Dienstag, 17. Oktober 2017

[Aktion] Dieses Buch bleibt im Regal #3

Eine Aktion von Damaris liest


Diese schöne Aktion stammt von der lieben Damaris von Damaris liest. Als ich auf diese gestoßen bin, hatte ich sofort richtig große Lust mitzumachen. Aufgabe ist es hier, einmal im Moment ein Buch vorzustellen, welches man selbst super gerne hat und das unbedingt bei einem im Regal stehen bleiben muss.
Ich habe so einige richtig tolle Bücher, die ich auf jeden Fall für immer behalten werde und bei denen sich mir die Frage stellen wird, ob ich sie eigentlich wirklich in meinem Regal weiter stehen haben muss.

Eines dieser Bücher ist auf jeden Fall dieses hier:

Ballettschuhe von Noel Streatfield
Ich weiß noch ganz genau, wie ich auf dieses schöne Buch gestoßen bin! Unsere Buchhandlung im Ort war leider kurz vor der Schließung und hatte deswegen alle Bücher, die noch im Laden waren, günstig verkauft. Kurz vor Schluss bin ich dann noch einmal ein letztes Mal stöbern gegangen und habe dann dieses Buch entdeckt. Heute frage ich mich ja immer wieder, wieso es mir erst so spät aufgefallen ist. Das Cover finde ich richtig klasse und auch der Klappentext hatte mich sofort überzeugt. Ohne lange zu überlegen hatte ich mir das Buch gekauft und ich bin ja so froh, dass ich es getan habe! In einem Rutsch hatte ich das Buch damals durchgelesen und ich war ja schon nach den ersten Seiten total begeistert! „Ballettschuhe“ ist bereits 1936 auf Englisch erschienen und wirklich sehr verspätet bei uns in Deutschland. Mittlerweile gibt es auch noch vier weitere Kinderbücher von Noel Streatfield auf Deutsch. Alle habe ich sie mir sofort nach Erscheinen gekauft und alle haben sie mir super gut gefallen. „Ballettschuhe“ aber wird wohl mein Favorit bleiben. Es gibt dazu auch ein sehr schönes Hörbuch, welches von Sascha Icks gelesen wird, eine richtig tolle Sprecherin, die ich total gerne höre. Eine Verfilmung zu „Ballettschuhe“ gibt es übrigens auch, mit Emma Watson! Obwohl ich mir Buchverfilmungen eher ungern anschaue, habe ich mir diesen Film angeguckt, ich besitze ihn sogar auf DVD. Das Buch ist besser, klar, das ist ja meistens so, aber der Film ist nicht schlecht, zumindest mir hat er sehr gut gefallen.
Die anderen Bücher, die von Noel Streatfield auf Deutsch erschienen sind, haben übrigens auch alle das Wort „Schuhe“ im Titel. Hier mal ihre weiteren Bücher:

Zirkusschuhe
Reiseschuhe
Filmschuhe
Theaterschuhe

Man kann die Bücher auch alle unabhängig voneinander lesen, da es sich um Einzelbände handelt.
Kennt ihr die Bücher? Wenn ja, welches Buch hat euch am besten gefallen? :-)

Und darum geht es in dem Buch:
Pauline will eine berühmte Schauspielerin werden, Petrova interessiert sich für Flugzeuge und schnelle Autos und die kleine Posy würde am liebsten Tag und Nacht tanzen. Die drei Fossil-Schwestern sind wirklich ganz schön verschieden. Deswegen geht es in Großonkel Matthews gemütlichem Haus auch oft sehr trubelig zu. Doch in einem sind sich die drei einig: Egal, was passiert - sie werden immer zusammenhalten.
Quelle: Carlsen Verlag


Liebe Blogger, dies ist eine Mitmachaktion von Damaris liest. Du möchtest ebenfalls ein besonderes Buch, das niemals aus deinem Regal auszieht, auf deinem Blog vorstellen und es damit deinen Lesern empfehlen? Dann ...

SEI DABEI!
(die Aktion findet jeweils am 15. des Monats statt)


  • Verwende das Dieses Buch bleibt im Regal-Banner, und verweise damit auf den Ursprungsblog, damit die Aktion Wiedererkennungswert hat.
  • Wenn du magst, hinterlasse mir hier deinen Beitragslink als Kommentar, dann können interessierte Leser und ich zum Stöbern kommen.
  • Mach mit oder auch mal nicht. Am Aktionstag oder später (du hast immer einen ganzen Monat Zeit, bevor die nächste Runde startet) - ganz egal. Die Aktion ist jedes Mal freiwillig. Sie soll gemeinsam Spaß machen und ggf. den Austausch anregen.

Montag, 16. Oktober 2017

[fbm 2017] Mein erster Besuch auf der Frankfurter Buchmesse


Dieses Jahr war ich das erste Mal auf der Frankfurter Buchmesse! Für zwei Tage habe ich mich in das Getümmel gestürzt und eine wirklich richtig tolle Zeit erlebt!

Für mich ging es am Samstag los. Mein Vater und ich sind mitten in der Nacht aufgestanden und um 4 Uhr morgens mit dem Auto nach Frankfurt losgedüst. Nach einer wahren Traumfahrt waren wir um kurz vor neun Uhr in unserer Zielstadt angekommen. Dort sind wir erst noch ein bisschen um das Messegelände herumgeirrt, weil wir den Eingang zuerst nicht gefunden haben. Und das trotz Navi, räusper. ;-)
Schließlich hatte die Sucherei ein Ende und mein Vater hat mich an der richtigen Stelle abgesetzt. Nach Taschenkontrolle und Einscannen war es endlich so weit: Ich habe Halle 3.0 betreten, in der sich alle Stände befanden, die mich interessiert haben!
Allerdings musste ich für meinen ersten Programmpunkt erst einmal nach draußen zum Lesezelt. Dort wollte ich mir unbedingt ein Autogramm von Dagmar Bach holen. Ihre Zimt-Trilogie finde ich ja so klasse!

Zum Glück war ich eine der ersten, so musste ich nicht sehr lange anstehen. Danach ging es wieder zurück in Halle 3.0. Alle Verlagsstände habe ich abgeklappert, tolle Sachen wie Karten, Lesezeichen und sonstigen coolen Kleinkram eingesteckt und ausgiebig in den vielen, vielen Büchern gestöbert.


