Mittwoch, 20. September 2017

[Aktion] Cover Theme Day #5



Diese Aktion stammt von der lieben Charleen. Jeden Mittwoch muss man zu einem bestimmten Thema ein Buchcover zeigen. Ich mache bei dieser tollen Aktion wirklich gerne mit, da man bei dieser einige sehr interessante Bücher entdecken kann, die man vorher noch nie gesehen hatte. Wenn ihr gerne wissen wollt, was für Themen in der nächste Zeit noch kommen werden, dann klickt hier

Das Thema dieser Woche ist: „Zeige ein Cover mit dem Element Feuer“


Feuerflügel von Kenneth Oppel

Schatten macht sich auf die höchst gefährliche Suche nach seinem Sohn Greif, der in die Unterwelt gerissen wurde. Band 3 der erfolgreichen Fledermaus-Trilogie.
Ein schweres Erdbeben lässt die Bäume des Waldes schwanken und splittern. Greif, der junge Silberflügel, wird durch einen aufgerissenen Spalt tief in die Erde gezogen. Greifs Vater »Schatten« begibt sich auf eine Reise voller Abenteuer und Gefahren. Aber noch jemand ist auf der Suche nach Greif - ein todbringender Feind, von dem »Schatten« gehofft hatte, er sei für immer besiegt. Wer wird Greif zuerst finden? Und gibt es überhaupt einen Weg aus dem düsteren Totenreich?
Quelle: Beltz Verlag
Als Kind habe ich die Silberflügel Trilogie ja förmlich verschlungen. Hier handelt es sich bereits um den dritten und letzten Band. Allerdings gibt es auch eine Vorgeschichte zu der Trilogie, Nachtflügel, die mir auch recht gut gefallen hat. Ich kann euch die Bücher wirklich sehr empfehlen! Eine Zeitlang habe ich Bücher, die aus der Sicht von Tieren erzählt werden, ja richtig gerne gelesen. Mittlerweile sind diese nicht mehr so ganz mein Fall, aber die Silberflügel Trilogie möchte ich dennoch irgendwann auf jeden Fall noch einmal lesen. Zum ersten Band gibt es übrigens auch eine Zeichentrickserie. Diese ist erstaunlich gut. Ich kann mich zwar nur noch an wenige Details erinnern, weiß aber noch, dass mir die Serie damals recht gut gefallen hat.
Kennt ihr die Trilogie? Wenn ja, wie findet ihr sie? 

Sonntag, 17. September 2017

[Rezension] 10 kleine Burggespenster - Kein Schatz für Zipfel von Britta Nonnast

Gebundene Ausgabe
Mit Illustrationen von Susanne Göhlich
Ab 4 Jahren
96 Seiten
ISBN: 978-3-280-03547-4
Erschienen: 08.09.2017

Klappentext:

Auch Gespenster träumen vom großen Glück: viel Geld, ein toller Palast zum Spuken und eine prächtige Kutsche. Das wär’s!
Zipfel, das kleinste Gespenst, hat einen großen Traum: Er will das reichste Gespenst der ganzen Welt werden! Denn das, so glaubt er, müsste doch zum Ziel aller Träume führen. Aber alle Versuche, möglichst schnell zu diesem Reichtum zu gelangen, zeigen vor allem eins: Es ist gar nicht so einfach, Träume Wirklichkeit werden zu lassen. Und ehe man sichs versieht, hat man das naheliegende Glück glatt übersehen.


Rezension:

Das erste Buch mit den 10 kleinen Burggespenstern hatte mir richtig gut gefallen, daher war ich auf die Fortsetzung schon sehr gespannt gewesen. Auch bei dieser finde ich das Cover wieder sehr gelungen und richtig niedlich. Der Klappentext konnte ebenfalls sofort meine Neugier wecken, daher habe ich ganz erwartungsvoll zu lesen begonnen.

