dezember und über Nacht ist alle Welt in Weihnachtsstimmung - nur Wilhelm Mortensen nicht. Er hasst Weihnachten. Beim Anblick von Tannengirlanden wird ihm schlecht und die Dekoration in seinem Zimmer dient ihm lediglich als Ziel beim Gummiflitschen. Entsprechend genervt reagiert er auf den Brief, den sein kleiner Bruder Hugo ihm unter die Nase hält. Ein geheimnisvoller St. N. will sich mit Hugo treffen. Kann das wirklich Sankt Nikolaus sein, wie Hugo felsenfest glaubt? Wilhelm ist mehr als skeptisch. Doch da immer neue Briefe an den ungewöhnlichsten Orten auftauchen, bleibt ihm nichts anderes übrig, als der Sache auf den Grund zu gehen.

Weihnachten steht vor der Tür von Monika Feth, gelesen von Boris Aljnovic
Weihnachten? Wer ist das?
Weihnachten steht vor der Tür, sagen sie. Doch als der Hauskater nachschaut, sieht er niemanden. Wer ist dieser Weihnachten, von dem alle reden und den alle außer ihm zu kennen scheinen? Was will er hier – und wo bleibt er nur? Immerhin betreibt die Familie einen Riesenaufwand für ihn. Es wird gebastelt, gesungen, eingekauft und heimlichgetan. Jede Menge köstlicher Kekse werden gehortet und weggeschlossen. Alles für Weihnachten! Der Kater wird immer aufgeregter. Tag und Nacht lauert er dem seltsamen Besucher auf, um ihn bloß nicht zu verpassen.
Ein warmherzige, lustige Weihnachtswartegeschichte für die ganze Familie!

Die Schule der Weihnachtsmänner von Karlheinz Koinegg
Wo der Weihnachtsklaus haust
Die Schule der Weihnachtsmänner ist keine gewöhnliche Schule: Hier wird die Weihnachtsmann-Elite ausgebildet – schneidig, schnurrbärtig und schneetauglich. Wer keinen lockigen Bart hat, nicht perfekt "Ho ho ho" ruft oder kleiner ist als ein Sack voller Geschenke, hat dort nichts verloren.
Wieso aber ausgerechnet der winzige Waisenknabe Maurelio Porcellani, genannt Mücke, in diese winterliche Welt auf dem Nebelberg gerät, das ist das erste Wunder der Geschichte. Folgt man nun dem Weg in den geheimnisvollen Wald, kann man nicht nur erfahren, was eine Wette mit Weihnachten zu tun hat, sondern noch so manch weiteres Wunder erleben ...
Hörspielautor Karlheinz Koinegg beweist mit dieser perfekt inszenierten Weihnachtsgeschichte einmal mehr sein großes Gespür für höchsten Hörgenuss. Erfrischend unkonventionell erzählt er von der Absurdität eines kommerziellen, hohlen Festes – aber auch von Sankt Nikolaus und dem Kern des wahren Weihnachten.

Das Geheimnis der Weihnachtswichtel von Sven Nordqvist, gelesen von Josef Tratnik
Weihnachten ist für die Menschen und für die Wichtel das schönste Fest! Besonders der Wichtelvater ist schon voller Vorfreude, denn jedes Jahr am Heiligabend stellen ihm die Menschen eine Schale mit dem berühmten Weihnachtsbrei hin. Damit danken sie ihm für all die Dienste, die er ihnen im Laufe des Jahres erwiesen hat. Aber diesmal werden die Menschen den Wichtel vergessen, das kann die Wichtelmutter voraussehen. Und wenn das geschieht, wird der Wichtelvater sehr zornig werden. Also schmiedet sie einen Plan, um heimlich an den Weihnachtsbrei heranzukommen …
Eine zauberhafte Weihnachtsgeschichte von Sven Nordqvist, dem Erfinder von Pettersson und Findus. 