Auch auf einigen tollen Lesungen war ich. So war ich am Samstag bei der Lesung von „Luzifer Junior – Ein teuflisch gutes Team“ von Jochen Till. Mann, was war die toll! Es hat höllisch viel Spaß gemacht, da zuzuhören. Der Illustrator Raimund Frey hatte mitgelesen und er hat so witzig gelesen! Echt super!

Am Samstag war ich allerdings eher auf wenigen Lesungen, dafür mehr bei Signierstunden. Was Autogramme angeht, war ich wirklich richtig erfolgreich! Paul Maar, Barbara Rose, Sonja Kaiblinger, Rüdiger Bertram, Stefanie Gersternberger, Frauke Scheunemann, Jochen Till,…von all diesen tollen Autoren habe ich mir noch am Samstag ein Autogramm geholt! Besonders die Signierung in meinem zweiten Band von Luzifer Junior ist so genial! Der Illustrator Raimund Frey hat mir vorne in mein Buch einen total coolen Vogel-Teufel gezeichnet. :D
Jochen Till, Raimund Frey und ich


Was mich auch sehr gefreut hat, ist, dass ich einige Menschen getroffen habe, die ich bisher nur aus dem Internet kannte. Endlich habe ich sie mal persönlich kennengelernt!
Auch klasse war das Treffen mit den drei Autorinnen Antje Szillat, Frauke Scheunemann und Stefanie Gerstenberger. Da habe ich natürlich auch sofort die Chance genutzt und ein tolles Foto mit den drei Autorinnen zusammen gemacht!
Antje Szillat, Stefanie Gerstenberger, Frauke Scheunemann und ich







Der Samstag war echt genial. Es war zwar mega voll und ich hatte am Ende ziemliche Rückenschmerzen von dem vielen Bücherschleppen (ich hatte mir einige Bücher von zu Hause zum Signieren mitgenommen) – ich war abends im Hotel aber dennoch rundum zufrieden mit meinem ersten Messetag. Zwei Dinge habe ich zwar leider nicht geschafft, nämlich Ursula Poznanskis und Sebastian Fitzeks Signierstunden, aber alles geht eben leider nicht. Ich habe schon erstaunlich viel von dem geschafft, was auf meinem Plan gestanden hat!

Nach einer recht guten Nacht im Hotel ging es dann am Sonntagmorgen weiter. Um halb zehn war ich wieder auf der Messe und da zu der Zeit noch keine interessanten Lesungen für mich angestanden haben, habe ich die Zeit genutzt und bin noch mal durch Halle 3.0 gestreift. Am Oetinger Stand habe ich drei Bücher abgestaubt, die man umsonst mitnehmen konnte, was mich echt sehr gefreut hat! Auch am Coppenrath Verlag Stand war ich erfolgreich, denn dort wurden am Sonntag alle Bücher zum halben Preis verkauft!


Lesungen habe ich am Sonntag auch wieder welche besucht. So war ich auf der Lesung von „Die kleine Dame melodiert ganz wunderbar“ von Stefanie Taschinski. Die war wirklich schön, sogar gesungen wurde am Ende noch.
Lesung von Stefanie Taschinski

Auch die Lesung von Katja Frixe mit ihrem zauberhaften Wunschbuchladen habe ich besucht. Die war wirklich schön! Was auch ein absolutes Muss für mich gewesen war, war die Lesung von Susanne Fülscher, aus ihrem Buch „Pasta Mista“. Auch hier hat es total viel Spaß gemacht zuzuhören!
Susanne Fülscher liest aus Pasta Mista


Ebenfalls super war Martin Baltscheits Lesung aus seinem neuen Kinderbuch „Besuch Aus Tralien“. Leider hatte ich kein Geld mehr bei mir, sonst hätte ich mir das Buch am Oetinger Stand gekauft. So habe ich Martin Baltscheit auf meinem Block unterschreiben lassen. Seine Signierung ist super geworden, er hat mir einen Löwen gezeichnet, aus seiner Löwen-Reihe, die im Beltz & Gelberg Verlag erschienen ist.

Als letztes war ich dann noch bei Tanya Stewner. Sie hat aus dem dritten Band ihrer „Alea Aquarius“-Reihe vorgelesen. Ich liebe diese Reihe ja sehr und freue mich da auch schon so sehr auf den vierten Band, der nächstes Jahr erscheinen wird.

Tanya Stewner und ich

Nach Tanya Stewner war der Messebesuch dann leider auch schon wieder für mich vorbei. Ich bin am Sonntag nur bis 14 Uhr geblieben, da wir noch eine lange Rückreise vor uns hatten und nicht zu spät nach Hause kommen wollten. Ich fand meinen ersten Besuch auf der Frankfurter Buchmesse richtig schön und möchte auf jeden Fall nächstes Jahr wieder hin! Vielleicht sehe ich ja dann ein paar Leute mehr, die ich bisher leider nie persönlich treffen konnte.
Echt schade, dass das Wochenende so schnell rum ging. Heute konnte ich mich ja kaum auf etwas anderes konzentrieren, da ich mich in Gedanken immer noch auf der Messe befunden habe. Was mich ja heute sehr erstaunt hat: Trotz der Schlepperei die letzten beiden Tage hatte ich heute null Rückenschmerzen gehabt und auch meine Beine und Füße tun mir trotz der Lauferei überhaupt nicht weh. Hätte ich wirklich nicht mit gerechnet. :D
Habt ihr auch so eine tolle Zeit auf der Buchmesse verbracht wie ich? Wenn ja, könnt ihr mir gerne einen Kommentar hier unten hinterlassen, das würde mich riesig freuen!

Viele liebe Grüße

Eure CorniHolmes :-)

[Rezension] Viel näher als zu nah von Angela Kirchner

Gebundene Ausgabe
256 Seiten
Ab 13 Jahren
ISBN: 978-3-7915-0057-7
Erscheinungstermin: 25.09.2017

Klappentext:

Am Anfang war der Knall. Es ist diese Nacht, diese Party, die alles verändert im Leben von Fey und Lucas. Fey und ihre Freundin wollen eigentlich nur nach Hause und geraten mitten rein in das Motorradrennen von Lucas und Ben, mitten rein in den Unfall. Mitten rein in ein neues Leben. Und dann treffen Fey und Lucas sich wieder. Obwohl sie sich hassen sollten, sprüht es Funken, und nicht nur vor Wut!
Modern, eindringlich und ungeschminkt: Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, erzählt aus zwei Perspektiven.