Eigentlich sollte Zipfel wie seine Freunde friedlich schlafen, doch das kleine Gespenst ist überhaupt nicht müde und fliegt viel lieber ein bisschen in der Stadt herum. In einem Schaufenster fallen Zipfel dann die herrlich schimmernden Uhren und der glitzernde Schmuck auf. Ganz begeistert betrachtet er das funkelnde Glitzerzeug. In ihm erwacht ein Traum: Er will reich werden und auch so wunderschöne Dinge besitzen. Zipfel möchte nun möglichst schnell an viel Geld kommen, um seine Träume vom Reichtum zu verwirklichen. Doch leider scheitern alle seine Versuche. Anscheinend ist es gar nicht so leicht, zu großem Reichtum zu gelangen. Und seine Träume zu verwirklichen kann sehr schwierig sein. Zipfel aber gibt nicht auf und bei der vielen Pläneschmiederei übersieht er fast, dass er seinen größten Schatz schon längst besitzt.

Leider konnte mich der zweite Band nicht ganz so begeistern wie der Band davor. Ich hatte natürlich dennoch viel Spaß beim Lesen und finde die Geschichte wirklich niedlich – nur waren hier so ein paar Dinge, die ich in einem Kinderbuch nicht so gern sehe.

Erstmal vorweg: man muss nicht den ersten Band der 10 kleinen Burggespenster kennen, um dieses Buch verstehen zu können. Die Bände sind in sich abgeschlossen und können sehr gut unabhängig voneinander gelesen werden.
Im ersten Band waren Marti und Luzie die Hauptgespenster. In diesem Buch ist es das kleine Gespenst Zipfel und das Gespenstermädchen Lilli mit ihrem Hund Chilli. Natürlich werden auch die anderen Burggespenster erwähnt, nur nehmen diese eher kleinere Rollen in dieser Geschichte ein.

Mich haben in diesem Buch zwei Dinge gestört, wegen denen ich auch leider einen Stern abziehen muss. Als erstes hat mir Zipfel anfangs nicht so gut gefallen. Wie Lilli einmal sehr passend gemeint hat: Das kleine Gespenst kann schon recht fies sein. Zipfel denkt, dass nur viel Geld ihn glücklich machen kann und um an dieses zu gelangen, ist er sogar bereit eine Bank zu überfallen. Das wäre dann auch schon der zweite Punkt, den ich nicht so gut fand: Zipfel klaut mir einfach zu viel in dieser Geschichte. Für ein Kinderbuch dieser Altersklasse sehe ich das etwas kritisch. Der Banküberfall misslingt natürlich und wird auch recht amüsant beschrieben, da Zipfel den Bankangestellten mit einer Schokoladenpistole bedroht, die gerade am Schmelzen ist, nur fand ich diese Szene im Buch dennoch nicht so schön.

Mit Zipfel bin ich schließlich dann doch noch warm geworden. Man darf ja auch nicht vergessen, dass Zipfel noch ein sehr junges Gespenst ist und alles erst noch lernen muss. So eben auch, dass Reichtum allein nicht glücklich macht. Die Botschaft dieser Geschichte finde ich wirklich sehr schön. Das Buch zeigt auf kindgerechte (bis auf das Klauen) und unterhaltsame Weise, dass Familie und Freunde der größte Schatz im Leben sind und dass man am Glücklichsten ist, wenn man diese an seine Seite hat und nicht alleine ist.
Dies wird schließlich auch unserem lieben Zipfel bewusst. Neun tolle Gespensterfreunde, die immer zu ihm halten und bei denen er sich wohl fühlt; einen größeren Schatz kann man als kleines Gespenst doch eigentlich gar nicht besitzen, oder?