Morgen geht es bei der lieben Daniela von Buchvogel weiter. Mein nächstes Türchen wird sich beim 14. Dezember für euch öffnen. :-) 








Freitag, 8. Dezember 2017

[Rezension] Feo und die Wölfe von Katherine Rundell

Hardcover
240 Seiten
ISBN: 978-3-551-55686-8
Ab 11 Jahren
Erschienen: 29.09.2017

Klappentext:

Feo und ihre Mutter leben in einer kleinen Hütte im Wald. Sie wildern Wölfe aus, die einst als Glücksbringer an die St. Petersburger Oberschicht verkauft worden waren, aber jetzt zu groß und wild geworden sind. Nun auf einmal sollen die Wölfe nicht bloß ausgewildert, sondern getötet werden. Doch Feos Mutter weigert sich und wird von General Rakow gefangen genommen. Feo kann in letzter Sekunde entkommen. Gemeinsam mit drei Wölfen, einem Wolfsjungen und einer bunt zusammengewürfelten Kindertruppe macht sie sich auf den Weg, um ihre Mutter zu retten und dem General die Stirn zu bieten.

Quelle: Carlsen Verlag

Rezension:


In das Cover dieses Buches hatte ich mich sofort verliebt. Nicht nur die Farben hatten es mir angetan (ich liebe die Farbe Blau!), auch der Wolf und der Kreis aus Ästen gefiel mir auf Anhieb. Als ich mir dann den Klappentext durchgelesen hatte, stand für mich fest: „Feo und die Wölfe“ musste ich unbedingt lesen!

In Russland, fernab der Zivilisation, leben Feo und ihre Mutter in einer kleinen Hütte mitten im Wald. Dort kümmern sie sich um die Wölfe, die einst von reichen Russen als Haustier gehalten wurden, nun aber zu groß geworden sind und ausgewildert werden müssen. Dies ist die Aufgabe von Feo und ihrer Mutter und beide lieben sie diese Tätigkeit. Doch mit der soll es nun vorbei sein, denn der Zar hat veranlasst, dass die Wölfe nicht länger ausgewildert, sondern getötet werden sollen. Feos Mutter aber weigert sich und wird daraufhin von dem fiesen General Rakow gefangen genommen. Feo gelingt die Flucht und zusammen mit ihren drei geliebten Wölfen begibt sich das Mädchen auf die gefährliche Reise nach Sankt Petersburg, um ihre Mutter aus dem Gefängnis zu befreien.

Feo und die Wölfe“ eignet sich perfekt für die dunkle Jahreszeit, wenn es draußen kalt ist und vielleicht sogar etwas Schnee liegt. Das Buch erzählt ein richtig schönes Wintermärchen und entführt einen ins eisige und verschneite Russland.

Unsere Protagonistin ist das Mädchen Feo, welche für ihre zwölf Jahre schon erstaunlich reif und selbstbewusst ist. Auch besitzt sie eine ungemeine Willensstärke und einen großen Mut. Diese Charaktereigenschaften braucht sie auch, denn auf ihrer Reise nach Sankt Petersburg, wo ihre Mutter gefangen gehalten wird, muss sie so einige Hürden überwinden und so mancher Gefahr ins Auge sehen.

Bevor es allerdings zu dieser abenteuerlichen Reise kommt, lernen wir Feo, ihre Mutter und die Wölfe genauer kennen.
Mir ist der Einstieg in das Buch wunderbar gelungen. Der leichte und märchenhafte Schreibstil konnte mich sofort in seinen Bann ziehen und ganz besonders angetan war ich von dem einzigartigen Setting! Die wilde Natur Russlands im Winter, mit allem was dazu gehört: Wälder, Schnee, Eis, Kälte und eben auch die Wölfe. Um diese kümmern sich Feo und ihre Mutter, die in einer einsam gelegenen Hütte im Wald leben. Die Aufgabe der beiden ist es, die Wölfe, die einst den reichen Russen als Schoßtiere dienten und nun zu groß geworden sind, wieder auszuwildern. Feo ist also von klein auf mit Wölfen um sich groß geworden und hatte nur sehr wenig Kontakt zu anderen Menschen. Ihre Freunde sind daher die Wölfe und als ihre Mutter von dem fiesen General Rakow verhaftet wird, macht sie sich das Mädchen mit ihren drei Wölfen Graupelz, Weißpelz und Schwarzpelz sofort auf den Weg nach Sankt Petersburg, um ihre Mutter zu befreien.
Allerdings sind die vier nicht alleine unterwegs. Auch eine Kindertruppe aus einem kleinen Dorf wird Feo bei ihrem Abenteuer eine große Hilfe sein.