Quelle: Dressler Verlag

Rezension:

Hier hatte mich der Verlag auf das Buch aufmerksam gemacht. Das Cover hatte mich auf den ersten Blick nicht so angesprochen, als ich mir dann aber den Klappentext und die Leseprobe durchgelesen hatte, bin ich richtig neugierig auf das Buch geworden. Eine Liebesgeschichte, erzählt aus zwei Perspektiven, das hat sich sehr interessant angehört. Da mir der Schreibstil in der Leseprobe auf Anhieb richtig gut gefiel, wollte ich Angela Kirchners zweite Werk unbedingt lesen!

Fey und Lucas begegnen sich das erste Mal auf einer Party. Mit ihren pinken Haaren ist sie Lucas sofort aufgefallen. Er ist ganz fasziniert von diesem Mädchen und spricht sie an. Die beiden verstehen sich auf Anhieb richtig gut. Dies soll sich aber ändern, denn noch in derselben Nacht kommt es zu einem schlimmen Unfall. Lucas und sein Freund verlassen die Party gemeinsam und liefern sich auf dem Heimweg ein rasantes Rennen auf ihren Motorrädern. Hätte Lucas seinen Freund doch nur nicht dazu herausgefordert. Dann wäre es nie zu diesem furchtbaren Zusammenprall mit dem kleinen Fiat gekommen, in welchem sich zwei junge Mädchen befanden. Und zwar nicht irgendwelche Mädchen. Bei diesen handelt es sich um Fey und ihre Freundin Jennifer. Lucas und Fey sind mit Verletzungen davongekommen, Jennifer aber musste ins künstliche Koma versetzt werden. Erst als sich Lucas und Fey kurz nach dem Unfall wieder begegnen, erfährt Fey, wer an dem Unfall Schuld war. Sie möchte Lucas dafür hassen, nur fällt ihr das erstaunlich schwer. Immer wieder kreuzen sich nun ihre Wege. Und obwohl sich beide dagegen wehren, können sie es dennoch nicht verhindern, dass sie sich voneinander angezogen fühlen.

Ich war ja von der Aufmachung des Buches ganz erstaunt. Von den Bildern im Internet hatte ich damit gar nicht gerechnet. Der Einband ist Kartonartig, aber natürlich sehr fest und stabil. Es ist auf jeden Fall mal etwas ganz Anderes und Außergewöhnliches. Was mir ja richtig gut gefallen hat, ist der wunderschöne Titel und die Blumen. Deren lila Farbe schimmert richtig toll, wenn man das Buch ins Licht hält.
Obwohl das Buch äußerlich schon sehr besonders aussieht, muss ich gestehen, dass mir die Einbandgestaltung nicht so wirklich gut gefallen hat. Da ist mir ein ganz normaler Einband doch etwas lieber.

Auch muss ich leider sagen, dass mich das Buch nicht so richtig begeistern konnte. Der Schreibstil ist toll, den muss ich wirklich loben. Angela Kirchner schreibt wunderbar flüssig und herrlich leicht. Lesen lässt sich das Buch wirklich schön und sehr angenehm.
Die Handlung aber konnte mich nicht wirklich packen. Dass nicht allzu viel passieren kann, kann man sich ja schon denken, schließlich hat das Buch ja nur gute 250 Seiten. Aber auch auf denen passiert ziemlich wenig. Zumindest habe ich es so empfunden.

Für mich war einfach viel zu wenig Spannung vorhanden. Ich habe das Buch dank des tollen Schreibstils dann doch sehr schnell durchgelesen, nur hielt sich mein Lesespaß dennoch etwas in Grenzen.

Was mir sehr gut gefallen hat, waren die Charaktere. Nicht nur die beiden Protagonisten Lucas und Fey waren mir sofort sehr sympathisch, auch die Nebencharaktere wie zum Beispiel Lucas‘ Freund Ben wurden sehr gut und authentisch von der Autorin ausgearbeitet.

Auch die Handlung ist sehr realistisch und lebensecht. Und auch recht ernst, schließlich geht es hier darum, mit einem schlimmen Unfall klarzukommen und sich einander verzeihen zu können. Die Entwicklung von Lucas und Fey wird sehr gefühlvoll und authentisch von der Autorin beschrieben. Besonders gut gefallen haben mir die wechselnden Perspektivwechsel, sodass man sowohl Lucas als auch Fey näher kennenlernt und man von beiden deren Gefühls- und Gedankenwelt erfährt.

Hier hätte ich mir gewünscht, dass wir die Geschichte auch etwas mehr aus der Sicht von Fey erfahren. Den größeren Anteil übernimmt schon Lucas. Dieser ist mir zwar von den beiden deutlich sympathischer, dennoch hätte ich ein etwas ausgeglicheneres Verhältnis schöner gefunden.

Mir fällt es erstaunlich schwer, dieses Buch zu bewerten. Die Idee finde ich super, auch die Charaktere gefallen mir sehr und der Schreibstil ist echt klasse. Gefühl ist auch sehr viel vorhanden. Dennoch hat mir einfach etwas gefehlt. Meiner Meinung nach hätte man mehr aus der Idee machen können. Ein paar mehr überraschende Wendungen, sodass etwas mehr Spannung vorhanden ist und man auch mehr das Gefühl hat, dass auch wirklich etwas passiert ist, hätten der Handlung schon gut getan.

Eine Kleinigkeit, die mich auch etwas beim Lesen gestört hat, waren die Benennungen von Lucas‘ Eltern. So ist dieser da ständig hin und her gesprungen. Nennt er sie in einem Satz noch Mum und Dad, so spricht er sie im nächsten plötzlich mit ihren Vornamen an. Das hatte mich beim Lesen immer etwas irritiert. Da hätte ich es besser gefunden, wenn die Autorin sich für eine Variante entschieden hätte.

Für zwischendurch ist das Buch sehr nett. Hellauf begeistert bin ich nun nicht davon, aber gut gefallen hat es mir dennoch. Empfehlen kann ich es auf jeden Fall. Wenn man gerne gefühlvolle Liebesgeschichten liest und sich nicht daran stört, dass wenig Spannung vorhanden ist, dann wird einem „Viel näher als zu nah“ bestimmt sehr gut gefallen.
Laut dem Klappentext handelt es sich hier um eine ungewöhnliche Liebesgeschichte. Dem stimme ich vollkommen zu. Ungewöhnlich ist diese wirklich und auch mal etwas anderes. Nur wie oben bereits erwähnt hätte man in meinen Augen aus dieser tollen Idee mehr machen können.