Das Buch eignet sich perfekt zum Vorlesen. Für geübtere Leser lässt es sich auch wunderbar selber lesen. Für Erstleser aber ist der Text noch zu schwierig, da es sich hier nicht um großgedruckte Fibelschrift handelt und auch die Sätze manchmal recht lang sind.
Da es auch hier wieder sehr viele schöne farbige Illustrationen von Susanne Göhlich gibt, ist auch das zweite Abenteuer der 10 kleinen Burggespenster ein wundervolles Vorlesebuch für die ganze Familie. Die Illustrationen haben mir sehr gut gefallen, auch wenn ich es etwas verwirrend fand, dass manche Figuren, die eigentlich Menschen sein sollen, als Tiere dargestellt werden. So sieht man gleich auf der zweiten Seite, wie ein Schwein einem Pudel die Autotür aufhält. Beide tragen Kleidung und stehen aufrecht auf zwei Beinen. Die Idee finde ich eigentlich ganz witzig, so mal hier, mal da Tiere die Rollen von Menschen spielen zu lassen. Da die Tiere aber nie im Buch erwähnt werden, hatte ich mich anfangs schon etwas gewundert, wieso da denn nun ein Pudel mit Einkaufstaschen ins Auto steigt. Aber so haben Kinder was zum Suchen und können sich einen Spaß daraus machen, in den vielen Bildern nach versteckten Tieren Ausschau zu halten. Ist ja schon ein sehr witziger Einfall, oder?

Ich habe die 10 kleinen Burggespenster ja schon längst fest in mein Herz geschlossen und hoffe sehr, dass wir noch viele weitere zauberhafte Geschichten mit ihnen zu lesen bekommen werden.

Fazit: Britta Nonnast ist es erneut gelungen, eine sehr witzige, turbulente und lehrreiche Geschichte für Kinder ab etwa 5 Jahren zu schreiben. Diese konnte mich nicht ganz so begeistern wie die erste, dennoch hatte ich hier großen Spaß beim Lesen und geriet öfters sehr ins Schmunzeln. Da mir das Verhalten des kleinen Gespenstes Zipfel öfters nicht ganz so gut gefallen hat, gebe ich dem Buch 4 von 5 Sternen!



Vielen Dank an den orell füssli Verlag, der mir dieses schöne Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

Freitag, 15. September 2017

[Aktion] Dieses Buch bleibt im Regal #2

Eine Aktion von Damaris liest


Diese schöne Aktion stammt von der lieben Damaris von Damaris liest. Als ich auf diese gestoßen bin, hatte ich sofort richtig große Lust mitzumachen. Aufgabe ist es hier, einmal im Moment ein Buch vorzustellen, welches man selbst super gerne hat und das unbedingt bei einem im Regal stehen bleiben muss.
Das Problem kennen doch sicher viele von euch, oder? Ihr lest ein Buch, welches euch sehr gut gefallen hat und wollt es eigentlich sehr gerne behalten. Dann aber werft ihr ein Blick auf euer volles Bücherregal und geratet ins Grübeln. Muss ich das Buch wirklich behalten? Werde ich es überhaupt noch einmal lesen? Nimmt es nicht eigentlich nur unnötig viel Platz im Regal weg? Solche Fragen stelle ich mir ja mittlerweile sehr oft, nachdem ich ein Buch zu Ende gelesen habe.


Es gibt aber auch definitiv Bücher, bei denen ich nicht lange überlegen muss, ob sie bei mir bleiben dürfen. Ich habe sehr viele Bücher, die auf jeden Fall in meinem Regal bleiben werden. Dies ist nun also das zweite Mal, dass ich euch eines dieser Bücher vorstellen werde. :-)