Katherine Rundell ist mit „Feo und die Wölfe“ ein zauberhaftes Jugendbuch gelungen, welches einen mit seiner wundervollen Atmosphäre und der spannenden Handlung bis zur letzten Seite in Atem hält. Da ich sehr gerne Märchen lese und man dieses Buch als ein großartiges russisches Wintermärchen bezeichnen könnte, konnte mich dieser Roman komplett überzeugen und hat mir herrlich schöne Lesestunden beschert.

Die Story ist spannend, sehr berührend und stellenweise auch traurig, denn Feo muss auf der Suche nach ihrer Mutter so einige Verluste in Kauf nehmen. Allerdings gibt es auch viele positive Momente, die mich, wie auch die traurigen, sehr bewegt haben.
Feo und die Wölfe“ ist definitiv nicht nur ein Buch für Kinder und Jugendliche. Ich kann auch Erwachsenen diesen märchenhaften Abenteuerroman sehr ans Herz legen!


Fazit: Spannend, berührend und märchenhaft schön! Mit diesem Buch taucht man in das winterliche Russland ein, erlebt mit einer mutigen Heldin und ihren Wölfen ein spannendes Abenteuer und wird von einer einzigartigen Winteratmosphäre verzaubert. Dieses Buch eignet sich perfekt für die kalte Jahreszeit und ich kann es absolut empfehlen! Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!






Donnerstag, 7. Dezember 2017

[Rezension] Schläfst du? von Dorothée de Monfreid

Pappbilderbuch
Ab 2 Jahren
24 Seiten
ISBN: 978-3-95640-138-1
Erschienen: 01.10.2017

Klappentext:

Es ist nacht und alle schlafen tief und fest. Alle bis auf Nono. Der Ärmste kriegt kein Auge zu, weil Popow so laut schnarcht. Er weckt Micha, damit der ihm etwas vorliest. Jetzt wird auch Zaza wach und möchte nicht mehr in ihrem Bett schlafen. Ob Pedro mit ihr tauscht? Nur wenn Nono ihm ein Kuscheltier borgt. Kaki hat Durst und Omar vertritt sich ein bisschen die Beine. Oje, wird heute Nacht noch irgendwer Schlaf finden?




Rezension:


Sieht das Cover von diesem schönen Pappbilderbuch nicht witzig aus? Ich bin ein großer Hunde-Fan, besitze zwar selbst leider keinen, lese dafür aber umso lieber sehr gerne Geschichten, die von diesen großartigen Tieren handeln. Auf die Geschichte der acht Hunde, die wir in diesem Buch kennenlernen dürfen, war ich daher schon richtig gespannt gewesen.

Eigentlich sollen die acht Hunde Zaza, Omar, Jane, Micha, Kaki, Alex, Pedro, Nono und Popow friedlich schlafen, schließlich ist es mitten in der Nacht. Doch der kleine Nono kriegt einfach kein Auge zu. Schuld daran ist Popow, der extrem laut schnarcht. Schnaarch, chrrr tönt es die ganze Zeit über im Schlafzimmer. Bei diesem Lärm kann doch kein Hund schlafen! Zumindest Nono nicht. Kurzerhand weckt er Micha auf, damit dieser ihm etwas vorliest. Davon werden auch Pedro und Zaza wach. Pedro fragt Nono nach einem Kuscheltier und Zaza, die eigentlich gar nicht gerne unten schläft, möchte viel lieber bei Pedro oben in seinem Bett mitschlafen. Bei dieser Unruhe, die plötzlich im Zimmer herrscht, wachen auch Kaki und Omar auf. Kaki hat plötzlich einen riesengroßen Durst und Omar will wissen, was denn alle oben bei Micha machen. Denn mittlerweile wollen alle, die wach sind, etwas vorgelesen bekommen. Oje, schläft denn überhaupt noch jemand? Werden die Hunde wohl wieder in den Schlaf finden, damit sie am nächsten Tag auch ausgeschlafen sind?