Fazit: Sehr gefühlvoll und authentisch. Die Liebesgeschichte von Lucas und Fey ist ungewöhnlich und mal etwas Anderes. Allerdings konnte mich diese dennoch nicht so wirklich packen. Mir war zu wenig Spannung und Handlung enthalten. Da sich das Buch aber dank des großartigen Schreibstils sehr leicht und angenehm lesen lässt und auch die Charaktere sehr sympathisch sind, hat mir der neue Jugendroman von Angela Kirchner letztendlich doch recht gut gefallen. Für zwischendurch ist es eine sehr nette Lektüre. Von mir erhält „Viel näher als zu nah“ 3,5 – gerundet auf 4 von 5 Sternen.



Vielen Dank an den Oetinger Verlag, der mir dieses schöne Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

Freitag, 13. Oktober 2017

[Rezension] Schwebezustand von Andreas Jungwirth

Ab 12 Jahren
Taschenbuch, Broschur
ISBN: 978-3-570-31081-6
Erschienen: 11.09.2017


Klappentext:

Seit ihre beste Freundin einen Freund hat, fühlt Sophie sich immer öfter wie das fünfte Rad am Wagen. Das wird anders, als sie Moritz trifft. Der ist schon 19, fährt ein schnelles Auto, ist cool. Mit ihm kommt Sophie sich völlig losgelöst vor, weit weg von allem – dem Zoff mit ihrer Freundin, der Trennung ihrer Eltern. Doch als es darauf ankommt, ist nicht Moritz, sondern Paul für sie da. Und Paul kennt sich aus damit, wenn alles in der Schwebe ist ...

Quelle: cbt Verlag

Rezension:

Hier ist mal wieder so ein Buch, bei welchem mir das Cover sofort sehr gut gefallen hat, obwohl auf diesem richtige Menschen abgebildet sind. Das habe ich ja sonst eigentlich nicht so gerne, aber bei diesem Buch hatten mich Cover und Klappentext recht schnell sehr neugierig auf Andreas Jungwirths neuen Jugendroman gemacht.

Sophie ist mit ihrem Leben gerade alles andere als zufrieden. Ihr Vater lässt sich kaum noch blicken und ihre beste Freundin Vanessa hat nur noch wenig Zeit für sie, da sie seit kurzem einen festen Freund hat. Dann aber lernt Sophie auf einer Party den 19-jährigen Moritz kennen. Die 14-järhige ist sofort ganz fasziniert von diesem coolen Jungen, der so viel erwachsener wirkt als die anderen Jungs, denen sie bisher begegnet ist. Mit Moritz ist es so schön leicht, alle Probleme und Sorgen zu vergessen und sich endlich wieder frei und unbeschwert zu fühlen. Doch als Sophie wirklich Beistand benötigt, ist es nicht Moritz, der für sie da ist, sondern Paul. Dieser beobachtet Sophie schon etwas länger. Auch sein Leben ist gerade alles andere leicht. Er kennt sich also aus damit, wenn alles in der Schwebe ist…

Das Buch beginnt ohne große Einleitung, was mir richtig gut gefallen hat. Man ist gleich mittendrin im Geschehen und lernt Sophie und ihre beiden Freundinnen Susa und Vanessa kennen. Sophie, die Protagonistin, war mir auf Anhieb sympathisch. Im Verlaufe des Buches konnte ich zwar so einige ihrer Handlungen nicht wirklich nachvollziehen und ich habe sie auch öfters als ziemlich naiv empfunden – dennoch ist sie ein sehr angenehmer Charakter und ich konnte mich auch oft gut in sie hineinversetzen.

Ihre beiden Freundinnen dagegen konnte ich nicht leiden. Ganz besonders Vanessa, die sehr egoistisch und oberflächlich ist.

Richtig gefallen haben mir eigentlich nur zwei Charaktere: Sophie und Paul. Paul lernen wir anfangs durch seine Tagebucheinträge kennen. Mir haben diese Einträge richtig gut gefallen. Sie haben etwas Spannung in die doch sehr ruhige Geschichte gebracht.
Paul ist ein richtig netter Junge, der mir nur noch sympathischer wurde, als wir auch außerhalb seines Tagebuchs etwas über ihn erfahren haben.

Moritz dagegen, welchen Sophie auf einer Party kennenlernt und von dem sie sofort ganz fasziniert ist, hat mich das ganze Buch über sehr verwirrt und warm geworden bin ich mit ihm auch überhaupt nicht. Ganz besonders am Ende hat er auf mich einen total gestörten Eindruck gemacht. Allerdings hat sein Verhalten die Handlung auch sehr gut vorangetrieben, da man als Leser unbedingt wissen wollte, warum er sich so sonderbar verhält.

Der Schreibstil von Andreas Jungwirth hat mir sehr gut gefallen. Er ist jugendlich, flüssig und liest sich sehr angenehm. Geschrieben ist das Buch aus der dritten Perspektive, was ich ein wenig schade fand. Den Ich-Erzähler hätte ich hier schöner gefunden, da es einem so vielleicht leichter gefallen wäre, manche von Sophies Handlungen besser nachvollziehen zu können. Zumindest mir ist das nicht immer gelungen. Dies kann aber auch daran liegen, dass ich keine 14 mehr bin. Obwohl das auch seltsam wäre, da ich wirklich so gut wie nur Kinder- und Jugendbücher lese und sonst eigentlich nie Probleme damit habe, mich in jüngere Charaktere hineinzuversetzen.

Komplett überzeugen konnte mich das Buch leider nicht. Eingeteilt ist es in drei Teile und die ersten beiden haben mir auch noch sehr gut gefallen. Der letzte Teil allerdings konnte mich nicht so begeistern. Auch das Ende fand ich enttäuschend, da es mir zu offen war und einige Dinge ungeklärt blieben.

Schwebezustand“ ist in meinen Augen eindeutig ein Buch für Jugendliche. Erwachsenen würde ich es nicht so unbedingt empfehlen, hier kann ich mir vorstellen, dass eher Jungen und Mädchen ab 12 Jahren Spaß beim Lesen haben werden.