Ich liebe ja die Bücher von Sabine Ludwig! Ich glaube, ich kenne so gut wie alle Werke von ihr. Nicht alle haben mir gleich gut gefallen, es gibt auch etwas schwächere Bücher von ihr, Schwarze Häuser aber zählt für mich auf jeden Fall zu ihren besten Büchern! Schon beim Lesen wusste ich, dieses Buch muss ich einfach behalten! Ich habe es innerhalb kurzer Zeit verschlungen und war am Ende richtig traurig, dass ich die gut 352 Seiten so schnell durchgelesen hatte.
Mich hat ja bereits das Cover sehr angesprochen. Dieses wurde übrigens von der Tochter von Sabine Ludwig gezeichnet. Ich finde ja, dass sie ein großes Talent zum Zeichnen besitzt! Auch die Vignetten an den Kapitelanfängen stammen von ihr und mich haben diese ja etwas an die Zeichnungen von Cornelia Funke erinnert.
Zur Geschichte kann ich nur sagen, dass ich diese ganz zauberhaft finde, auch wenn sie teilweise etwas ernster und traurig ist. Gleichzeitig aber findet man auch in diesem Buch den gewohnten Humor von Sabine Ludwig, der die etwas ernstere Stimmung herrlich auflockert. Ich kann das Buch jedem wärmstens empfehlen, egal für welches Alter. Ich habe Schwarze Häuser damals einer Freundin meiner Mutter ausgeliehen, die schon etwas älter ist und auch sie war ganz begeistert von dem Buch!

Hier mal die Inhaltsangabe des Buches plus Verlinkung zum Verlag für mehr Infos:

Packend und berührend - das persönlichste Buch von Sabine Ludwig.
Die zwölfjährige Uli kommt sechs Wochen zur Erholung auf eine Nordseeinsel. Dort erwartet sie jedoch alles andere als ein Urlaub. Denn keins der Kinder ist freiwillig im Kurheim. Das Heimweh ist groß, der Wind heult ums Haus, das Essen schmeckt schrecklich. Trost findet Uli bei ihren neuen Freundinnen Fritze, Freya und Lieschen. Gemeinsam bibbern sie im kalten Waschraum, helfen sich beim Schuheputzen und überstehen auch die gemeinsten Strafen. Doch eines Tages ist Freya verschwunden. Heimlich machen sich die Mädchen auf die Suche und finden sie weit draußen im Watt...
Sensibler Umgang mit einem bewegenden Thema - eine spannende Abenteuer- und Freundschaftsgeschichte mit vielen Vignetten von Tochter Emma Ludwig.
Quelle: Dressler Verlag


Liebe Blogger, dies ist eine Mitmachaktion von Damaris liest. Du möchtest ebenfalls ein besonderes Buch, das niemals aus deinem Regal auszieht, auf deinem Blog vorstellen und es damit deinen Lesern empfehlen? Dann ...

SEI DABEI!
(die Aktion findet jeweils am 15. des Monats statt)


  • Verwende das Dieses Buch bleibt im Regal-Banner, und verweise damit auf den Ursprungsblog, damit die Aktion Wiedererkennungswert hat.
  • Wenn du magst, hinterlasse mir hier deinen Beitragslink als Kommentar, dann können interessierte Leser und ich zum Stöbern kommen.
  • Mach mit oder auch mal nicht. Am Aktionstag oder später (du hast immer einen ganzen Monat Zeit, bevor die nächste Runde startet) - ganz egal. Die Aktion ist jedes Mal freiwillig. Sie soll gemeinsam Spaß machen und ggf. den Austausch anregen.

[Rezension] 10 kleine Burggespenster - Wer hat Angst vorm schwarzen Gespenst? von Britta Nonnast

Gebundene Ausgabe
Mit Illustrationen von Susanne Göhlich
Ab 4 Jahren
96 Seiten
ISBN: 978-3-280-03531-3
Erschienen: 10.02.2017

Klappentext:

Auch Burggespenster sind nicht gerne allein. Luzi hat gerade ihre Spukstätte im Theater aufgeben müssen, als sie den einsamen Marti im Waschsalon trifft. Der hilft ihr nicht nur ein neues Zuhause, sondern auch gemeinsame Freunde zu finden. Und so lernen die beiden in jedem Kapitel ein weiteres Gespenst kennen. Und alle haben sie etwas gemeinsam: die Furcht vor dem schwarzen Gespenst! Als sie es schließlich erwischen, wird klar, dass ihre Angst völlig unbegründet war. Es ist zwar schwarz, aber es ist genauso ungern alleine, wie alle anderen auch. Am Ende feiern alle zusammen im Waschsalon eine Schaumparty und gründen als Krönung eine Burggespenster-WG.