Bei „Schläfst du?“ handelt es sich um ein Pappbilderbuch für Kinder ab 2 Jahren. Der Schauplatz ist die ganze Zeit über das Schlafzimmer der acht Hunde, in welchem sich zwei Etagenbetten mit jeweils vier Matratzen befinden. Mir haben die süßen Zeichnungen auf Anhieb total gut gefallen. Die Hunde sehen allesamt richtig putzig aus und dadurch, dass es sich bei allen um verschiedene Rassen handelt, kann man die einzelnen Figuren auch gut auseinander halten.



Allerdings muss ich zugeben, dass ich ein wenig gebraucht habe, bis ich jedem Hund einen Namen zuordnen konnte. Ich könnte mir vorstellen, dass die Geschichte für sehr kleine Kinder etwas zu viele Charaktere enthält und sie, ähnlich wie ich, sich zuerst einmal einen kleinen Überblick verschaffen müssen, welcher Hund nun wer ist.
Da sich hinten auf dem Buchdeckel aber eine Übersicht mit allen Namen befindet und man diese als Erwachsener sehr gut nutzen kann, um den Kleinen die Namen der Hunde beizubringen, indem sie auf die entsprechenden Gesichter zeigen können, sollte es auch kleinen Kindern nicht schwer fallen, sich in der Geschichte zurechtzufinden.



Dadurch, dass auch nie der Schauplatz wechselt, ist das Buch wirklich prima für Kinder ab 2 bis 3 Jahren.
Zum Vorlesen eignet sich das Buch ebenfalls sehr gut. Allerdings befindet sich in dem Buch kein richtiger Text, sondern ausschließlich Sprechblasen wie in einem Comic. Hier kann man den Kindern eine große Freude machen, wenn man jedem Hund seine eigene Stimme verleiht. Es kommt jeder der acht Hunde zu Wort, sodass man sich als Vorleser richtig schön austoben kann. ;-)

Meine einzige Kritik hier ist, dass manchmal nicht ganz eindeutig ist, welche Sprechblase zuerst drankommt. Zumindest ich habe ab und an den Fehler gemacht, nicht in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich so gut wie nie Comics lese und daher keine Übung darin habe, solche Geschichten zu lesen.

Die Story von „Schläfst du?“ ist sehr niedlich und hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Es ist sehr unterhaltsam zu sehen, wie sich die Hunde so nach und nach gegenseitig wach machen und sie schließlich alle oben bei Micha landen, damit dieser ihnen eine Geschichte vorlesen kann. Nur einen stört die Unruhe nicht und dieser jemand schläft auch bis zum Morgen friedlich in seinem eigenen Bett.

Kinder werden hier auch großen Spaß dabei haben, sich das Buch alleine anzusehen. So hatte auch ich eine große Freude daran, mir die Gesichter der Hunde immer ganz genau anzugucken. Diese verraten nämlich oft, wer wohl als nächstes aufwachen wird. Man kann diese nette Vorlesegeschichte daher auch sehr gut zu einem kleinen Ratespiel entwickeln.


Fazit: Ich kann „Schläfst du?“ sehr empfehlen. Für Kinder ab 2 bis 3 Jahren ist es prima geeignet und auch ältere Kinder werden großen Spaß an dieser lustigen Geschichte haben. Die Hunde sind allesamt sehr niedlich gezeichnet worden und werden von kleinen Kindern garantiert sofort ins Herz geschlossen werden. Mir persönlich hat die Anordnung der Comic-Sprechblasen manchmal nicht ganz so gut gefallen, daher erhält das Buch von mir 4,5 – hier gerundet auf 5 von 5 Sternen!


 
Vielen Dank an den Reprodukt Verlag, der mir dieses schöne Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!