Fazit: Ein recht ernster und melancholischer Jugendroman, welcher nett für zwischendurch ist. Mich konnte das neue Jugendbuch von Andreas Jungwirth nicht komplett überzeugen, da mir nicht alle Charaktere gefallen haben und ich auch die Handlung stellenweise etwas verwirrend fand. Der Schreibstil aber ist wirklich gut und ich habe das Buch auch relativ schnell durchgelesen. Da ich so ein paar Kritikpunkte an das Buch habe, erhält es von mir 3,5 – hier gerundet auf 4 von 5 Sternen!





Donnerstag, 12. Oktober 2017

[Rezension] Die streng geheime Geisterschule von Toby Ibbotson

dtv Junior
Deutsche Erstausgabe
352 Seiten, ab 8 Jahren
ISBN: 978-3-423-76193-2
Erschienen: 13.10.2017

Klappentext:

In der streng geheimen Geisterschule werden die Geister in der hohen Kunst des Spukens unterrichtet. Sie sollen endlich wieder lernen, Angst und Schrecken zu verbreiten. Das Problem ist nur, dass der Müffelnde Druide, der Krieger ohne Beine und Vera, die Spukfee, sich zwar bemühen, gruselig zu sein, aber selbst von Ängsten geschüttelt sind. Und als auch noch der kleine Percy auf dem Weg zur Schule verloren geht, sind die Geister außer sich vor Sorge.

Quelle: dtv Verlag

Rezension:

Ich bin schon seit Ewigkeiten ein riesengroßer Fan von Eva Ibbotsons Kinderbüchern! Als sie vor einigen Jahren gestorben ist, war ich ja schon ziemlich traurig, dass es nun keine weiteren Bücher mehr von ihr geben wird. Daher war meine Vorfreude mehr als groß, als ich entdeckt hatte, dass nun ihr ältester Sohn ein Kinderbuch geschrieben hat - nach einer Idee von Eva Ibbotson! Mich hat hier sofort alles angesprochen und so habe ich mich schon sehr auf „Die streng geheime Geisterschule“ gefreut!

Die drei Großhexen Fredegonda, Goneril und Drusilla stören sich schon länger daran, dass die Geister von heute einfach nicht mehr richtig gruselig sind. So kann das nicht weitergehen! Daher beschließen die drei Hexen kurzerhand, eine Geisterschule zu eröffnen. In dieser wollen sie die Geister in der hohen Kunst des Spukens unterrichten, sodass die Menschen wieder, wie in den guten alten Zeiten, vor Angst und Schrecken erzittern, wenn die Geister ihr Unwesen treiben. Leider stellt sich dieses Vorhaben dann doch als schwieriger heraus, als von den Großhexen angenommen. Viele Geister bemühen sich zwar, richtig gruselig zu sein, nur fürchten sie sich selbst sehr schnell und gruseln sich mehr als ihre Spukopfer. Durch den kleinen Geisterjungen Percy aber machen die Geister von der Geisterschule die Bekanntschaft der beiden Kinder Daniel und Charlotte. Diese sind gerade mehr als unglücklich, da sie wegen eines großen Bauprojektes ihre Häuser räumen sollen. Die Bewohner, die davon betroffen sind, lassen sich aber nicht so einfach vertreiben und wollen den Bau verhindern. Ein kleiner Gespensterspuk kommt da doch gerade recht!

Mir hat das erste Buch von Toby Ibbotson richtig gut gefallen! Vorne im Buch erfährt man, dass er viele Buchideen gemeinsam mit seiner Mutter entwickelt hatte, wobei diese dann immer nur Eva Ibbotson zu Papier gebracht hat. Nach ihrem Tod aber hat nun ihr Sohn ein Buchprojekt ausgearbeitet und ich muss sagen, dass er eindeutig das Schreibtalent seiner Mutter geerbt hat!

Die Atmosphäre in dem Buch ist genau so, wie ich es aus Eva Ibbotsons Büchern gewohnt bin. Schauplatz ist wie immer England, welches bekannt ist für seine vielen alten Burgen und großen Anwesen.
Wie das Setting, so haben mich auch die Charaktere hier sofort an andere Werke von Eva Ibbotson erinnert. Hexen, Gespenster, fiese Erwachsene, mutige Kinder – auf solche Figuren trifft man immer wieder in den Büchern der berühmten Kinderbuchautorin.

So also auch hier. Das Buch beginnt mit den drei Großhexen, die sich sehr darüber ärgern, dass die Geister von heute kaum noch gruselig sind und den Menschen gar keine richtige Angst mehr machen können. Sie beschließen daher, eine Geisterschule zu eröffnen. Nach längerem Suchen haben sie auch den perfekten Ort dafür gefunden: Ein altes, burgähnliches Anwesen, welches schon länger unbewohnt ist.
Recht schnell haben die Großhexen ihre ersten Schüler und können mit dem Unterricht beginnen.

Der Anfang des Buches beginnt recht ruhig. Stellenweise habe ich die ersten Seiten auch als etwas langweilig empfunden, was sich aber sehr schnell wieder gelegt hat. Spätestens nachdem die beiden Kinder Daniel und Charlotte auf die Geister und die Großhexen treffen, wird es spannend und abenteuerlich. Auch eine Prise Grusel ist selbstverständlich mit dabei, wie es in dem Klappentext auch angekündigt wird.
Die Geister von heute mögen das Spuken zwar verlernt haben, aber in der Not wird auch jedes noch so harmlose Gespenst zu einer wahrlich schaurigen Erscheinung. Ich habe beim Lesen ja richtig mitgefiebert und so gehofft, dass das große Bauprojekt verhindert werden kann.

Dank der Geister scheinen die Chancen auch recht gut zu stehen. Über deren Spukeinfälle habe ich mich sehr amüsiert. Das Buch ist stellenweise wirklich sehr humorvoll und auch äußerst schräg. Besonders die Tante von Daniel, Tante Joyce, wird herrlich überzogen dargestellt und obwohl sie eine ziemlich unangenehme Frau ist, habe ich ihre Rolle in dem Buch sehr gemocht.