Rezension:

Mit diesem schönen Buch habe ich ja bereits seit dem Erscheinungsdatum im Februar geliebäugelt. Aufmerksam darauf geworden bin ich durch das Cover, da dieses von Susanne Göhlich gezeichnet wurde, eine Illustratorin, deren Bilder mir schon in anderen Büchern sehr gut gefallen haben.
Mit dem Erscheinen des zweiten Bandes der 10 kleinen Burggespenster konnte ich meine Neugier nicht länger zügeln und wollte die Burggespenster-WG endlich kennenlernen!

Das kleine Gespenst Marti lebt in einem Waschsalon, in welchem er jeden Tag seiner liebsten Beschäftigung nachgeht: sich im Schleudergang der Waschmaschinen herumschleudern zu lassen. Er ist das einzige Gespenst im Waschsalon, daher kann er diesen schönen Spaß mit niemanden teilen. Eines Tages aber bekommt Marti endlich Geistergesellschaft: mit der Wäsche aus dem Theater gelangt das Gespenstermädchen Luzie in den Waschsalon. Diese ist leider aufgrund der Schließung des Theaters heimatlos geworden und daher auf der Suche nach einem Zuhause. Martis Leidenschaft kann sie nur wenig abgewinnen und auch ein Leben in einem Waschsalon kommt für sie nicht in Frage. Sie begibt sich also auf die Suche nach einem neuen Zuhause. Marti beschließt kurzerhand, sie zu begleiten und auf ihrer gemeinsamen Suche erleben die beiden aufregende Abenteuer und lernen viele weitere tolle Gespenster kennen. Diese haben alle etwas gemeinsam: sie fürchten sie vor dem schwarzen Gespenst, welches gerade in der Gegend sein Unwesen treibt. Da es überall für Angst und Schrecken sorgt, fassen Marti und Luzie den Entschluss, das schwarze Gespenst zu finden, um diesen Spuk ein Ende zu setzen. In einer Scheune finden unsere Gefährten das schwarze Gespenst schließlich auch, nur stellt sich dann heraus, dass es völlig harmlos ist und ein ganz einfaches und normales Gespenst ist wie alle anderen auch. Das schwarze Gespenst fühlt sich schrecklich allein und hätte sehr gerne Freunde an seiner Seite. Ob die weißen Gespenster wohl ihr Misstrauen überwinden können und das schwarze Gespenst, trotz seines anderen Aussehens, in ihrer Gruppe aufnehmen werden?

Ich bin wirklich froh, dass ich mich dazu entschlossen habe, endlich dieses wundervolle Vorlesebuch zu lesen. Die Geschichte ist total liebenswert und niedlich, zugleich aber auch sehr lehrreich, da Kinder hier auf altersgerechte und sehr amüsante Weise mit dem Thema Vorurteile konfrontiert werden.

Jemand anderem die Schuld zuweisen und somit den schwarzen Peter zuspielen, das kann ja so schön einfach sein. Nur kann man damit einen großen Schaden anrichten und andere sehr verletzen. In dieser Geschichte ist das geheimnisvolle schwarze Gespenst der Übeltäter, den nie jemand gesehen hat, an den aber alle glauben und den alle für böse und gefährlich halten. Jedes Gespenst hat irgendwo etwas aufgeschnappt und diese Gerücht weitererzählt, sodass das schwarze Gespenst nach und nach immer gruseliger und gemeiner dargestellt wird. Als die weißen Gespenster dem schwarzen Gespenst dann schließlich gegenüber stehen, ist es daher nur zu verständlich, dass sie misstrauisch und ängstlich sind.