Mittwoch, 6. Dezember 2017

[Kinderbuchblogger-Adventskalender] 6. Türchen: Wer hat den Lebkuchen stibitzt? von Maria Stalder

Gebundene Ausgabe
Ab 4 Jahren
32 Seiten
ISBN: 978-3-7152-0734-6
Erschienen: 8. September 2017


Klappentext:

Ein wunderbarer Geruch steigt dem Fuchs in die Nase. Es sind die Lebkuchen, die Arne auf dem Fensterbrett auskühlen lässt. Arne lebt im Waldhaus, er hilft dem Nikolaus. Aber … schwupp und weg ist ein Lebkuchen! Der Fuchs genießt den ungewöhnlichen Bissen. Er schmeckt nach Wald und Honig, nach Holz, Zimt und Glück. Doch dann hört der Fuchs, was Arne und der Nikolaus reden. Wer genau bekommt jetzt keinen Lebkuchen?

Verlegen schleicht der Fuchs hinter Arne her. Nur von weitem beobachtet er, wie Arne den anderen Tieren Futter bringt. Und erst am nächsten Morgen findet er eine Möglichkeit, sich zu entschuldigen: Er legt sich auf Arnes Füße und wärmt sie.

Quelle: Atlantis Verlag

Rezension:


Sieht das Cover dieses schönen Bilderbuches nicht toll aus? Da kommt man doch so richtig in Winterstimmung. Mich hat dieses herrlich verschneite Bild mit dem niedlichen Fuchs sofort angelacht, wobei ich sagen muss, dass ich erst vor kurzem auf das Buch aufmerksam geworden bin. Erhältlich ist es bereits seit Anfang September und eingezogen ist es erst Ende November bei mir. Zum Glück habe ich dieses wundervolle Bilderbuch entdeckt! Es ist traumhaft schön und ich möchte euch nun heute, am Nikolaustag, sehr gerne mitteilen, wieso ich euch „Wer hat den Lebkuchen stibitzt?“ so sehr ans Herz legen kann. :-)

Erzählt wird hier die Geschichte eines Fuches. Dieser nimmt eines kalten Wintertages einen ganz wunderbaren Geruch wahr. Schnuppernd folgt er diesem Duft und gelangt zu einem Waldhaus. In diesem lebt Arne, der gerade leckere Lebkuchen gebacken und diese zum Auskühlen ans offene Fenster gestellt hat. Die Lebkuchen möchte Arne dem Nikolaus geben, damit auch ja kein Kind dieses Jahr leer ausgehen muss. Doch davon weiß der Fuchs natürlich nichts. Das noch warme Gebäck riecht so himmlisch, da kann der hungrige Fuchs einfach nicht widerstehen und, schwupps, schon hat er sich einen Lebkuchen stibitzt und nimmt den ersten Bissen. Hmm, was schmeckt das köstlich! Doch da bekommt der Fuchs ein Gespräch zwischen Arne und dem Nikolaus mit und er erfährt, für wen die Lebkuchen gebacken wurden. Oh nein, wird jetzt etwa ein Kind nichts am Nikolaustag bekommen, nur weil er diesem verführerischem Duft nicht widerstehen konnte?
Den Fuchs plagt ein schlechtes Gewissen und er beginnt Arne hinterherzuschleichen. Aus der Ferne beobachtet er ihn, doch er traut sich nicht, sich bei dem Mann zu entschuldigen. Als dieser am nächsten Morgen auf einer Bank sitzend die Wintersonnenstrahlen genießt, nähert sich ihm vorsichtig der Fuchs, setzt sich auf seine Füße und wärmt diese. Arne, der weiß, dass der fehlende Lebkuchen im Bauch des Fuchses gelandet ist, versteht was dieser ihm damit sagen möchte und er beginnt ihm sanft am Kopf zu streicheln.

Mit „Wer hat den Lebkuchen stibitzt?“ ist Maria Stalder ein ganz bezauberndes Bilderbuch gelungen, welches sich perfekt für die Weihnachtszeit eignet. Die Geschichte ist sehr warmherzig und wurde traumhaft schön illustriert.


Bereits der Einband vorne im Buch ist einfach nur wundervoll. Dieser zeigt einen verschneiten Wald und mich hat dieses tolle Bild sehr an einen geheimnisvollen Märchenwald erinnert.
Auch der Einband hinten im Buch ist großartig und in meinen Augen sogar noch schöner als der im vorderen Teil.