Die Charaktere sind hier allesamt wirklich hervorragend gelungen. Daniel und Charlotte sind zwei ganz liebe Kinder, die mir sofort super sympathisch waren und die ich für ihre tolle Freundschaft sehr bewundert habe.
Auch die Geister und die drei Großhexen sind klasse. Besonders den kleinen Geisterjungen Percy habe ich sofort fest in mein Herz geschlossen.

Für Kinder ab 8 Jahren, die gerne Gespenster- und Abenteuergeschichten lesen, ist dieses Buch sehr zu empfehlen! Die Schrift ist recht groß, die Kapitel haben eine angemessene Länge und der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig. Ich habe das Buch trotz seiner fast 350 Seiten rasend schnell durchgelesen und hatte dabei jede Menge Spaß.

Sehr gut gefallen hat mir hier auch, dass das Buch die Werte Freundschaft und Zusammenhalt sehr schön vermittelt und auch, dass man für seine Ziele kämpfen und nicht sofort wieder aufgeben sollte. Das macht ein gutes Kinderbuch ja immer für mich aus: Es sollte nicht nur einen großartigen Lesespaß liefern, sondern auch eine wichtige Botschaft enthalten.

Für Eva Ibbotson-Fans ist dieses Buch auf jeden Fall ein absolutes Muss! Auch Erwachsenen kann ich „Die streng geheime Geisterschule“ sehr ans Herz legen. Diese humorvolle und spannende Geschichte ist eindeutig nicht nur was für Kinder.
Ich hoffe sehr, dass es nicht nur bei diesem einen Kinderbuch von Toby Ibbotson bleiben wird und wir noch einige weitere so tolle Bücher von ihm zu lesen bekommen werden!

Fazit: Liebenswert, spannend und humorvoll! Toby Ibbotson beweist mit seinem ersten Kinderbuch, dass er das Können seiner Mutter geerbt hat und ihr ein würdiger Nachfolger ist. Mich konnte diese leicht gruselige und abenteuerliche Geistergeschichte hellauf begeistern und ich gebe dem Buch gerne volle 5 von 5 Sternen!



Vielen Dank an den dtv Verlag, der mir dieses schöne Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

Mittwoch, 11. Oktober 2017

[Aktion] Cover Theme Day #8


Dies ist eine Aktion von der lieben Charleen. Jeden Mittwoch muss man zu einem bestimmten Thema ein Buchcover zeigen. Ich mache bei dieser tollen Aktion wirklich gerne mit, da man bei dieser einige sehr interessante Bücher entdecken kann, die man vorher noch nie gesehen hatte. Wenn ihr gerne wissen wollt, was für Themen in der nächste Zeit noch kommen werden, dann klickt hier

Das Thema dieser Woche ist: „Zeige ein herbstliches Cover“


Charlie Bone und der Rote König von Jenny Nimmo

Ein Sturm zieht auf, dunkle Wolken jagen über die Stadt und ein Schatten streift durch die Straßen. Mitten in der Nacht schreckt Charlie aus einem schrecklichen Traum hoch und spürt: Etwas ist geschehen. Etwas ist unterwegs und hinter ihm und den anderen Kindern des Roten Königs her. Und diesmal sind es weder die fiesen Bloors noch Charlies schreckliche Tanten: Lord Harken Badlock geht um und diesmal wird es Charlie nicht ohne die Hilfe des Roten Königs schaffen.

Kennt ihr die Charlie Bone Bücher? Ich liebe diese Reihe ja sehr! Mein Cover zeigt den fünften Band von insgesamt acht Bänden. Hier rate ich dringend, die Bände vom ersten Teil an zu lesen, da die Bücher sehr aufeinander aufbauen! Ich habe die Charlie Bone Bücher als Kind gelesen und kann mich noch sehr gut erinnern, dass ich diese förmlich verschlungen habe und immer schon ganz ungeduldig auf jeden neuen Band gewartet habe. Harry Potter Fans kann ich die Reihe ganz besonders ans Herz legen. Die Story ist zwar eine komplett andere, aber ich denke, dass gerade Harry Potter Liebhaber von den Charlie Bone Büchern begeistert sein werden. Zumindest eine große Gemeinsamkeit gibt es: Auch Charlie Bone geht auf eine magische Schule, wie Harry. Nur geht es in dieser nicht so richtig ums Zaubern, sondern um magische Talente. Je nach magischer Begabung wirst du einem Zweig zugeteilt. Die Abenteuer, die Charlie erlebt, sind richtig spannend und mitreißend! Wirklich schade, dass nach acht Bänden Schluss war, ich hätte nichts gegen ein paar Charlie Bone Bücher mehr einzuwenden gehabt. ;-)

Dienstag, 10. Oktober 2017

[Rezension] Liebe, Schnee und andere Desaster von Nicola Doherty

Ab 14 Jahren
Taschenbuch, Broschur
ISBN: 978-3-570-31185-1
Erschienen: 09.10.2017

Klappentext:

Für Juno ist das Leben ein einziges Risiko: Klimawandel, frei laufende Füchse, Zombies – das nächste Desaster wartet quasi um die Ecke. Als Juno von ihrer frisch zusammengewürfelten Patchwork-Familie zu einem Skiurlaub in den Alpen verdonnert wird, schätzt sie ihre Überlebenschancen gleich null ein. Das ändert sich erst recht nicht, als sie Boy trifft, den jungen Skilehrer: ruppig, waghalsig, abenteuerlustig. Überhaupt nicht ihr Typ. Oder etwa doch? Sich zu verlieben, merkt Juno bald, ist das größte Risiko von allen …

Quelle: cbt Verlag


Rezension:


Hier hatte mich das Cover sofort angesprochen. Eigentlich mag ich es ja gar nicht so gerne, wenn vorne auf dem Buch richtige Menschen abgebildet werden; hier aber hat es mir auf den ersten Blick richtig gut gefallen. Besonders schön finde ich ja die verschneite Bergkulisse im Hintergrund und die blassen Farben. Da auch der Klappentext sehr nett geklungen hat und ich romantische Teenieromane immer sehr gerne lese, war ich auf „Liebe, Schnee und andere Desaster“ schon sehr gespannt gewesen.