Dieses schöne Geschichte macht also nur zu deutlich, was Vorurteile anrichten können und wie falsch es ist, gemeine Gerüchte in die Welt zu setzen und weiterzuerzählen. Junge Kinder werden die Botschaft ohne Probleme verstehen können und anhand dieses schönen Beispiels erkennen, was falsche Behauptungen alles bewirken können.

Mir hat das Buch ja wirklich richtig gut gefallen! Nicht nur die wundervolle Handlung konnte mich begeistern, auch die Charaktere und die Illustrationen sind in meinem Augen erstklassig gelungen.

Die Gespenster sind allesamt sehr verschieden, vom Verhalten her, aber auch durch ihr Äußeres. Marti ist ein mutiges, hilfsbereites und sehr aufgewecktes kleines Gespenst. Er möchte Luzie sofort bei ihrer Suche nach einem neuen Zuhause helfen und begleitet sie trotz ihres etwas ruppigen Verhaltens. Luzie war mir persönlich nicht ganz so sympathisch, zumindest am Anfang nicht. Zum Ende hin aber, als sie so lieb zu dem armen schwarzen Gespenst ist, habe ich auch sie fest in mein Herz geschlossen.
Kinder werden die Gespenster auf jeden Fall lieben! Verstärkt werden wird dies auch durch die niedlichen und sehr liebevoll gezeichneten Illustrationen Susanne Göhlich. Man bekommt ja bereits durch das tolle Cover einen Vorgeschmack auf die Bilder im Innenteil. Diese haben mir richtig gut gefallen! Sehr oft befinden sich ganzseitige und schön farbenfrohe Zeichnungen in dem Buch, die den Lesespaß einfach perfekt machen. Ich finde die Illustrationen der kleinen weißen Gespenster ja wirklich goldig, in die habe ich mich sofort verliebt. Sehr schön finde, dass Susanne Göhlich jedem Gespenst mit einem kleinen Detail etwas Charakteristisches verliehen hat. So trägt Marti eine Mütze, Luzie ist rosa gepunktet, das Gespenst aus der Bibliothek trägt eine Brille, ein anderes eine Tasche. So fällt es einem nie schwer, die Gespenster auseinander zu halten. Außerdem macht es so viel mehr Spaß, die Bilder zu betrachten, da die Gespenster nicht alle langweilig gleich aussehen.

Das Buch eignet sich wunderbar zum Vor- und Selberlesen. Etwas geübtere Leser sollten hier keine Schwierigkeiten mit dem Lesen haben, da die Schrift recht groß und der Satzbau sehr einfach ist. Für Leseanfänger halte ich das Buch für noch etwas zu schwierig, da manche Wörter vermutlich doch zu kompliziert sind und auch die Sätze etwas zu lang. Da sich das Buch aber auch perfekt zum Vorlesen eignet, können sich jüngere Kinder diese tolle Gespenstergeschichte auch sehr schön von anderen vorlesen lassen. Erwachsene werden hier auch ganz sicher großen Spaß beim Lesen haben und sich an den niedlichen Gespenstern und den wundervollen Illustrationen erfreuen.

Den zweiten Band der 10 kleinen Burggespenster habe ich auch schon bei mir liegen. Auf den freue ich mich ja schon sehr; ich bin sehr gespannt darauf zu erfahren, was für schöne Abenteuer unsere liebe Burggespenster-WG noch so erleben wird!

Fazit: Ein ganz wundervolles Buch für Kinder im Vor- und Grundschulalter. Sehr amüsant und kindgerecht wird hier das Thema Vorurteile vermittelt und regt Kinder zum Nachdenken an. Zugleich aber werden sie hier auch bestens unterhalten, da unsere 10 lieben Burggespenster spannende und aufregende Abenteuer erleben, welche zauberhaft von Susanne Göhlich illustriert worden sind Ich hatte hier jede Menge Spaß beim Lesen und gebe dem Buch sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!



 Vielen Dank an den orell füssli Verlag, der mir dieses schöne Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!