Wie die Einbandillustrationen, so sind auch die in der Geschichte sehr liebevoll und stimmungsvoll gezeichnet worden. Die Bilder sind nicht allzu detailreich, spiegeln aber das Geschehen perfekt wider, sodass man die Handlung auch sehr gut ohne den Text verstehen könnte.

Die Geschichte ist sehr gefühlvoll und hat mein Herz richtig erwärmt. Mir tat der Fuchs schrecklich leid, dass ihn so ein schlechtes Gewissen plagt, weil er sich einen Lebkuchen gemopst hatte. Der kleine Kerl hatte eben Hunger und wusste ja nicht, für wen die Kekse bestimmt waren.
Die Geste, mit welcher er sich dann bei Arne entschuldigt, ist richtig herzerwärmend und niedlich und auch die Reaktion von Arne zaubert einem ein breites Lächeln ins Gesicht.

Kinder ab etwa 4 Jahren werden die Geschichte problemlos verstehen können und sicher genauso mit dem Fuchs mitfühlen wie ich. Und vermutlich werden die meisten, wie ich, plötzlich eine unbändige Lust auf Lebkuchen verspüren. Der Geschmack dieses Weihnachtsgebäcks wird hier aus den Augen des Fuchses beschrieben und als ich diese Beschreibung gelesen habe, wollte ich auch unbedingt die Mischung aus Wald, Honig, Holz, Zimt und Glück auf meiner Zunge schmecken.


Ich kann euch dieses wunderschöne Bilderbuch absolut empfehlen! „Wer hat den Lebkuchen stibitzt?“ ist ein wunderbar warmherziges Buch für die ganze Familie und wird garantiert jeden perfekt in Weihnachtsstimmung bringen. Von mir gibt es volle 5 von 5 Weihnachtssternen! 




Verlosung zum Kinderbuchblogger-Adventskalender 2017

Ihr habt jetzt die Chance, im Rahmen des Kinderbuchblogger-Adventskalenders ein Exemplar von diesem wundervollen Bilderbuch zu gewinnen. Hinterlasst hier einfach einen Kommentar, in welchem ihr mir mitteilt, was euer Lieblingsgebäck für die Weihnachtszeit ist. Ich bin gespannt auf eure Antworten! :-)

Morgen geht es dann bei Favolina & Junior weiter. Ich wünsche euch noch ganz viel Spaß mit unserem Adventskalender! 

Teilnahmebedingungen

  • Die Verlosung beginnt am 6.12.2017 um 0.00 Uhr und endet am 7.12.2017 um 23.59 Uhr. 
  • Jeder, der unter diesem Beitrag einen Kommentar hinterlässt, erklärt sich mit den Teilnahmebedingungen einverstanden und kann gewinnen. 
  • Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren.
  •  Es entscheidet das Los. 
  • Die Gewinner werden von mir benachrichtigt. Daher hinterlasst auch bitte eine Emailadresse, unter welcher ich euch erreichen kann.
  • Der Versand erfolgt ausschließlich nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz.
  • Im Falle eines Gewinns benötige ich eine Lieferanschrift, an die das Buch versendet werden soll. Den Versand übernimmt der Orell Füssli Verlag Daher leite ich die Gewinneradressen an diesen weiter.
  •  Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ich bedanke mich nochmals ganz herzlichst beim Orell Füssli Verlag für die Bereitstellung des Rezensions- und Verlosungsexemplars! 

AUSLOSUNG! GEWINNER STEHT FEST!
Über ein Exemplar von "Wer hat den Lebkuchen stibitzt?" darf sich freuen...
Smilla507
Herzlichen Glückwunsch!
Bitte melde dich bei mir! Du hast leider keien Emailadresse hinterlassen. Meine findest du im Impressum. Sobald ich deine Anschrift habe, leite ich sie an den Verlag weiter, damit sich das Buch auf den Weg zu dir machen kann. :-)  
Ganz lieben Dank für die große Teilnahme! Es freut mich so sehr, dass so viele von euch mitgemacht haben. Ich wünsche euch allen noch eine wunderschöne Adventszeit und ein tolles Weihnachtsfest! :D