Juno ist eine Skeptikerin und fürchtet sich vor vielen Dingen. Daher führt sie sogar eine Liste, in welcher sie alle Punkte auflistet, die ihr Angst machen und die ein Risiko bedeuten. Von Klimawandel, Naturkatastrophen, schlechten Noten und Zombies ist alles mit dabei. Auch mit aufgeführt ist ein gemeinsamer Skiurlaub mit ihrer neuen Patchworkfamilie. Als es dann tatsächlich heißt, dass sie zusammen mit ihrer Mutter, ihrem Stiefvater und dessen beiden achtjährigen Söhnen die Ferien in Österreich verbringen soll, ist Juno darüber alles andere als begeistert und schätzt ihre Überlebenschancen nicht sehr hoch ein. Ihre Meinung ändert sich aber recht schnell, als sie den jungen Skilehrer Boy kennenlernt. Anfangs versucht sie sich noch einzureden, dass er überhaupt nicht ihr Typ ist und sie ihn gar nicht leiden kann. Dann aber beginnt sie Boy doch sehr sympathisch finden und sie merkt recht schnell, dass sich verlieben ganz klar auf ihrer Risiko-Liste bisher gefehlt hat…

Das Buch beginnt mit Junos Risiko-Liste, welche sich sehr unterhaltsam lesen lässt. Die Idee hat mir sehr gut gefallen, da man so schon direkt am Anfang merkt, was für ein skeptischer und ängstlicher Typ die Protagonistin Juno ist.

Der Einstieg in das Buch fiel mir so recht leicht. Der Schreibstil ist locker und lässt sich sehr angenehm lesen. Auch habe ich die Schrift als relativ groß empfunden, sodass ich mit dem Lesen wirklich sehr flott vorangekommen bin. Auch die Kapitel waren zum Teil ziemlich kurz, sodass es öfter mal Seiten gegeben hat, die nur sehr wenig Text enthielten.

Diese Dinge haben auch hauptsächlich dazu beigetragen, dass ich das Buch so schnell durchgelesen habe. Die Story konnte mich leider nicht so packen. Das Buch ist ganz nett für zwischendurch, für mich war es aber auch nicht mehr.

Juno war mir leider nicht so sympathisch. Zum Ende hin schon etwas mehr als am Anfang, aber so richtig warm geworden bin ich mit ihr einfach nicht. Mir ging ihre Meinungsänderung bezüglich Boy und ihrer Risikoeinstellung etwas zu schnell. Vom Typ her haben Juno und ich schon so unsere Gemeinsamkeiten, auch wenn ich vieles nicht so pessimistisch sehe wie sie es tut. Aber auch ich bin eher ein ängstlicher Mensch, daher hatte ich angenommen, dass ich mich recht gut in Juno hineinversetzen könnte. Nur irgendwie ist mir das nicht so wirklich gelungen.

Auch bei Boy habe ich etwas gebraucht, bis ich ihn mochte, da haben Juno und ich also noch eine weitere Gemeinsamkeit. Nachdem aber die erste Hürde überwunden war, habe ich den attraktiven Skilehrer doch sehr gerne gemocht.

Auch Junos Familie und die Mitarbeiter in dem Hotel fand ich sehr nett. Besonders Junos achtjährige Stiefbrüder. Die beiden sind total niedlich und haben mich öfters sehr zum Schmunzeln gebracht.

Was mir auch noch sehr gut gefallen hat, war der Schauplatz. Das verschneite Österreich, die Alpen – ich liebe die Berge ja sehr, daher konnte mich vermutlich auch das Cover sofort ansprechen.

Die Story allerdings konnte mich nicht so überzeugen. Die Liebesgeschichte war so ganz okay, auch wenn ich mir mehr romantische Szenen gewünscht hätte. Juno und Boy zusammen waren recht süß, nur ging es mir, wie oben bereits erwähnt, bei Junos Meinungsänderung etwas zu schnell. Sie macht sich ständig Gedanken, wie gefährlich das Leben doch ist und handelt selten spontan. Daher habe ich es als ein wenig unrealistisch empfunden, dass sie für Boy, einen Jungen, den sie kaum kennt, etwas tut, was nach ihrer Lebenseinstellung eigentlich viel zu riskant ist. Ich fand es zwar toll, dass Juno im Verlaufe des Buches deutlich gelassener wird und nicht alles als ein Hochsicherheitsrisiko ansieht; dennoch kam mir dieser plötzlicher Umschwung etwas zu flott.

Fazit: Mir hat hier leider etwas gefehlt. Empfehlen kann ich das Buch denjenigen, die nicht zu viel Romantik brauchen und sich nicht an Klischees stören. Denn ein wenig klischeehaft ist die Geschichte ja schon. Zumindest habe ich es so empfunden. Mich stören Klischees ja selten, daher waren die auch nicht der Grund, warum mich das Buch nicht so begeistern konnte. Es gab zwar einige nette Szenen, die ich sehr unterhaltsam fand, aber leider muss ich dem Buch dennoch nur 3 von 5 Sternen geben.



Vielen Dank an das Bloggerportal und den cbt Verlag, die mir dieses schöne Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben! 

Sonntag, 8. Oktober 2017

[Rezension] Kiss me in Paris - A Winter Romance von Catherine Rider

Ab 13 Jahren
Paperback, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-570-16478-5
Erschienen: 02.10.2017

Klappentext:

New Yorkerin Serena Fuentes hatte es sich alles so schön vorgestellt: Paris, die Stadt der Liebe, 21. Dezember, auf den Spuren der Hochzeitsreise ihrer Eltern, gemeinsam mit der Schwester – Romantik pur! Doch die Schwester düst mit ihrer neuesten Flamme nach Madrid ab, während Serena bei einem komplett Fremden unterkommen muss. Quelle horreur! Jean-Luc Thayer ist nur mäßig begeistert von der Aussicht, eine amerikanische Touristin babysitten zu müssen. Umso irritierter ist er, als Serena ihn auf eine von A bis Z durchgeplante Tour durch die Stadt mitzerrt. Jean-Luc improvisiert lieber, vorzugsweise mit der Kamera. Aber irgendwann auf dem langen Spaziergang durch Paris merken Serena und Jean-Luc, dass Gegensätze sich anziehen … 

Quelle: cbt Verlag

Rezension:

Letztes Jahr hatte ich den ersten Kiss me-Teil gelesen, welchen ich mir aufgrund des wunderschönen Covers gekauft hatte. Auch bei diesem Buch finde ich das Cover einfach nur toll. Kiss me in New York konnte mich nicht so ganz überzeugen, daher hatte ich hier gehofft, dass vielleicht der neue Jugendroman von Catherine Rider mich mehr begeistern könnte.

Ihr Trip nach Paris hätte so schön sein können. Diesen hatte die New Yorkerin Serena Fuentes schon lange im Voraus geplant und sich alles so toll ausgemalt: das winterliche Paris, kurz vor Weihnachten, gemeinsam mit ihrer Schwester. Zusammen wollten die beiden alle Orte in Paris aufsuchen, die ihre Eltern auf ihrer Hochzeitsreise besucht hatten. Doch der Plan fällt ins Wasser. Serena ist gerade erst in Paris angekommen, da eröffnet ihr ihre Schwester, dass sie lieber mit ihrem neuen Lover nach Madrid reisen möchte. Serena ist enttäuscht, möchte die Unternehmung aber auch nicht abblasen und beschließt daher, sie alleine durchzuziehen. Wohnen wird sie in der Zeit bei einem hier völlig Fremden. Dieser heißt Jean-Luc Thayer, ist ein Kumpel von dem neuen Freund ihrer Schwester und ist alles andere als begeistert darüber, nun eine amerikanische Touristin an der Backe zu haben. Eigentlich müsste er sich dringend um sein Studium kümmern, aber ehe er es sich versieht, begleitet er Serena auf ihrer Paris-Tour. Während der gemeinsamen Zeit wird deutlich, wie verschieden die beiden sind. Doch wie heißt es so schön: Gegensätze ziehen sich an und die beiden kommen sich immer näher...


Hier hat mir das wunderschöne Cover eindeutig zu viel versprochen. Der zweite Band der Kiss me-Reihe hat mir sogar noch weniger gut gefallen als der erste Teil. Ich habe mit einer viel weihnachtlicheren Atmosphäre gerechnet und auch mit deutlich mehr Romantik.

Vom Cover sollte man ja meinen, dass man es hier mit einem winterlichen Weihnachtsroman zu tun bekommt. Vielleicht hatte ich einfach zu viel erwartet, ich jedenfalls wurde hier so gut wie gar nicht in eine weihnachtliche Stimmung versetzt. Normalerweise lese ich Bücher mit dem Thema Weihnachten auch immer erst in dieser Zeit; da ich meine Rezension aber nicht so lange aufschieben wollte, habe ich das Buch eben schon jetzt im Oktober gelesen. Was man auch getrost tun kann. Zumindest ich würde es nicht als ein Weihnachtsbuch bezeichnen. Vom Cover her schon, das auf jeden Fall, aber die Geschichte kann man eigentlich, wenn überhaupt, als winterlich bezeichnen, da wir die Stadt Paris im kalten Winter erleben dürfen.
Weihnachtliche Dinge wie Lichterketten, Geschenke einkaufen und die gelegentliche Bemerkung, dass ja bald Heiligabend ist, werden zwar in dem Buch erwähnt, allerdings konnten diese in mir dennoch nicht die Lust auf Weihnachten wecken, wie es Weihnachtsbücher sonst immer bei mir tun.

In Kiss me in Paris geht es eigentlich nur um die Tour, die Serena mit Jean-Luc macht, und um die ganzen Sehenswürdigkeiten, die sie aufsuchen. Man erfährt hier sehr viel über Paris, was mir sehr gut gefallen hat, aber da es hauptsächlich um diesen Trip geht, habe ich manche Szenen als etwas langweilig empfunden und hatte nach dem Lesen des Buches auch das Gefühl, dass kaum etwas passiert ist.

Auch die Romantik kam mir zu kurz. Die Beziehung zwischen Serena und Jean-Luc habe ich die meiste Zeit eher freundschaftlich empfunden. Erst zum Ende des Buch wurde sie inniger, aber selbst da wurde die Geschichte in meinen Augen kaum romantisch.
Was mir gefallen hat, war der angenehme Schreibstil. So habe ich das Buch, obwohl es mich nicht wirklich packen konnte, dann doch recht schnell durchgelesen.

Die Charaktere konnten mich leider auch nicht so wirklich überzeugen. Serena blieb mir bis zum Ende unsympathisch. Netter fand ich da Jean-Luc. Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht der beiden erzählt, sodass wir beide Protagonisten besser kennenlernen. Das wiederum hatte mir ebenfalls gut gefallen. Es macht das Lesen abwechslungsreicher und man erfährt von beiden Hauptfiguren deren Gefühle und Gedanken.

Ich bin dennoch nicht so ganz mit Serena und Jean-Luc warm geworden. Manche ihrer Gedanken konnte ich nicht nachvollziehen und vieles ging mir einfach zu schnell.

Kiss me in New York konnte mich schon nicht so wirklich überzeugen und von der Fortsetzung bin ich leider noch enttäuschter. Sollte es einen weiteren Band aus dieser Reihe geben, werde ich den wohl nicht lesen. Da kann das Cover noch so schön sein, die Bücher von Catherine Rider scheinen einfach nicht so mein Fall zu sein.

Ein Pluspunkt, welcher das Buch in meinen Augen noch hat, ist, dass die Geschichte stellenweise schon etwas tiefgründiger ist. So erfahren wir, dass Serena diese Tour ihren Eltern zuliebe tut, ganz besonders für ihren Vater. Dieser ist vor einigen Jahren gestorben und Serena hat seinen Tod immer noch nicht so wirklich verarbeiten können. Für einen Jugendroman habe dieses doch recht ernste Thema als sehr passend empfunden. Manche Gespräche, die Serena und Jean-Luc führen, haben mir sehr gut gefallen und mich auch zum Gedanken angeregt.

Wirklich retten konnte dieser Punkt meine Meinung zu dem Buch aber leider nicht. Für zwischendurch ist das Buch ganz okay. Man darf hier einfach nicht mit zu viel Romantik und Weihnachtsatmosphäre rechnen, ansonsten wird man von diesem Buch vermutlich, wie ich, ziemlich enttäuscht werden.


Fazit: Mich konnte das Buch leider nicht so wirklich überzeugen. Für zwischendurch ist es ganz nett, aber mein Lesespaß hielt sich hier schon in Grenzen. Ich habe ja meist den richtigen Riecher bei meiner Bücherauswahl und muss daher eher selten Sterne abziehen – hier aber reicht es bei mir leider nur für 2,5 - gerundet auf 3 von 5 Sternen!



Vielen Dank an das Bloggerportal und den cbt Verlag, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben!